Einheitlicher CO2-Preis als Schlüssel für effizientes Marktdesign

ESYS-Impuls: Energiesteuern reformieren, Verzerrungen abbauen, Sektorenkopplung fördern

Kurz vor seiner entscheidenden Sitzung am 20.09.2019 steht das Klimakabinett vor großen Herausforderungen: Uneinheitliche Preise für Energieträger, zu hohe Treibhausgasemissionen und Deutschland verfehlt seine Klimaziele. Was muss passieren, damit sich klimaschonende Technologien etablieren können? Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS)haben in einem Impuls unter dem Titel „Über eine CO2-Bepreisung zur Sektorenkopplung: Ein neues Marktdesign für die Energiewende“ Leitlinien für ein effizientes und effektives Marktdesign veröffentlicht und am 03.09.2019 im Rahmen eines Pressegesprächs und einer Diskussionsveranstaltung in Berlin vorgestellt. Fazit: Eine umfassende CO2-Bepreisung ist dafür ein erster notwendiger Schritt. Gleichzeitig gilt es, Verzerrungen abzubauen, die heute einen effizienten Klimaschutz verhindern. Die gute Nachricht: beides lässt sich verbinden. (Foto: ESYS-PK ‚CO2-Bepreisung zur Sektorenkopplung, neues Marktdesign für die Energiewende‘ – © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…

Aussichten für Great Barrier Reef „sehr schlecht“

Verliert das Riff seinen Status als UNESCO-Welterbe?

Die australische Regierung hat einem neuen Bericht der Great Barrier Reef Marine Park Behörde (GBRMPA) zufolge die Aussichten für das Great Barrier Reef zum ersten Mal von „schlecht“ auf „sehr schlecht“ herabgestuft – so deutschlandfunk.de. Befürchtet wird nicht nur, dass das Riff seinen Status als UNESCO-Welterbe verlieren könnte. Große Teile könnten sogar dauerhaft sterben: Nach der letzten Korallenbleiche waren in einigen Gegenden des 2.300 Kilometer langen Riffsystems 90 Prozent der Korallen abgestorben. weiterlesen…

40 Mrd. vom Bund für Braunkohlereviere

Sachsen unterstützt Wasserstoff-Forschung – zwei Millionen Euro für Fraunhofer-Siemens-Projekt in Görlitz

Noch bevor der Kohleausstieg endgültig beschlossen ist, aber „rechtzeitig“ vor der Wahl in Brandenburg hat das Bundeskabinett am 28.08.2019 mit dem „Strukturstärkungsgesetz“ Milliardenhilfen für die betroffenen Regionen beschlossen. „In der Lausitz ist die Freude groß, Kritik gibt es allerdings am Zeitplan“, so rbb-Reporter Uli Hauck. Der Gesetzentwurf sieht bis 40 Milliarden Euro vor, unter anderem Infrastrukturmaßnahmen wie den Ausbau von Bahnstrecken und Autobahnen. BEE-Präsidentin Simone Peter: „Das am 28.08.2019 vom Kabinett beschlossene Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen springt zu kurz.“ weiterlesen…

Anthropogener Klimawandel unbestritten

Laut Bundesregierung sind 99 Prozent überzeugt: „menschengemacht“

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt praktisch unbestritten. Das erklärt die Bundesregierung in einer Antwort (19/12631) auf eine Kleine Anfrage (19/12228) der AfD. Die Regierung teilte mit, „dass 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist“. Solarify hat ein wenig hinter die Fragen und Zitate geschaut. weiterlesen…

Deutschlandwetter im Sommer 2019

Sonnenscheinreich und niederschlagsarm – neue Temperaturrekorde

Im Sommer 2019 befand sich Deutschland oft im Einflussbereich von Hochdruckgebieten. Teils herrschte dabei angenehme Witterung, teils erfolgten jedoch auch markante Vorstöße sehr heißer Luft mit neuen, eindrucksvollen Temperaturrekorden. Tiefdruckgebiete und ihre Ausläufer brachten gebietsweise kräftige Gewitter mit Sturm und Hagel, meist fielen aber nur spärliche Niederschläge. Jeder Sommermonat endete mit einem deutlichen Überschuss an Wärme und Sonnenschein sowie einem erheblichen Regendefizit. Das meldet der Deutscher Wetterdienst (DWD) am 30.08.2019 nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen. weiterlesen…

NYT: Trumps Umwelt-Desaster

84 Vorschriften abgeschwächt oder aufgehoben – Justizminister der Bundesstaaten nehmen Kampf auf

Präsident Trump hat die Beseitigung von Umwelt-Bundesverordnungen zur vordringlichen Aufgabe gemacht. Seine Regierung hat mit den Republikanern im Kongress viele Bestimmungen ins Visier genommen oder gar schon abgeschafft, die sie als belastend für die fossile Industrie und andere große Unternehmen betrachtet. Eine auf Untersuchungen der Harvard Law School, der New York University Law School und der basierende Analyse der New York Times zählt mehr als 80 Umweltregelungen und -vorschriften auf. Rückschläge in der Umweltpolitik würden zu einem jährlichen Anstieg von 200 Millionen Tonnen CO2e führen, welche die Öffentlichkeit Hunderttausende von Milliarden Dollar kosten und zu Zehntausenden von vorzeitigen Todesfällen führen. Die Trump-Regierung habe einen aggressiven Zeitplan, und versuche, viele der Aufhebungen noch in diesem Jahr durchzubringen, so die New York Times. (Titel: Klima- und Gesundheits-Showdown vor den Gerichten, Sonderbericht März 2019 – © The State Energy & Environmental Impact Center – NYU School of Law) weiterlesen…

Realisierung der Fusionsenergie rückt näher

Neues mathematisches Verfahren beschleunigt Berechnung der Spulen

Mit einem neuen mathematischen Verfahren zur Berechnung der Spulenform von Kernfusionsanlagen vom Typ Stellarator rückt deren Realisierung „deutlich näher“, so am 21.08.2019 eine Medienmitteilung des Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) – einer Unterabteilung des US-Energieministeriums. Dort hat Caoxiang Zhu eine mathematische Technik entwickelt, um das Design der Spulen zu vereinfachen und Stellaratoren zu einer potenziell kostengünstigeren Anlage zur Erzeugung von Fusionsenergie zu machen. Die neue Berechnungsmethode ermögliche, im Vorhinein zu wissen, welche Formen und Anordnung der Magnetspulen die Gefäßwände unbeschädigt lassen. weiterlesen…

Worum geht es im IPCC-Bericht über Ozean und Kryosphäre?

Hintergründe aus der Klimaforschung

Im Vorfeld des neuen Sonderberichts des Weltklimarats IPCC erklärten Experten am 28.08.2019 beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten mit Blick auf den aktuellen Forschungsstand dar, wie deutlich sich der Klimawandel bereits im Ozean und der Kryosphäre zeigt und welch elementare Rolle diese Veränderungen in Zukunft für Menschen auf der ganzen Welt spielen werden. weiterlesen…

Auf dem Trockenen

WWF-Report: Dürrerisiko für Europas Energieversorgung und Landwirtschaft wächst

Mit der Klimakrise kommt die Dürrekrise. Davor warnt der WWF Deutschland in einem neuen Report, der am 22.08.2019 in Berlin vorgestellt wurde. Demnach hat die Dürrekrise weltweit Fahrt aufgenommen. In Europa würden diese Wetterextreme durch die Erderhitzung immer wahrscheinlicher und gefährdeten zunehmend die Energieversorgung oder den Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Weizen und Mais, heißt es in der Pressemitteilung des WWF vom selben Tag. weiterlesen…

Steigender Meeresspiegel treibt 280 Millionen in die Flucht

Ab 2050 – bei 2 Grad Erwärmung

Der IPCC rechnet in seinem Bericht mit einer Erderwärmung von zwei Grad Celsius. Aber auch wenn die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad gelingt, wie im Pariser Abkommen beschlossen („well under two degrees“) befürchten die Experten immer noch 250 Millionen Klimaflüchtlinge. Neben Küstenregionen in den USA sind vor allem an Meeren liegende Metropolen in Ostasien und Inselstaaten im Pazifik bedroht. Sie müssten jedes Jahr infolge von Wirbelstürmen auftretende Überschwemmungen befürchten. Selbst wenn die Zahl der durch den Meeresspiegel-Anstieg Vertriebenen bis 2100 „bei 100 Millionen oder 50 Millionen liegt, ist das noch immer eine bedeutende Störung und viel menschliches Leid“, sagte der Geschäftsführer der US-Organisation Climate Central, Ben Strauss. weiterlesen…