Gründerpreis für E-Fuels aus Mini-Reaktoren

KIT-Ausgründung Ineratec bestes Start-up Deutschlands

Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energiequellen (siehe solarify.eu/alternative-kraftstoffe) preiswert herzustellen, ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Aber zur Produktion synthetischen Benzins, Kerosins, Diesels oder Erdgases sind riesige Anlagen nötig. Die Firma Ineratec, ein Spin-Off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), baut chemische Reaktoren, die so kompakt sind, dass die fertig montierte Anlage in einen Schiffscontainer passt und überall eingesetzt werden kann. Am 12.09.2018 wurde das junge Unternehmen in Berlin mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet. weiterlesen…

Auch ergebnislose Studien befördern Erkenntnisgewinn

Mathematisches Modell zeigt: Wissenschaft lernt auch aus Fehlern

„Wissenschaftliche Studien sollten stets und unabhängig von ihrem Ergebnis publiziert werden“ – so eine Schlussfolgerung eines Forschungsprojekts des „Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren“ am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dessen Resultate nun im Fachblatt PLOS ONE veröffentlicht wurden. Wissenschaftler um Matthias Steinfath und Gilbert Schönfelder haben anhand eines mathematischen Modells untersucht, welchen Einfluss einzelne Maßstäbe beim Erstellen von Studien auf die weitere Forschung haben. weiterlesen…

dena startet Global Alliance Power Fuels

Synthetische, erneuerbare Energieträger als dritte Säule erfolgreicher Energiewende

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und Partner aus der Industrie haben die Global Alliance Power Fuels gestartet. Das international ausgerichtete Bündnis verfolgt das Ziel, globale Märkte für synthetische Kraft- und Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien zu erschließen. Es wird von einem branchenübergreifenden Kreis von Wirtschaftsunternehmen getragen und soll ein breites Partnernetzwerk aus den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufbauen. Analysiert werden unter anderem internationale Märkte für Power Fuels und die Rahmenbedingungen für ihren Einsatz in verschiedenen Bereichen und Sektoren. weiterlesen…

Mit Bakterien 3-Hydroxypropansäure aus CO2 herstellen

Kohlendioxid als Rohstoff

Urtümliche Bakterien können CO2 in 3-Hydroxypropansäure (Milchsäure), einen begehrten chemischen Grundbaustein, verwandeln. Erste Hürden auf diesem Weg haben Frankfurter Mikrobiologen im europäischen Forschungsprojekt „CO2Chem – Biologische Konversion von CO2 zur Plattform-Chemikalie 3-Hydroxypropansäure“ genommen, schreibt Björn Lohmann im Portal bioökonomie.de, einer Initative des BMBF . Bis 2020 sollte Deutschland eigentlich die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent senken, was aber inzwischen nicht nur das Umweltbundesamt für nicht mehr erreichbar hält. Um dennoch bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen, muss ein weiterer Ansatz relevant werden: CCU – Carbon Storage and Utilization (Kohlendioxid-Abscheidung, Speicherung und Wiederverwendung – so wie am 20.09.2018 in Duisburg das Technikum des Projekts Carbon2Chem eingeweiht wurde). weiterlesen…

Zickzack-Kohlenstoff als effizienter und stabiler Elektrokatalysator…

…zur Sauerstoffreduktion für PEM-Brennstoffzellen

Nicht-Edelmetall oder metallfreie Katalysatoren mit Stabilität sind zwar wünschenswert, aber eine Herausforderung für Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen (PEM). In einem Artikel in Nature Communications entwickeln Forscher der chinesischen Beihang-Universität und aus den USA teilweise ein mehrwandiges Kohlenstoff-Nanoröhrchen, um zickzackartige Graphen-Nanoröhrchen mit einem Kohlenstoff-Nanoröhrchen-Rückgrat für die Elektrokatalyse der Sauerstoffreduktion in PEM-Brennstoffzellen zu synthetisieren. weiterlesen…

Weltpremiere für Carbon2Chem

Technikum nimmt Betrieb auf

Am 20.09.2018 eröffnete das Projekt Carbon2Chem® sein Technikum. „Wir feiern heute eine echte Weltpremiere“, sagte Bundesministerin Anja Karliczek in ihrem Grußwort zum Start in Duisburg. Im Verbundprojekt Carbon2Chem® (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem) werden auf der Basis katalytischer Verfahren Technologien für chemische Synthesen entwickelt, mit denen Hüttengase aus der Stahlproduktion in marktfähige Chemieprodukte oder Treibstoffe umgewandelt werden. Solarify dokumentiert das vorab verbreitete Grußwort der Ministerin. weiterlesen…

7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung beschlossen

45 % mehr für Forschung und Innovationen – systemübergreifende Fragestellungen: Sektorkopplung und Digitalisierung

Das Bundeskabinett hat am 19.09.2018 das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende“ beschlossen – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi. Damit knüpfe die Bundesregierung „an die Erfolge der Energieforschung in den vergangenen Jahren an“. Als strategisches Element der Energiepolitik sei das neue Programm an der Energiewende ausgerichtet und „Ergebnis eines umfangreichen Konsultationsprozesses mit Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft sowie den Ländern“. weiterlesen…

Weltneuheit: Solarthermische Jalousie

Energie für Gebäude

Ein Hemmnis für den flächendeckenden Einsatz von Solarthermie ist bislang unter anderem, dass sich potenzielle Kunden am Erscheinungsbild der Kollektoren als „schwarze Rechtecke auf dem Dach“ stören. Deshalb werden im Projekt Arkol zwei neuartige Fassadenkollektoren entwickelt: ein Streifenkollektor für die ästhetisch flexible Gestaltung von opaken Flächen der Gebäudehülle und eine solarthermische Jalousie für die transparenten Flächen. Die Jalousie hat dabei die volle Beweglichkeit einer normalen Jalousie. Nur die zusätzliche Funktion der Wärmeabfuhr von den Lamellen unterscheidet sie von herkömmlichen Installationen – schreiben Christoph Maurer und Sören Nungesser im Forschungsblog Innovation 4E des Fraunhofer ISE. weiterlesen…

Graphen ermöglicht Taktraten im Terahertz-Bereich

Forscher ebnen Weg für Nanoelektronik der Zukunft

Graphen – ein hauchdünnes Material, das aus einer einzigen Lage verketteter Kohlenstoff-Atome besteht – gilt als vielversprechender Kandidat für die Nanoelektronik der Zukunft. Theoretisch sollte es bis zu tausendmal schnellere Taktraten erlauben als die heutige Elektronik auf Silizium-Basis. Dass Graphen tatsächlich elektronische Signale mit Frequenzen im Gigahertz-Bereich – was den heutigen Taktraten entspricht – extrem effizient in Signale mit einer vielfach höheren Frequenz umwandeln kann, haben einer Medienmitteilung vom 10.09.2018 zufolge Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) nun erstmals gezeigt. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher im Fachjournal „Nature“ vor. (Bild: Graphen wandelt Signale mit Frequenzen im Gigahertz-Bereich extrem effizient in Signale mit einer vielfach höheren Frequenz um. – © Juniks / HZDR) weiterlesen…

Eisenpulver kann Gas ersetzen

Forscher der TU Eindhoven: Sauberer, alternativer Brennstoff

Die Regierung hat der niederländischen Industrie im Januar dieses Jahres mitgeteilt, dass sie bis 2022 den Verbrauch von Erdgas einstellen müsse. Studenten der Technischen Universität Eindhoven arbeiten einer Medienmitteilung vom 13.09.2018 zufolge daher an einer nachhaltigen Lösung zum Ersatz fossiler Brennstoffe: der Verbrennung von Eisen. Dieser Kraftstoff verursacht keine CO2-Emissionen, und das Restprodukt – Rost – kann vollständig recycelt werden. Die Eisenpulverflammen erzeugen hohe Temperaturen, was für viele Branchen wichtig ist. Die Studentengruppe Team SOLID hat eine Proof-of-Concept-Anlage gebaut, die sowohl Wärme als auch Strom erzeugt. (Foto: Versuchsaufbau von Team SOLID zum Verbrennen von Eisenpulver – © Bart van Overbeeke) weiterlesen…