Fit für die Energiewende?

Studie untersucht Flexibilität der Grundstoffindustrie in Bezug auf Stromangebot

Die Grundstoffindustrie, wie zum Beispiel Glashersteller oder Zementwerke, benötigt gut die Hälfte des industriellen Strombedarfs in Deutschland. Eine Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt Möglichkeiten auf, wie dieser Industriezweig seinen Stromverbrauch dem zeitlichen und örtlichen Angebot anpassen und damit Schwankungen bis hin zur sogenannten Dunkelflaute überbrücken kann. Angesichts des großen Energiebedarfs ist die Flexibilisierung dieses Industriesektors eine wichtige Stellschraube für ein stabiles Stromnetz mit einem angestrebten hohen Anteil an erneuerbarer Energie. Die Studie entstand im Rahmen des Kopernikus-Projektes SynErgie (siehe: solarify.eu//kopernikus-mammut-energie-forschungsprojekt) und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. weiterlesen…

Test auf Borkum

Fraunhofer ISE mit neuartigem hybriden Energiespeichersystem

Mit der Umsetzung der Energiewende steigt der Stromanteil aus fluktuierenden Erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne. Das erfordert den Ausbau von Stromspeicherkapazitäten samt flexibel reagierendem Energiemanagement. Eigenen Angaben zufolge haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit Partnern auf der Nordseeinsel Borkum einen hybriden Energiespeicher aufgebaut, der aus einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Superkondensator für kurzzeitige Leistungsanforderungen besteht. (Foto: Leistungsstack aus Flüssigkeitskühler, Siliciumkarbid-MOSFET-Modul, Hochstromplatine und Folienkondensatoren – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Wetterbedingte Risiken der EE-Stromproduktion mit Wind und PV verringern

Klima-Pressekonferenz 2018 des Deutschen Wetterdienstes

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist wichtig, um die deutschen und weltweiten Klimaziele zu erreichen. Mit der wachsenden Bedeutung von Strom aus Wind und Sonne steigt aber die Abhängigkeit der Stromversorgung vom Wetter. Der Deutsche Wetterdienst DWD hat deshalb in einer neuen, europaweiten Untersuchung ermittelt, wie stark die Stromproduktion aus Sonne und Wind wetterbedingt schwankt. Die Untersuchung zeigt auch, welche Möglichkeiten aus meteorologischer Sicht bestehen, Ertragsausfälle bei der regenerativen Stromproduktion zu vermindern. weiterlesen…

Treibhausgase in der Atmosphäre reduzieren

Beschleunigtes Verwittern von Gestein kann helfen, CO2 aus der Luft zu holen – ein wenig

Die Verwitterung großer Mengen kleiner Steine könnte helfen, Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren. Für gewöhnlich ist Verwitterung ein langsamer natürlicher Prozess, bei dem Mineralien CO2 chemisch binden. Als hochskalierte Technologie könnte sie allerdings auch für sogenannte negative Emissionen nutzbar werden, um so Klimarisiken zu begrenzen. Doch das Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasen ist begrenzt und würde, um wirtschaftlich machbar zu sein, zusätzlich eine starke CO2-Bepreisung erfordern. Das zeigt eine erste umfassende Analyse der Kosten und Potenziale, die jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht wurde, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 06.03.2018 mitteilte. weiterlesen…

130 Jahre Urania – 130 Jahre Wissenschaft für alle – Festakt

Berliner „Science Center“ feiert Jubiläum und ehrt Direktor Ulrich Bleyer

Vor 130 Jahren gründeten die beiden Astronomen Wilhelm Foerster und Wilhelm Meyer mit Unterstützung von Werner von Siemens die Urania als erstes „Science Center“. Ihre Aufgabe: „Wissen auf hohem Niveau möglichst vielen Menschen zu vermitteln – als Grundlage für deren bewusste Entscheidungsfindung“, so Urania-Direktor Ulrich Bleyer in einer Medienmitteilung. Er wurde nach einem Festvortrag von Harald Lesch im Rahmen eines Festakts mit der Urania-Medaille geehrt. weiterlesen…

Rationale Revolution


Die Energiewende braucht nicht nur innovative Technologien, sondern einen radikalen Systemwechsel

Manifest und Weckruf von Jürgen Renn und Robert Schlögl

Energiewenden hat es seit der Entstehung des Lebens auf der Erde mehrfach gegeben. Sie waren fast immer mit revolutionären Veränderungen verbunden, etwa als Bakterien lernten, chemische Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen. Vor etwa 2,4 Milliarden Jahren entwickelte sich eine Bakterienart, die eine spezielle Art der Photosynthese betrieb, nämlich eine, die Sauerstoff freisetzte – die vielleicht wichtigste Stoffwechsel-Revolution auf unserem Planeten, da sie es Organismen erlaubte, Energie direkt aus Sonnenlicht und Wasser zu erzeugen und somit die Entwicklung des Lebens völlig neu gestaltete. War Sauerstoff für bis dahin vorherrschende Lebensformen Gift, bildete es für die neu entstehenden die Grundlagen ihrer Existenz, so auch für den Menschen. Auch in der Menschheitsgeschichte waren Energiewenden mit revolutionären Veränderungen verbunden, zum Beispiel, als im 19. Jahrhundert die Nutzung fossiler Brennstoffe der industriellen Revolution einen wesentlichen, bis heute anhaltenden Schub verlieh. weiterlesen…

Klimastudie: Deutsche Bahn muss mit Extremwetter rechnen

DB wappnet sich mit 5-Punkte-Strategie

Die Deutsche Bahn ist von den Auswirkungen des Klimawandels so stark betroffen wie wohl kein anderes großes Unternehmen in Deutschland. Das leitet die Bahn aus der Untersuchung „Klimawandel – Auswirkungen auf die Deutsche Bahn AG“ des renommierten Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK) ab, die am 28.02.2018 übergeben wurde. Bahnchef Lutz: „Der Klimawandel ist ein nicht zu leugnender Fakt“. PIK-Direktor Hans-Joachim Schellnhuber: „Die Bahn kann als klimafreundlicher Verkehrsträger gleichzeitig auch selbst eine Antwort auf das Problem sein“. weiterlesen…

Journalistenpreis PUNKT 2018


Ausschreibung für guten Technikjournalismus startet

Der PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie geht in eine neue Runde: Dieses Jahr ist der PUNKT in der Kategorie Text ausgeschrieben. Journalistinnen und Journalisten sowie Autorenteams können sich ab sofort in den Sparten „Tageszeitung“ und „Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung“ bewerben. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 24.04.2018. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 16. Oktober bei der acatech Festveranstaltung ausgezeichnet. weiterlesen…

Der Kampf um saubere Luft

Umweltverbände gehen vor Gericht, um EU-Grenzwerte gegen die deutsche Kohlelobby zu verteidigen

Lobbyisten der Kohleindustrie und die deutschen Eigentümer von einigen der schmutzigsten Kohlekraftwerke und Tagebaue Europas reichen Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission ein, die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Luftschadstoffe zu verschärfen. Umweltverbände einschließlich des Europäischen Umweltbüros (European Environmental Bureau – EEB) haben sich deshalb am 28.02.2018 darum beworben, vor Gericht zu intervenieren und die EU-Regeln zu verteidigen. weiterlesen…

Diese Bürgermeister haben verstanden

Über 100 Städte weltweit werden schon mit über 70 Prozent Ökostrom versorgt

Der Präsident von Energy Watch – Hans-Josef Fell – berichtet am 01.03.2018, wie die kommunale Bewegung für den Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien weltweit Fahrt aufnimmt und wie deutsche Städte abgeschlagen werden. weiterlesen…