Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?

CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren
von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (55) ist Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und ehemaliger Co-Chair der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates IPCC, der im Jahr 2014 seinen 5. Sachstandsbericht veröffentlichte. Er ist stellvertretender Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change. Dr. Max Franks (32) forscht am Potsdam-­Institut für Klimafolgenforschung im Fach­be­reich „Nachhaltige Lösungsstrategien“ zu den Themen Klima- und Finanzpolitik, Vermögens­ungleichheit und Nachhaltige Entwicklung.Für seine Dissertation wurde ihm der Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis verliehen. weiterlesen…

Forschungspreis mit 1,5 Millionen Euro

Neue gemeinsame Auszeichnung von Max-Planck-Gesellschaft und Humboldt-Stiftung ab 2018

Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) setzen ihre gemeinsame Auszeichnung neu auf: Der Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis ist künftig mit 1,5 Millionen Euro dotiert und wird ab 2018 an Forscher aus dem Ausland verliehen, die sich durch herausragendes Zukunftspotenzial auszeichnen. Die neue vom BMBF finanzierte Auszeichnung löst den Max-Planck-Forschungspreis ab. weiterlesen…

Perowskit-Solarzelle in Aktion aufgenommen


Mögliche Erklärung des hohen Wirkungsgrades

Perowskit-Kristalle könnten die Produktionskosten für Solarzellen drastisch sinken lassen, schreibt Jan Oliver Löfken in Wissenschaft aktuell. Denn: „Binnen weniger Jahre ließ sich ihr Wirkungsgrad von knapp vier auf mehr als 20 Prozent steigern“. Warum, war bisher unklar. Einen „verblüffenden Einblick in die für die Stromerzeugung wichtigen Prozesse“ (Löfken) erlaubt nun ein Video der atomaren Bewegungen in dünnen Perowskit-Kristallen von Wissenschaftlern der Stanford-Universität – in Science Advances berichten sie über ungewöhnlich langlebige Verformungen der Kristallstruktur. Diese könnten zu einem besseren Verständnis des Transports elektrischer Ladungen in Perowskit-Solarzellen beitragen. weiterlesen…

Verkehrte grüne Finanzwelt

GERMANWATCH-Blog-Beitrag von Gerrit Hansen

Ausgerechnet Teile der Finanzindustrie entwickeln sich zu Treibern einer grünen Transformation der Wirtschaft. Damit am Ende aber nicht die fossile Industrie den längeren Atem hat, müssen klare politische Rahmensetzungen, wirksame Preissignale und gesetzliche Regeln her, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. weiterlesen…

Tauender Permafrost setzt altes Treibhausgas frei

DGZ-Studie im Mackenzie-Delta in Kanada zeigt überproportional hohen Anteil von geologischem Methan

Der auftauende Dauerfrostboden in arktischen Regionen könnte in doppelter Hinsicht zur Verstärkung des Treibhauseffektes führen: Zum einen erhöht sich mit wärmerer Umwelt die oberflächennahe Produktion des Treibhausgases Methan durch Mikroben. Zum anderen öffnet der tauende Untergrund zunehmend Austrittspfade für uraltes Methan. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und US-amerikanischen Partnern im kanadischen Mackenzie-Delta. Sie berichten davon im Fachjournal Scientific Reports. weiterlesen…

Klimagrenze rückt näher

Neue Forschungsergebnisse

Im Dezember 2015, am Ende der Pariser Konferenz COP21, kamen die Nationen der Welt im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zum Klimawandel überein, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf „deutlich unter zwei Grad“ gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und entsprechende, nachprüfbare Anstrengungen zu unternehmen. Allerdings wurde „vorindustriell“ nicht definiert. weiterlesen…

Meereis fördert Wolkenbildung

Antarktis: Mikroorganismen und Weltklima

Die Erderwärmung wirkt sich auf die Entwicklung und Verteilung des Meereises in Arktis und Antarktis aus. Das polare Meereis beherbergt aber im Inneren eine Vielzahl von Mikroorganismen. Jedoch gibt es aktuell nur wenige und verstreute Beweise darauf, welche Auswirkungen die Erwärmung auf diese Mikroorganismen hat, und wie Veränderungen in polaren maritimen Ökosystemen das Klima selbst beeinflussen. Die Ergebnisse der PEGASUS 2015-Antarktis-Kampagne, geleitet von Rafel Simó und Manuel Dall’Osto vom Institut de Ciències del Mar CSIC in Barcelona mit einem internationalen Team von Forschern des italienischen , werfen ein neues Licht auf dieses Phänomen, das in einem Artikel in Scientific Reports veröffentlicht worden ist. weiterlesen…

Speichermonitoring veröffentlicht

Ende April 2017: 61.000 dezentrale Solarstromspeicher mit 400 MWh

Das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen hat zum dritten Mal in Folge sein jährliches im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstelltes Speichermonitoring veröffentlicht. Der aktuelle Jahresbericht ist ab sofort zum Download verfügbar und zeichnet ein umfassendes Bild der Markt- und Technologieentwicklungen dezentraler Solarstromspeicher in Deutschland. weiterlesen…

Deutschland auf Platz vier von 35

Innovationsindikator: Bei Digitalisierung nur Rang 17

Medienmitteilungen vom 24.07.2017 von acatech und BDI zufolge bleibt die Schweiz Spitzenreiter im Innovationsindikator 2017. Die USA und Großbritannien liegen bei der Digitalisierung deutlich vor Deutschland. Ein tröstlicher Pluspunkt ist aus deutscher Sicht das Ergebnis, dass Deutschland eine Gesellschaft mit hohem Nutzungsgrad digitaler Technologie hat. BDI und acatech fordern als Fazit, Bildung, Forschung und Wissenstransfer in Deutschland konsequent auf digitale Herausforderung auszurichten. weiterlesen…

Sahara-Staub beeinflusst Klimaentwicklung

Neue Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte der Sahara

Die Sahara ist mit etwa neun Millionen Quadratkilometern die größte Trockenwüste der Welt. Sie ist damit auch die größte Staubquelle der Erde, und die Stäube haben einen bedeutenden Einfluss auf die Düngung der Weltmeere und auf die Klimaentwicklung.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, hat nun die Geschichte der Sahara-Staubstürme rekonstruiert und dabei neue Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte der Wüste erlangt. Demnach gab es mehrere Staubphasen beim Übergang von der Savannen- und Steppenlandschaft zur Wüste. Veröffentlicht wurde die entsprechende Studie in der geowissenschaftlichen Fachzeitschrift „Quaternary Science Reviews“. weiterlesen…