Jänschwalde-Stopp rückt näher

Deutsche Umwelthilfe und Grüne Liga begrüßen gerichtliche Entscheidung

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 28.08.2019 die Einwände der Deutschen Umwelthilfe und Grünen Liga gegen den Tagebau Jänschwalde bestätigt. Der Tagebau darf voraussichtlich ab dem 01.09.2019 nur noch im Sicherheitsbetrieb laufen. Der Antrag auf Fristverlängerung der Betreibergesellschaft LEAG beim Verwaltungsgericht Cottbus ist laut einer DUH-Medienmitteilung ein „Offenbarungseid für katastrophale Planung“, so die Antragssteller. Der BEE erkennt „erhöhten Handlungsdruck für Energiewende“. weiterlesen…

Small is beautiful

Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte Klima-Emissionen senken helfen

Milliarden Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. weiterlesen…

Schwergewichtiger Kandidat für Dunkle Materie

Potsdamer Forscher postulieren neues Teilchen namens Gravitino und schlagen Nachweismethode vor

Etwa ein Viertel des Universums liegt buchstäblich im Schatten. Denn nach den Theorien der Kosmologen bestehen 25,8 Prozent aus Dunkler Materie, die sich im Wesentlichen über die Gravitation bemerkbar macht. Woraus dieser Stoff besteht, ist bisher unbekannt. Hermann Nicolai, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, und sein Kollege Krzysztof Meissner von der Universität Warschau schlagen nun einen neuen Kandidaten namens Gravitino vor. weiterlesen…

Mi­kro­be erzeugt Me­than aus Roh­öl

Candidatus Me­tha­no­lip­a­ria wandelt Öl in Gas

Neue Mi­kro­skopaufnahmen deu­ten dar­auf hin, dass die kürz­lich ent­deck­ten Mi­kro­ben Me­tha­no­lip­a­ria Me­than aus Roh­öl er­zeu­gen kön­nen – ohne frem­de Hil­fe. In einer Medienmitteilung des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MPIMM) vom 20.08.2019 heißt es fast poetisch: „Die winzigen Organismen klammern sich an Öltröpfchen und vollbringen Großes: Ganz allein scheinen sie Öl in Methan umzuwandeln, in einem Verfahren namens Alkan-Disproportionierung. Bislang war dies nur von Symbiosen zwischen Bakterien und Archäen bekannt. Die Mikrobe wurde nun weltweit in Öllagerstätten gefunden. (Foto: Tauchfahrzeug MARUM-QUEST sammelt Sedimentproben an Ölaustritten im Golf von Mexiko – © MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften) weiterlesen…

Energetische Sanierung: Verpflichtende individuelle Sanierungsfahrpläne gefordert

DUH: Auch kleine Maßnahmen im Gebäudebestand haben große Wirkung für Klimaschutz

Eigentümer können bereits mit kleinen Sanierungsmaßnahmen wichtige Beiträge für Klimaschutz und Wohnqualität leisten. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind nämlich höhere Sanierungsraten im Bestand nötig. Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verpflichtende Sanierungsfahrpläne bei Neukauf und Vermietung von Bestandsgebäuden; dazu seien steuerliche Förderungen von energetischen Sanierungsmaßnahmen überfällig. Die Bundesregierung muss auch finanzielle Anreize bei Einzelmaßnahmen setzen. weiterlesen…

Woidkes wundersamer Wandel vor der Wahl

Vom Kohle-Gläubigen zum Erneuerbaren-Vorreiter

Den Wandel des Dietmar Woidke (SPD) vom Fossil zum Klimapolitiker beschreibt Jens Anker am 27.08.2019 in der Berliner Morgenpost: Kaum ein Thema beschäftige Brandenburg vor der Wahl mehr als der anstehende Wandel im Lausitzer Braunkohlerevier. Dessen Landesvater habe viel zu lange auf die Kohle gesetzt: Bis weit in die 40er-Jahre sei die Kohleförderung noch notwendig – schon allein wegen der fehlenden Speichermöglichkeiten für Erneuerbare Energien. Doch dann einigte sich die Kohlekommission des Bundes nach zähen Verhandlungen auf den Kohleausstieg bis spätestens 2038, wenn’s geht, gar früher. Jetzt „hat das Brandenburger Kohlerevier Gewissheit – und Woidke muss umdenken“. weiterlesen…

Corporate Green-PPAs immer interessanter

dena-MARKTMONITOR 2030 mit Umfrage zu Perspektiven nachfragegetriebener Stromlieferverträge bis 2030

Unterschiedlichste Industriebranchen, Gewerbe und andere Großabnehmer können sich mit Stromlieferverträgen, sogenannten Corporate Green Power Purchase Agreements (PPAs – siehe solarify.eu/ppa-power-purchase-agreement), langfristig mit Grünstrom versorgen. Damit sind sie ein perspektivisch wichtiges Instrument für die integrierte Energiewende. Fallende Gestehungskosten für Erneuerbare Energien, steigende Strompreise und höhere CO2 Preise sind Treiber dieser Entwicklung. Doch bislang sind empirische Daten zu PPAs kaum vorhanden. weiterlesen…

Auslaufende Förderung bedroht Wind-Parks

Ein Vorschlag zur Rettung von Michael Bauchmüller (SZ)

Nach 20 Jahren wird Ende 2020 für Hunderte Windparks die Förderung auslaufen. Damit sie weiter grünen Strom produzieren können wird eben über direkte Verträge zwischen Unternehmen und Windparks nachgedacht, teils bereits verhandelt – sie könnten vielen das Überleben sichern. Laut Süddeutscher Zeitung sehen einer dena-Umfrage zufolge (siehe: solarify.eu/corporate-green-ppas-immer-interessanter) 86 Prozent der befragten Firmen darin ein Modell, um Erneuerbare Energien zu finanzieren. Daimler mache den Anfang. Der Autokonzern wolle von 2022 an seine Werke weitgehend mit Ökostrom betreiben. weiterlesen…

BESSY II: Schnelle Elektronik für Datenerfassung

Physiker entwickeln „Zeitmaschine“ für Materialforschung

Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München wollen eine schnelle Elektronik für die Datenerfassung an BESSY II entwickeln. BESSY II ist eine deutschlandweit einmalige Forschungsanlage am Helmholtz-Zentrum Berlin, mit der sich Röntgenstrahlung erzeugen lässt, deren Energie und Polarisation exakt eingestellt werden kann. Herzstück ist ein Teilchenbeschleuniger, der Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit bringt. Diese durchlaufen einen Speicherring mit Magneten, wobei Röntgenblitze entstehen. Die neue Elektronik soll es ermöglichen, die Signale aller während des Experiments anfallenden entstehenden Röntgenblitze aufzuzeichnen. Dadurch sollen Forschende die Daten umfangreicher auswerten können – auch im Nachhinein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro. weiterlesen…

Welt: Solar-Abfall wird zum Problem – wirklich?

„Deutschland hat ein 200.000 Tonnen schweres Solarmüll-Problem“ – Solarify mit Übersicht übers PV-Recycling

Erstaunlicherweise lief der Beitrag der Welt unter der Rubrik „Finanzen/Immobilien/Geld“, allerdings mit leicht angestaubten Zahlen (die ihrerseits weder auf der Webseite des Umweltministeriums noch sonstwo im Internet zu finden sind): “ Je mehr Photovoltaik-Anlagen auf deutschen Dächern liegen, umso mehr werden auch entsorgt. Jüngsten Zahlen des Bundesumweltministeriums zufolge sind 2016 allein aus privaten Haushalten 9167 Tonnen Photovoltaik-Müll angefallen“. In Wirklichkeit wartet ein Mega-Markt. weiterlesen…