Power-to-X-Technologien: Erneuerbaren Wasserstoff mit weniger Strom erzeugen

ZSW erforscht Kombination von Biomasse-Verbrennung mit Hochtemperatur-Elektrolyse

Der steigende Anteil von erneuerbarem Strom im Netz macht künftig Speicher erforderlich. Besonders vielversprechend ist die Umwandlung des fluktuierenden Ökostroms in chemische Energieträger oder Rohstoffe. Diese Power-to-X-Verfahren wollen Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) jetzt auf zwei Beine stellen: Zu diesem Zweck planen sie, eine Hochtemperatur-Biomasseverbrennung mit einer Hochtemperatur-Elektrolyse zu kombinieren. Ziel ist ein reduzierter Strombedarf bei der Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff – dem Ausgangsstoff für alle chemischen Power-to-X-Speichermedien. (Foto: Derzeit wird der Versuchsstand am ZSW aufgebaut – Foto © ZSW) weiterlesen…

Preiswerte Speicher für das Energie- und Verkehrssystem der Zukunft

DLR-Querschnittsprojekt GigaStore startet

Wie lassen sich große Energiemengen schnell, preiswert und gegebenenfalls auch über einen längeren Zeitraum speichern? In dem Querschnittsprojekt GigaStore arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an der Weiterentwicklung von Strom- und Wärmespeichern für jeden Einsatzbereich. Zudem werden Methoden für Computersimulationen erarbeitet, mit denen die Wissenschaftler neue Speichertechnologien schneller entwickeln und erproben werden können. Insgesamt forschen elf DLR-Institute übergreifend an dem Projekt, das eine Laufzeit von vier Jahren und ein Finanzvolumen von zirka 13 Millionen Euro hat. weiterlesen…

Vom Dach ins Auto: Solarenergie fürs E-Mobil spart Geld und schont das Klima

Für 1 € zur Arbeit und zurück nach Hause – ein Modell mit vielen Vorzügen für alle

75 Prozent können Pendler an Fahrtkosten sparen, wenn Sie mit einem solargeladenen Elektroauto zur Arbeit pendeln statt mit einem Benziner oder Diesel. Mehr als 4,5 Millionen Erwerbstätige pendeln täglich in NRW, davon 70 Prozent mit dem Auto: Die finanziellen und ökologischen Einsparpotenziale sind enorm. Denn Elektroautos, die mit erneuerbarer Energie angetrieben werden, fahren emissionsfrei. Das schone das Klima und führe unmittelbar zu einer besseren Luftqualität und reduziert die Lärmbelastung in den Innenstädten, empfiehlt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) in seiner Pressemitteilung vom 09.08.2018. weiterlesen…

Hohe Solarstromproduktion sorgt für stabile Versorgung

Solaranlagen werden zu unverzichtbarer Stromquelle

Die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen produzierten im Juli 2018 6,7 Terawattstunden Solarstrom und stellten damit einen neuen Allzeitrekord auf. Das berichten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme ISE. Mit einem Anteil von 15,1 Prozent an der Stromerzeugung lag im Juli die Photovoltaik vor der Kernkraft (13,8 Prozent). Da Kern- und Kohlekraftwerke aktuell ihre Leistung drosseln, um die Erhöhung der Wassertemperatur durch das eingeleitete Kühlwasser zu begrenzen, erfüllt die Photovoltaik eine wichtige netzstabilisierende Funktion. (Grafik: © Fraunhofer ISE, B. Burger – Quelle Energy-Charts) weiterlesen…

Rohstofferkundung aus der Luft

Forscher testen neue Methoden

Rohstoffsensor ©Copyright: Geotech Ltd.Im Erzgebirge erproben Forscher unter Führung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) innovative Technologien zur Erkundung von Rohstoffen aus der Luft. Im europäischen Verbundprojekt INFACT („Innovative, Non-invasive and Fully Acceptable Exploration Technologies“) entwickeln sie gemeinsam mit Partnern aus der Industrie umweltschonende und sozialverträgliche Methoden zur Rohstofferkundung. Vom 12. bis 22. August sind die Flüge für das erste Testprogramm geplant. Das HIF gehört zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und arbeitet eng mit der TU Bergakademie Freiberg zusammen. (Foto: Rohstoffsensor – Copyright: Geotech Ltd.) weiterlesen…

Umweltfreundlich kühlen und heizen mit Grundwasserspeichern

Geowissenschaftler erforschen Möglichkeiten der Wärme- und Kältespeicherung in Aquiferen

Wer wünscht sich in diesem Rekordsommer 2018 kein gekühltes Heim oder Büro? Aber Klimaanlagen kosten eine Menge Energie und sind damit alles andere als umweltfreundlich. Energiesparende Alternativen analysieren Forscher des Projekts GeoSpeicher.bw, das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert wird. Die Wissenschaftler untersuchen zum Beispiel das Speichern und spätere Wiederabrufen von Wärme und Kälte in unterirdischen wasserführenden Schichten – den sogenannten Aquiferen. (Foto © Paul Fleuchhaus, KIT) weiterlesen…

Aus heimischen Komplex-Erzen Metalle gewinnen

Forscher wollen Erzgebirge als Rohstofflager nutzen

Europäische Rohstoffexperten wollen im sächsischen Freiberg zeigen, dass sich aus komplex zusammengesetzten Erzen wichtige Metalle wirtschaftlich gewinnen lassen. Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und seine Partner sowie das Verbundprojekt FAME entwickelten mittels Rohstoffanalysen und Computersimulationen ein neues Konzept zur Aufbereitung der Wertstoffe. In einem Pilotversuch mit 150 Tonnen Erz aus der Lagerstätte Hämmerlein-Tellerhäuser im Erzgebirge wollen sie das Konzept nun testen. (Foto – © HZDR) weiterlesen…

NABU: Klimakrise erfordert Umbau der Ökosysteme

Präsident Tschimpke: Hoch intensivierte Landwirtschaft gefährdet Insekten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert eine zügige Neuausrichtung in der Agrar-, Klima- und Naturschutzpolitik, um die Erdüberhitzung zu stoppen und auf die Folgen der Klimakrise zu reagieren. „Dieser Sommer lässt ahnen, wie sich das Klima verändert. Auch wenn die Komplexität des Klimasystems keine punktgenaue Vorhersagen zulässt, eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit von Extremwetter-Ereignissen wird zunehmen. Sommer wie dieser werden in Zukunft wahrscheinlicher und damit Dürren, Hochwasser und Starkregen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Vorstellung des NABU-Jahresberichts 2017 am 08.08.2018 in Berlin. weiterlesen…

Auf dem Weg in die „Heißzeit“?

Planet könnte kritische Schwelle überschreiten

Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen. Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen bleibt ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Dies diskutiert ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer Studie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Wie das Potsdam-Institut für Klimafolgendorschung (PIK) mitteilte, wäre eine solche Heißzeit langfristig durch etwa 4° C bis 5° C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10m bis 60m. Der Übergang zu einer emissionsfreien Weltwirtschaft müsse deshalb deutlich beschleunigt werden, mahnen die Autoren. weiterlesen…

E-Autos kommen nicht vom Fleck

Zuckerbrot oder Peitsche – was bringt Elektroautos auf die Straße?

540 Mio. € Elektroauto-Förderungen drohen ungenutzt zu verpuffen, der CO2-Ausstoß steigt: Dieselskandal und Fahrverbote treiben Nachfrage nach Benzinern und nicht nach Elektroautos. Eine Endkunden-Studie des Münchner Strategie- und Marktforschungsberatungsunternehmens mm customer strategy zeigt, dass bei privaten Pkw-Neuzulassungen bis 2022 ein Elektroanteil von 25 % (~300.000 Elektroautos) möglich ist – wenn Fördermaßnahmen sinnvoll kombiniert und optimiert werden. weiterlesen…