„Zeitenwende bei der Strom-Versorgungssicherheit“

Gabriel: 12 Nachbarstaaten wollen Versorgungssicherheit künftig europäisch denken  – BBH kritisch

Der Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat am 08.06.2015 am Rand des EU-Energieministerrates in Luxemburg gemeinsam mit mehreren europäischen Staaten zentrale politische Erklärungen zur verstärkten regionalen Kooperation im Bereich der Strom-Versorgungssicherheit unterzeichnet. Eine Mitteilung des BMWi. weiterlesen…

Umstrittene CO2-Kompensationen schützen Klima

Freiwillige Kompensationszahlungen für privaten CO2-Ausstoß tragen zum Klimaschutz bei

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universitäten Kassel und Hamburg. Damit widerlegen sie die verbreitete These, wonach es sich bei diesem sogenannten CO2-Offsetting um bloßen Ablasshandel für Klimasünden handelt, der sogar negative Effekte für das Klima haben könnte.
Während Energiesparen und der Kauf von energieeffizienten Haushaltsgeräten längst alltäglich geworden sind und kaum hinterfragt werden, sind freiwillige Kompensationszahlungen für selbstverursachte CO2-Emissionen – zum Beispiel zur Finanzierung von Aufforstungsprojekten – noch wenig verbreitet. Kritiker befürchteten, dass durch solche CO2-Kompensationen ein „Ablasshandel“ einsetzen würde, der als Rechtfertigung für klimaschädlicheren Konsum missbraucht werden könnte. Wissenschaftler der Universitäten Kassel und Hamburg finden nun anhand neuer Untersuchungen keine Bestätigung für diese Befürchtungen. Im Gegenteil: „CO2-Offsetting ist definitiv kein Ablasshandel, sondern ermöglicht den Ausgleich von schwer vermeidbaren Emissionen, was insgesamt zu mehr Klimaschutz führen sollte“, sagt der Leiter des Fachgebiets Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel, Prof. Andreas Ziegler. weiterlesen…

Top Fünf der energetischen Modernisierung

dena: Hausbesitzer setzen auf Einzelmaßnahmen wie Heizungstausch, Fenstererneuerung und Wärmedämmung

Schritt für Schritt statt alles auf einmal: Um die eigenen vier Wände energieeffizient zu modernisieren, nimmt die Mehrzahl der Hausbesitzer in Deutschland nicht gleich eine Komplettsanierung in Angriff, sondern setzt auf sogenannte Einzelmaßnahmen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat jetzt die Förderstatistik der staatlichen KfW-Bank ausgewertet. weiterlesen…

Bundestag: Experten wollen Änderungen beim Fracking

Gesetzliche Regelung umstritten

Die Pläne der Bundesregierung, die Erdgasfördermethode Fracking in Deutschland gesetzlich zu regeln und die Förderung unkonventionellen Erdgases oberhalb von 3.000 Metern Tiefe zu verbieten, sind unter Experten umstritten. In einer dreistündigen öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses am 08.06.2015 begrüßten die Vertreter des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände sowie der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) zwar grundsätzlich den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie (18/4713), mahnten jedoch Verbesserungen in zahlreichen Punkten an. weiterlesen…

Greenpeace – „G7: 100 Prozent Erneuerbare!“

Kilometerbreite Laserprojektion
Widersprüchliches Echo auf
G7-Ergebnis
Greenpeace lobt – BUND skeptisch – Hendricks freut sich

Während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau demonstrierten am 08.06.2015 vor Tagesanbruch 25 Greenpeace-Aktivisten mit einer 1.000 Meter breiten Laserprojektion für mehr Klimaschutz durch eine globale Energiewende. Auf dem Zugspitzmassiv in unmittelbarer Nähe von Elmau forderten die Umweltschützer in den Abendstunden in riesigen grünen Lettern: „G7: 100 Prozent Erneuerbare Energien!“ weiterlesen…

VDE-Studie „Batteriespeicher in der Mittel- und Niederspannungsebene“

Bis 2025 wirtschaftlicher Betrieb von Batteriespeichern möglich

In der Studie werden Speicheranwendungen in der Nieder- und Mittelspannungsebene in Deutschland für den Zeithorizont bis zum Jahr 2025 betrachtet. Diese Studie beschrankt sich auf Batteriespeicher, die elektrische Energie aufnehmen und wieder abgeben. Diese Speicher können sowohl an Netze der allgemeinen Versorgung als auch an geschlossene Verteilernetze oder an Kundenanlagen angeschlossen sein. Die Wirtschaftlichkeit der untersuchten Batteriespeicheranwendungen wurde auf Basis heute gültiger Rahmenbedingungen untersucht und mit den heute gebräuchlichen Alternativen verglichen. In einem konservativen Ansatz wurden zusätzlich erzielbare Erlöse durch mögliche Mehrfachnutzungen der Speichersysteme sowie volkswirtschaftliche Aspekte nur ansatzweise berücksichtigt. Aufgrund des gewählten Zeithorizonts und entsprechend den Ergebnissen der vorangegangenen VDE-Studie „Energiespeicher für die Energiewende – Speicherungsbedarf und Auswirkungen auf das Übertragungsnetz für Szenarien bis 2050“ aus dem Jahr 2012, wurden Langzeitspeicher, Power-to-Gas und Power-to-Liquid Anwendungen in der vorliegenden Studie nicht in die Betrachtung einbezogen. Ebenfalls nicht betrachtet wurde der Verkehrssektor, der mittel- bis langfristig eine relevante Energiespeicheroption darstellen kann. Die Option „Strom-zu-Wärme“ wird aktuell in einer separaten VDE-Studie behandelt. weiterlesen…

GLS-Chef sieht EnBWs Prokon-Pläne kritisch

Soll Prokon den Stromkonzern EnBW retten?

Die GLS Bank („Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“) setzt sich für die Umwandlung des Windparkbetreibers Prokon in eine Genossenschaft ein. Sie hat seit der Insolvenz im Januar 2014 mehrere Zeichner von Genussrechten sowie Die Freunde von Prokon e.V. beraten, ein Zusammenschluss von mehr als 10.000 Anlegern. Aufgrund der jüngsten Berichterstattung meldet sich GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg zu Wort: Er sieht eine Übernahme durch EnBW (Solarify berichtete über die Pläne) kritisch. weiterlesen…

Greenpeace: G7 dürfen nur noch wenig CO2 ausstoßen

2-Grad-Grenze nur mit drastischen CO2-Einsparungen zu erreichen – China gibt G7 mit deutlichem Kohlerückgang Richtung vor

Wenn sie die 2-Grad-Grenze nicht überschreiten wollen, müssen die G7-Staaten ihren Ausstoß von Treibhausgasen rasch und deutlich senken. Dazu müssen sie die besonders klimaschädliche Kohleverstromung deutlich reduzieren. Dies zeigen Berechnungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace zum Beginn des G7-Gipfels am 07.06.2015. Auf ihren Anteil an der Weltbevölkerung umgelegt, stehen den G7-Staaten noch etwa zehn Prozent des globalen CO2-Budgets (565 Mrd. t) zu, das noch in die Atmosphäre gelangen darf. Auf Basis ihrer jüngsten Jahresemissionen werden die G7-Staaten dieses anteilige CO2-Budget von 60 Mrd. t in weniger als sieben Jahren aufgebraucht haben. „Wenn die G7 weiter Anspruch auf eine Führungsrolle in der Welt erheben wollen, müssen sie jetzt einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Kohle vorlegen“, sagt Greenpeace-Klimaexperte Tobias Münchmeyer. weiterlesen…

Biodiversitäts-Forderungen Teil der offiziellen Regierungs-Argumentation

Wichtiges Thema beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau

Beim G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau stehen neben der globalen Wirtschaft drängende Themen wie Einwanderungs-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik auf der Agenda. Wissenschaftliche Politikberatung gewinnt dabei an Bedeutung. Für eine breitere Einbindung gesellschaftlich wichtiger Themen werden seit zehn Jahren die Treffen von den Wissenschaftsakademien dieser Länder begleitet. Unter Federführung der Nationalen Akademie Leopoldina wurden Stellungnahmen zu Antibiotikaresistenzen, Tropenkrankheiten und Zukunft der Meere erarbeitet — alles Themen, bei denen die biologische Vielfalt eine entscheidende Rolle spielt (Solarify berichtete). Die als Autorin beteiligte Tiefseeökologin Prof. Antje Boetius berichtet im NeFo-Interview (netzwerk-forum zur biodiversitätsforschung deutschland) über ihr Erstaunen, welch weitgehende Forderungen in den Berichten nicht nur akzeptiert sondern auch in die offizielle Argumentation der Bundesregierung übernommen wurden. weiterlesen…

Stimmen zum Klimawandel aus 82 Ländern

Internationaler Bürgerdialog

Das Bundesumweltministerium lud 100 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger dazu ein, in einem Bürgerdialog ihre Meinung zum internationalen Klimaschutz in die Debatte einzuspeisen. Parallel zur deutschen Veranstaltung am 06.06.2015 in Berlin fanden weitere Klimadialoge in allen Teilen der Welt statt. weiterlesen…