EE machen Deutschland krisenfest

BEE legt Vorschläge für nachhaltiges Konjunkturprogramm vor

„Deutschland kann gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, wenn wir für unsere Volkswirtschaft den zukunftsfähigen Neustart organisieren. Erneuerbare Energien spielen dafür die entscheidende Rolle, denn sie sorgen einerseits für Innovation, zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit und sind andererseits das effizienteste Instrument gegen die Klimakrise, deren Folgen wir zunehmend spüren. Wenn die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Sektoren beschleunigt, können diese ihr volles Potenzial in einem gekoppelten Energiesystem entfalten. Anstatt fossile Technologien der Vergangenheit weiter zu befördern, müssen wir jetzt den innovationsstarken Aufbruch in die moderne CO2-freie Energiewirtschaft sichern. Dafür besteht jetzt die Chance. Die Bundesregierung muss anpacken“, fordert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.. „Es ist erfreulich, dass auch aus der Bundesregierung Stimmen kommen, die auf eine nachhaltige Ausrichtung staatlicher Investitionen pochen. Dabei darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.“ weiterlesen…

Nur mit gezieltem Zuschuss aus dem Bundeshaushalt …

… kann Bundesregierung Rekordanstieg der EEG-Umlage 2021 noch verhindern

Ohne aktives politisches Handeln dürfte die Ökostromumlage im nächsten Jahr auf 8,6 Cent je Kilowattstunde steigen und damit Haushalte zusätzlich belasten. Ein Zuschuss aus dem Bundeshaushalt von fünf Cent je Kilowattstunde als Teil des Corona-Konjunkturpakets könnte die EEG-Umlage hingegen in etwa halbieren und somit die Haushalte bei der Bewältigung der Corona-Krise entlasten. Das ist ein Vorschlag von Agora Energiewende. weiterlesen…

ENERGIETAGE 2020 – „Digitaler Sommer der Energiewende“ eröffnet

Energiewende und Klimaschutz unter den Bedingungen von Corona – Anmelde-Rekord

Wie geht es weiter mit Energiewende und Klimaschutz in Zeiten von Corona? Das ist eine der Leitfragen der Berliner ENERGIETAGE 2020, die am 26.05.2020 von Jürgen Pöschk, Initiator und Hauptveranstalter der ENERGIETAGE eröffnet wurden. Pöschk startete den Digitalen Sommer der Energiewende.mit dem eindrücklichen Appell, die Klimaziele müssten eine zentrale Rolle bei der künftigen Ausgestaltung von Investitions- und Konjunkturprogrammen spielen. „Lassen Sie uns die nächsten Wochen auch dazu nutzen, als Energietage-Community zusammenzuwachsen und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Energiewende in Deutschland zu setzen“, so Pöschk. weiterlesen…

Schulze: Konjunkturmaßnahmen müssen Beschäftigung, Innovation und Klimaschutz dienen

Studie benennt sozial-ökologische Impulse für Konjunkturpolitik

Konjunkturmaßnahmen zur Erholung der Wirtschaft im Zuge der Coronakrise können so gestaltet werden, dass sie zugleich dem Klimaschutz dienen. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die das Bundesumweltministerium bei vier Wirtschaftsforschungsinstituten in Auftrag gegeben hat. Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellte die Studie am 25.05.2020 zusammen mit den Wissenschaftlern in der Bundespressekonferenz vor. weiterlesen…

BGH-Urteil: VW muss für Dieselbetrug zahlen

Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt

Das erste höchstrichterliche Urteil in Sachen Betrugsdiesel kann Volkswagen teuer zu stehen kommen: Der unter anderem für das Recht der unerlaubten Handlungen zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat einer Medienmitteilung zufolge am 25.05.2020 entschieden, dass dem Käufer eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehenen Fahrzeugs Schadensersatzansprüche gegen VW zustehen. Er kann Erstattung des für das Fahrzeug gezahlten Kaufpreises verlangen, muss sich aber den gezogenen Nutzungsvorteil in Form der gefahrenen Kilometer anrechnen lassen und VW das Fahrzeug zur Verfügung stellen. Die Süddeutsche Zeitung urteitle: „Das Urteil verbessert schlagartig die Erfolgsaussichten für alle Volkswagen-Kunden, die immer noch für ihr Recht kämpfen – und um ihr Geld.“ weiterlesen…

Zementherstellung endlich CO2-reduziert?

Viele Bemühungen

Hoffmann Green Cement Technologies (HGCT), ein seit kurzem an der Börse Euronext notiertes französisches Cleantech-Unternehmen, hat rund 65 Millionen Euro eingesammelt, und seinen Aktionären versprochen, seine Zement-Produktion zu steigern und gleichzeitig die CO2-Emissionen um den Faktor 5 zu reduzieren. Allein China verbaut 2,4 Milliarden Tonnen Zement pro Jahr. Die deutsche Zementindustrie produziert dagegen nur einen Bruchteil: 27,5 Millionen Tonnen. Aber: Zementhersteller sind für sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Wäre die Welt-Zement-Industrie ein Land, läge sie bei den CO2-Emissionen hinter China und den USA an dritter Stelle. weiterlesen…

Neues Klimaschutz-Projekt „Constrain“

Über „Beschränken“ – nur noch 985 Gt CO2 – oder weniger

Das Pariser Abkommen von 2015 legt einen Welt-Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C fest und fordert gleichzeitig, die Bemühungen zur Begrenzung auf 1,5°C fortzusetzen. Die Vorhersage, wie sich das Klima in den nächsten 20-50 Jahren verändern wird, sowie die Festlegung der Emissionspfade, welche die Welt auf den richtigen Weg bringen und auf Kurs halten werden, erfordert jedoch ein besseres Verständnis dafür, wie verschiedene menschliche und natürliche Faktoren das Klima beeinflussen. Das von der EU finanzierte CONSTRAIN(=“Beschränken“, „Zwingen“)-Projekt, ein Konsortium von 14 europäischen Partnern, entwickelt ein besseres Verständnis dieser Variablen, speist sie in Klimamodelle ein, um die Unsicherheiten zu verringern, und erstellt verbesserte Klimaprojektionen für die nächsten 20-50 Jahre auf regionaler und globaler Ebene. weiterlesen…

Meereis-Schmelze ermöglicht früheren LNG-Transport über Arktis-Route

Klimawandel-Folgen

Weil das normalerweise die Route blockierende arktische Meereis taut, verschifft Russlands größter Flüssiggasförderer Jamal seinen Brennstoff mehr als einen Monat früher als bisher üblich über die Arktis nach China – zitiert Climatewire einen Artikel von und auf Bloomberg Green vom 19.05.2020. Die „Christophe de Margerie“, ein Schiff der Atomeisbrecherklasse, welches das von Novatek PJSC geführte Jamal-LNG-Projekt bedient, verließ am 18.05.2020 die Förderanlage im nordrussischen Sabetta und fährt nun über den sogenannten Nördlichen Seeweg nach Osten, wie aus den Schiffsverfolgungsdaten auf Bloomberg hervorgeht. (Foto: Eisbären auf dem arktischen Meereis – © Dirk Notz) weiterlesen…

Initiative GET H2: Energiewende mit Wasserstoff

36 Unternehmen und Institutionen als Partner

Den Kern für eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur etablieren, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende möglich zu machen will die im März gegründete Initiative GET H2. Dahinter stehen Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien und ihre Markteinführung voran und planen die Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff. weiterlesen…

Klimaschutz JA – Persönlich einschränken NEIN

TechnikRadar 2020 zeigt: Biokunststoff und Biosprit aus Reststoffen finden Zuspruch, Laborfleisch und grüne Gentechnik werden abgelehnt

70,2 Prozent der Deutschen finden, Deutschland sollte beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Dass der Umweltschutz eine Einschränkung des Konsums erfordert, meinen sogar 74,4 Prozent der Befragten. Das zeigt das „TechnikRadar 2020“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Körber-Stiftung. Neben allgemeinen Einstellungen zu Technik, fragt die repräsentative Studie 2020 ab, was die Deutschen über „Bioökonomie“, also ökologisch nachhaltige Innovationen, denken. Während allgemeine Ziele zum Umwelt- oder Klimaschutz in Deutschland Zuspruch finden, sind persönliche Einschränkungen und Verbote unter den Befragten wenig populär: Höhere Steuern auf fossile Brennstoffe würde nur ein Drittel begrüßen (35 Prozent). Ähnlich wenige befürworten die Einschränkung des privaten Autoverkehrs (33,4 Prozent) – und fast genauso viele Deutsche (29,5 Prozent) lehnen dies ab. weiterlesen…