Erneuerbare verringern Potenzial, dass Energie als Machtmittel missbraucht wird

Rede von Außenminister Heiko Maas bei der Eröffnung des vierten Berlin Energy Transition Dialogue

Außenminister Heiko Maas und Wirtschaftsminister Peter Altmaier eröffneten am 17.04.2018 den vierten Berlin Energy Transition Dialogue im Auswärtigen Amt. Zu der zweitägigen Konferenz unter dem Motto „towards a global Energiewende“ kamen hochrangige Delegationen aus 40 Ländern – insgesamt rund zweitausend Gäste aus mehr als 95 Ländern – um Strategien für eine intelligente Transformation des Energiesystems, des Verkehrssektors und der Wärmeversorgung zu entwickeln. Solarify dokumentiert die Rede des frischgebackenen Außenministers. weiterlesen…

Shell will grün werden

Aufbruch in kohlenstoffarme Zukunft

Der Öl- und Gaskonzern Shell veröffentlichte am 12.04.2018 in den Niederlanden und in England den bislang aussagekräftigsten Text über seine kohlenstoffarme Zukunft – den Shell Energy Transition Report – und verpflichtete sich, die Emissionen bis 2050 um 50% zu senken und bis 2070 netto Null anzusteuern. Biotreibstoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Solarify reagiert leicht skeptisch. weiterlesen…

Rechnungshof rügt Regierung

„Kein Überblick über finanzielle Auswirkungen der Energiewende“

Der Finanzausschuss des Bundestags beriet am 20.04.2018 über eine harte Kritik des Bundesrechnungshofs daran, wie das Bundeswirtschaftsministerium die Energiewende händelt, vor allem, dass „das BMWi bislang seine Rolle als Gesamtkoordinator nicht wahrnimmt. Weder hausintern noch ressortübergreifend oder mit den Ländern findet ein koordinierter Austausch statt. Elementare Fragen wie ‚Was kostet die Energiewende den Staat?‘ oder ‚Was sollte die Energiewende den Staat kosten?‘ werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet.“ Relativ vernichtend die lapidare Feststellung: „Das federführende BMWi hat nach eigenen Angaben keinen umfassenden Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende“. Vielmehr schieben die Ministerien einander zu. weiterlesen…

25 Kinder prozessieren gegen Kolumbiens Regierung – mit Erfolg

Das Amazonasbecken muss vor weiteren Rodungen geschützt werden

Wie auf dem Climate Law Blog des Sabin Center der Columbia Law School jetzt zu lesen war, haben Ende Januar 25 Jugendliche und Kinder die kolumbianische Regierung verklagt, weil sie ihr Recht auf Gesundheit, Nahrung, Wasser und eine gesunde Umgebung bedroht sehen. Die Kläger argumentieren, dass der Klimawandel diese Rechte angreife, und dass die Regierung die Schuld daran trage, weil sie ihrer Aufgabe, den Urwald zu schützen nicht nachkomme, sondern im Gegenteil, diesen durch ihr Verhalten schädige. Durch die Abholzung des Amazonas seien die CO2-Emissionen gestiegen. Das Oberste Gericht Kolumbiens gab den Jugendlichen nun Recht. Im Prozess gegen einen Staat wurde die Amazonas-Region als juristische Person anerkannt, der kein Schaden zugefügt werden dürfe, sonst drohe Strafe. Nicole Weinhold beschreibt die Hintergründe dieses historischen Urteils für ERNEUERBARE ENERGIEN. weiterlesen…

„Primärenergieverbrauch sinkt deutlich“

ExxonMobil-Energieprognose Deutschland 2018 – 2040

Die Energieprognose von ExxonMobil beschreibt die langfristige Einschätzung des deutschen Primärenergieverbrauchs bis 2040 durch den Mineralölkonzern. Die Ergebnisse dienen ihm nach eigenen Angaben als Entscheidungshilfe für langfristig angelegte Investitionen. Zugrunde liegen fundierte Rahmendaten, Analysen und Hochrechnungen. Die Prognose wird regelmäßig aktualisiert. weiterlesen…

„Ein einfaches Instrument, das wirklich funktioniert“

Berliner Energiedialog: Europäer dennoch uneins über CO2-Mindestpreise

Während Frankreich auf EU-Ebene auf die Einführung eines CO2-Mindestpreises drängt und Verbündete sucht, sieht Polen neue Energiespeichertechnologien als Schlüssel zu einer erfolgreichen europäischen Klimapolitik. Das ETS begrenzt die Emissionen von rund 12.000 Kraftwerken, Fabriken und Fluggesellschaften und zwingt sie dazu, für Verschmutzungen zu bezahlen. Der Preis für CO2-Zertifikate sei zwar gestiegen, aber nach wie vor zu niedrig, um ernsthafte Umwelteffekte zu erzielen, wie Claire Stam für EURACTIV.com am 19.04.2018 berichtete. weiterlesen…

Neuer Maritimer Koordinator setzt auf LNG als alternativen Schiffskraftstoff

Brackmann: Reduzierung von Emissionen auch für Schiffverkehr zentrales Thema

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (MdB), besuchte einer BMWi-Medienmitteilung zufolge am 19.04.2018 gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, und dessen Wirtschaftsminister Bernd Buchholz das Flüssigerdgasterminal GATE in Rotterdam. Ein Konsortium der auch an GATE beteiligten Unternehmen Gasunie und Vopak plant unter dem Namen German LNG Terminal GmbH Errichtung und Betrieb des ersten deutschen LNG-Importterminals in Brunsbüttel. Der Besuch war auch Auftakt für die nächsten konkreten Schritte zur Realisierung. weiterlesen…

Irena mit Energiewendekommission

Weltweite Erforschung des Wandels hin zu Erneuerbaren

„Global Commission on the Geopolitics of Energy Transformation“ heißt ein am 18.04.2018 in einer Pressekonferenz im Rahmen des Berlin Energy Transition Dialogues vorgestelltes neues IRENA-Gremium mit 21 international bekannten „globalen Führungskräften aus den Bereichen Energie, Außenpolitik, Handel, Entwicklung und Wirtschaft“ (darunter IRENA-Chef Adnan Amin und der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer). weiterlesen…

Bald CO2-freie Stahlerzeugung dank „H2FUTURE“?

Linz: Weltgrößte Wasserstoff-Pilotanlage

H2 grün - SymbolWeitgehend CO2-freie Stahlerzeugung könnte bald möglich werden – unter Einsatz von Wasserstoff. Dazu fördert die EU zu zwei Dritteln das 18-Millionen-Euro-Forschungsprojekt „H2FUTURE“ eines Konsortiums aus Voestalpine, Siemens, der österreichischen VERBUND AG sowie Austrian Power Grid und den Wissenschafts-Partnern K1-MET (Kompetenzzentrum für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung) und ECN (Energy Research Centre of the Netherlands). Am 17.04.2018 wurde am Standort der Voestalpine in Linz offiziell der Bau der weltweit größten Pilotanlage zur Herstellung von „grünem“ Wasserstoff begonnen. H2FUTURE als Projekt startete am 01.01.2017 und soll 45 Jahre (!) dauern. weiterlesen…