Effiziente Energiewende braucht Wind- und Solarenergie

Technologieneutrale Auktionen ungeeignet für ausgewogenen Mix aus Windkraft und Solarenergie

Erstmals wird aktuell der Bau von Windenergieanlagen an Land und Solarparks in einem gemeinsamen Verfahren durch die Bundesnetzagentur ausgeschrieben. Dabei treten beide Technologien in einem Kostenwettbewerb gegeneinander an. Unabhängig vom für Anfang April erwarteten Ausgang dieses Pilotverfahrens weisen der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. und der Bundesverband WindEnergie e.V. gemeinsam auf die hohe Bedeutung eines ausgewogenen Mix Erneuerbarer Energien hin. Rückendeckung erhalten sie dabei von einer aktuellen Analyse des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der die Wetterdaten der vergangenen 20 Jahre untersucht hat. Demnach kann der kombinierte Einsatz von Photovoltaik sowie Windkraft an Land und auf See die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien stabilisieren. weiterlesen…

Bis 2030 deutlich mehr Erneuerbare Energien möglich


ISI-Studie: 35 Prozent EE-Anteil am Gesamt-Energieverbrauch realistisch

Die Europäische Union strebt an, bis 2030 einen Anteil von 27 Prozent Erneuerbaren Energien (EE) am gesamten Energieverbrauch zu erreichen. Im Jahr 2016 belief sich dieser auf rund 17 Prozent, wie in der Publikation The State of Renewable Energies in Europe – Edition 2017 ersichtlich ist. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat für die Studie Renewable Energy Directive Target zusammen mit Enerdata und SQ Consult untersucht, welche Auswirkungen ein höherer Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf Wirtschaft und Gesellschaft hätte. Um die Möglichkeiten für einen EE-Anteil von 30 bis 35 Prozent zu prüfen, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 30 Studien ausgewertet. weiterlesen…

Jede zweite Art vom Aussterben bedroht

Bei Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze würde „nur“ jede vierte verschwinden

Bis zur Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in den weltweit bedeutendsten Naturregionen wie dem Amazonas, Madagaskar, den Miombo-Wäldern im südlichen Afrika und Südwestaustralien werden mittelfristig dem Klimawandel zum Opfer fallen – so das düstere Ergebnis einer vom WWF in Auftrag gegebenen (und in der Wissenschaftszeitschrift Climatic Change veröffentlichte) Studie der Universität East Anglia in Großbritannien und der James Cook University (Australien). Sollte die menschengemachten Treibhausgas-Emissionen wie bisher weitergehen und zunehmen, würde bis 2080 jede zweite Art aus den untersuchten Gebieten verschwinden. Selbst wenn die Pariser Zwei-Grad-Grenze eingehalten würde, fiele der Rückgang der Artenvielfalt noch erheblich aus: Dann würde noch jede vierte Spezies in den Schlüsselregionen das Zeitliche segnen. weiterlesen…

Photovoltaik-Ausbau geht in allen Bundesländern voran

Berlin und Saarland sind gemessen an der Fläche Spitzenreiter

Die im AEE-Portal Föderal Erneuerbar neu veröffentlichten Daten zur Verteilung des Photovoltaik-Ausbaus in den Bundesländern zeigen, dass Solarstrom längst kein Thema mehr nur für den Süden Deutschlands ist, sondern dass mittlerweile alle Bundesländer relevante Ausbauzahlen beisteuern. Dennoch bleibt die neu installierte Gesamtleistung weiterhin hinter den Zielen der Bundesregierung zurück, wie die Agentur für Erneuerbare Energien am 14.03.2018 mitteilte. In absoluten Zahlen sind Bayern und Baden-Württemberg weiter Spitzenreiter beim Zubau, ihr Anteil ist jedoch deutlich geringer als in früheren Jahren. Gemessen an der Landesfläche wurde 2017 die meiste Solarleistung in Berlin und im Saarland installiert. weiterlesen…

Deutsche Energiewende weit abgeschlagen

Neuer Energiewende-Index von World Economic Forum und McKinsey: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Beim Thema Energiewende hat Deutschland im internationalen Vergleich seine Vorreiterrolle verloren. Trotz stabiler politischer Rahmenbedingungen und hoher Wirtschaftskraft wird das zentrale Klimaziel – die Reduktion des CO2-Austoßes bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% –klar verfehlt. Gleichzeitig liegen die Strompreise für Haushalte und Industrie in Deutschland um rund 50% über dem Durchschnitt von 114 untersuchten Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI), der am 14.03.2018 beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellt wurde. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company hat dafür in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum (WEF) den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt. weiterlesen…

Verständnis des Klimawandels wächst

30 Jahre IPCC – Jubiläumstagung hebt Klimawandel und wissenschaftliche Erkenntnisse hervor

Der Weltklimarat (IPCC), offiziell: Intergovernmental Panel on Climate Change (deutsch: Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) feierte am 13.03.2018 sein 30jähriges Bestehen mit einer Reihe von Veranstaltungen, die Fortschritte in den Klimawissenschaften und grundlegende Veränderungen im Klimasystem herausstellten. Am gleichen Tag wurde die 47. Sitzung des IPCC mit besonderen von der französischen Regierung ausgerichteten Gedenkveranstaltungen in Paris eröffnet. weiterlesen…

„Klimaklage“: RWE scheitert erneut

RWE-Anwälte haben zum zweiten Mal erfolglos versucht, den Beweisbeschluss des OLG Hamm anzufechten

Die Germanwatch übt deutliche Kritik am Verhalten der RWE AG und ihrer Anwälte in dem Verfahren Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht Hamm. In dem als „Klimaklage“ bekannt gewordenen Fall versucht das beklagte Unternehmen offenbar, die bereits im November angeordnete Beweisaufnahme so lange wie möglich zu verzögern. Das Gericht hat nach der deutlich und in vollem Umfang zurückgewiesenen ersten „Gegenvorstellung“ nun auch eine zweite „Gegenvorstellung“ klar zurückgewiesen. Gutachter für die Beweisaufnahme wurden seitens RWE jedoch nach Informationen von Germanwatch noch immer nicht vorgeschlagen. weiterlesen…

Auch dezentrale Energiewende braucht Netzausbau

Geplanter Netzausbau bleibt trotz vermehrter Speicher und Flexibilitätsoptionen notwendig

Auch eine dezentrale Stromerzeugung kommt nicht ohne die bis 2030 geplanten rund 4.000 Kilometer neuen Stromtrassen aus. Das ist die wichtigste Erkenntnis der am 13.03.2018 vorgestellten Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze – Studie über Annahmen, Narrative und Erkenntnisse“, die das Öko-Institut e.V. im Auftrag der Renewables Grid Initiative (RGI) erstellt hat. Die Studie greift damit ein heiß diskutiertes Thema auf: Insbesondere von neuen Leitungen betroffene Anwohner fragen sich, ob der Netzausbau mit einem dezentraleren Stromsystem, mehr Windkraft in Süddeutschland sowie Speichern nicht deutlich geringer ausfallen könnte. weiterlesen…

Klima-Klage gegen US-Regierung

Klimawandel-Bericht gemäß COP21 nicht vorgelegt

Eine Gruppe von Umweltschützern vom Center for Biological Diversity (CBD), einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Arizona, hat am 13.03.2018 die US-Regierung verklagt, weil sie Aufzeichnungen nicht freigegeben hatte, die hätten belegen können, warum sie ihren dem Welt-Klimapakt zufolge fälligen Bericht nicht eingereicht hat. Denn im Pariser Abkommen COP21 haben sich die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht vorzulegen, in dem einerseits die Treibhausgasemissionen und andererseits die Maßnahmen, den globalen Temperaturanstieg „weit unter“ 2° C zu halten, aufgeführt sind. weiterlesen…

Städte stoßen drei Viertel des Kohlendioxids aus

Studie: Erst Konsum anschauen – dann Schuld für Erderwärmung zuweisen!

Die Emissionen der Produkte, die von Stadtbewohnern in anderen Ländern gekauft werden, sollen Experten zufolge deren Emissionen zugerechnet werden. Nach den Ergebnisse der im Rahmern einer UN-Konferenz in Edmonton präsentierten Studie machen Städte schätzungsweise 75 Prozent der CO2-Emissionen aus, wobei Herstellerländer wie China und Indien zu den führenden Emittenten von Treibhausgasen zählen. weiterlesen…