30 Jahre ZSW – Forschung für die Energiewende

Am 16.03.2018 ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) 30 Jahre alt geworden

Das international anerkannte Institut spielt eine wichtige Rolle in der angewandten Forschung zu neuen Energietechnologien. Gemeinsam mit der Wirtschaft entwickeln die Wissenschaftler vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) nachhaltige Energietechnologien, die Politik erhält von ihnen Analysen zum Energiesystem. Die Schwerpunkte an den drei Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind erneuerbare Energien, Energiespeicher sowie klimafreundliche Mobilität. Der Institutsumsatz beträgt inzwischen rund 30 Millionen Euro, der größte Teil sind Drittmittel. Im Herbst begehen die Forscher den Jahrestag mit einem Festakt. weiterlesen…

Szenario 2050: Lithium und Kobalt könnten knapp werden

Mit wachsender Bedeutung von Lithium-Ionen-Batterien wächst Druck auf Ressourcen-Verfügbarkeit

Lithium und Kobalt sind wesentliche Bestandteile aktueller Lithium-Ionen-Batterien. Dass die Verfügbarkeit beider Elemente durch die erhöhte Nachfrage zunehmend kritisch werden könnte, zeigt eine aktuelle Analyse von Forschern des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU). Kobaltfreie Energiespeichermaterialien und Post-Lithium-Technologien, die auf unkritischen Elementen wie Natrium oder Magnesium, aber auch Zink, Kalzium und Aluminium basieren, eröffnen eine Möglichkeit, diesen Ressourcendruck zu verringern und langfristig zu umgehen. Diese Ergebnisse stellen die Forscher in der Zeitschrift Nature Reviews Materials vor. weiterlesen…

WWF-Hausaufgaben für Merkel

WWF sieht für neue Regierung im Klimaschutz und in der Landwirtschaft großen Handlungsbedarf – Kommentar von Eberhard Brandes

Der WWF gratulierte am 14.03.2018 der alt/neuen Kanzlerin Angela Merkel zur vierten Amtszeit. Die Umweltschutzorganisation fügte ihren Glückwünschen einen Aufgabenkatalog für die kommende Legislaturperiode hinzu. „Nach Monaten des Stillstands darf die neue Regierung keine weitere Zeit verlieren. Es gilt jetzt, die drängendsten Probleme zügig anzugehen, Klimaschutz und bessere Landwirtschaft gehören mit ganz oben auf die Agenda“, so Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand beim WWF Deutschland. weiterlesen…

Klimawandel und Flüchtlingskrise

Norbert Gstreins Buch „Die kommenden Jahre“

„Meisterhaft klar: Norbert Gstreins Roman über die Suche nach uns selbst“ nannte der Moderator Jörg Plath in Deutschlandradio Kultur den neuen Roman des österreichischen Schriftstellers. Der liebe windige Erzähler: In seinem neuen Roman „Die kommenden Jahre“ ist die Hauptfigur ein Gletscherforscher, der vor der Verantwortung flieht, nachdem seine Ehefrau eine syrische Flüchtlingsfamilie aufnimmt. weiterlesen…

Energieforschung – quo vadis?

Das Energieforschungsprogramm der Großen Koalition in Berlin – eine Analyse von Klaus Oberzig

Die neue Bundesregierung wird sich als eine ihrer ersten Amtshandlungen in der Energiepolitik das 7. Energieforschungsprogramm vornehmen. Die Vorarbeiten dazu wurden bereits im Laufe des Jahres 2017 angeschoben. Schon im vorangegangenen 6. Energieforschungsprogramm vom Dezember 2014, das laut Bundeswirtschaftsministerium „konsequent auf die Energiewende ausgerichtet“ wurde, gab es eine erste Verschiebung des Schwerpunktes hin zum Netz. Das soll verstärkt werden, wie Klaus Oberzig in der Rubrik „en detail“ für die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) am 16.03.2018 schreibt. weiterlesen…

Regierung will Forschung zu Geo-Engineering regeln

Eingriffe ins Erdklima?

Dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zufolge arbeitet die Bundesregierung an Regeln für – zumindest marines – Geoengineering. Trotz Gegensteuern sinkt der globale Treibhausgasausstoß nicht (siehe:solarify.eu/co2-ausstoss-wieder-nicht-gesunken). Das deswegen unter Wissenschaftlern und Politikern diskutierte sogenannte Geoengineering ist aber umstritten. Kritiker – so Autor Christoph Seidler am 17.03.2018 – halten die Risiken für „völlig unkalkulierbar“. weiterlesen…

Svenja Schulze neue Bundesumweltministerin

Amtsübergabe im BUMB

Svenja Schulze hat am 15.03.2018 ihr Amt als neue Bundesumweltministerin angetreten. Nach ihrer Ernennung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernahm sie in einer Übergabezeremonie am Berliner Dienstsitz des Ministeriums das Amt von ihrer Vorgängerin Barbara Hendricks. Tags darauf gab es auch am Bonner Dienstsitz des BMU eine Amtsübergabe. Nach dem Organisationserlass heißt das Ministerium offiziell „Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“, kurz: BMU (siehe neues Logo). weiterlesen…

CO2-Ausstoß wieder nicht gesunken

Energiebericht 2017 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen: Wirtschaft und Bevölkerung steigern Verbrauch leicht

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2017 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 13.550 Petajoule (PJ) oder 462,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – das entspricht umgerechnet etwa 3.800 TWh – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %. Der Zuwachs hat mehrere Ursachen: Vor allem das starke gesamtwirtschaftliche Wachstum (+2,2 %), der kräftige Anstieg im produzierenden Gewerbe (+2,7 %) sowie die – allerdings abgeschwächte – Bevölkerungszunahme (+0,33 Mio. Menschen) bei. Die Temperatur spielte dagegen kaum eine Rolle. weiterlesen…

Erreichen wir unsere Klimaziele noch?

Die Zwei-Grad-Grenze gerät langsam außer Reichweite

Es ist ein Traum mit Ablaufdatum. Die Weltgemeinschaft gibt sich ihm seit einem Moment kollektiver Euphorie hin: damals im Dezember 2015 in Paris. Als der französische Außenminister Laurent Fabius seinen Spielzeughammer fallen ließ und das Pariser Abkommen als „accepté“ erklärte, jubelten die Delegierten im Saal. Sie hatten gerade beschlossen, die Erwärmung der Erde durch den Klimawandel zum Ende des Jahrhunderts auf „deutlich unter zwei Grad“ zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad Celsius. Wie im Rausch wurde das Abkommen noch vor der Wahl von US-Präsident Donald Trump ein knappes Jahr später ratifiziert und in Kraft gesetzt, schreibt der Hamburger Wissenschaftsjournalist Christopher Schrader am 16.03.2018 für Spectrum.de – ZEIT-online. weiterlesen…

E-Auto und Verbrenner-Pkw im Klimaschutzvergleich

Kostenvorteil von E-Fahrzeugen bis zu 23 Prozent

Mit zugemischtem synthetischem Kraftstoff, der auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, ließen sich Diesel und Benziner im Jahr 2030 ebenso klimaschonend betreiben wie batterieelektrische Pkw, sind aber dann über ihre Lebensdauer gerechnet deutlich teurer als E-Fahrzeuge. Das geht aus einer Kurzstudie des Öko-Instituts im Auftrag von Agora Verkehrswende hervor. Für den Käufer eines batterieelektrischen Neuwagens kann sich der Kostenvorteil gegenüber der günstigsten verbrennungsmotorischen Pkw-Option auf bis zu 23 Prozent summieren. Das entspricht einer Ersparnis von rund 8.000 Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren. weiterlesen…