Erneuter Nachweis: Erhebliche Gesundheitsbelastungen durch NO2

UBA-Studie ordnet Stickstoffdioxid-Gefahren in Deutschland ein

Die NO2-Konzentrationen in der Außenluft in Deutschland führen zu erheblichen Gesundheitsbelastungen. Dies zeigt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München (EPI) und der IVU GmbH Freiburg im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA). Demnach lassen sich für das Jahr 2014 statistisch etwa 6.000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die NO2-Hintergrund-Belastung im ländlichen und städtischen Raum zurückführen. Die Studie sei die erste kleinräumige Schätzung der Folgen einer NO2-Langzeitexposition für Deutschland und zeige außerdem: Die Belastung mit Stickstoffdioxid steht im Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), Asthma und Schlaganfällen – so die Forscher. weiterlesen…

Erneuerbare Energie aus dem Wald gewinnen

Zum Tag des Waldes am 21. März: Chancen nachhaltiger Forstwirtschaft nutzen

Der traditionsreichste in Deutschland genutzte Rohstoff steht gut da: Seine Vorräte wachsen, unter seinem Dach bietet er vielen Bewohnern Lebensraum und er steckt voller Energie – der deutsche Wald. „Nachhaltige Forstwirtschaft sorgt in Deutschland dafür, dass der Wald nicht nur Kohlenstoff speichert und Artenvielfalt bietet, sondern auch traditionell eine der wichtigsten Quellen Erneuerbarer Energien ist“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer, anlässlich des Tags des Waldes am 21. März. weiterlesen…

PV und Onshore-Wind günstigste Technologien in Deutschland

Fraunhofer ISE-Studie zu Stromgestehungskosten

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben am 20.03.2018 die vierte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2035. »Die Kostenprognosen der Vorgängerstudien haben sich bestätigt. Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich und sind kein Hindernis für eine CO2-freie Stromerzeugung mehr. Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten sind bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken«, sagt Projektleiter Christoph Kost. weiterlesen…

21. März: Internationaler Tag des Waldes

BMUB bringt Wiederaufbau von Wäldern weltweit voran

Der Wiederaufbau zerstörter Wälder nimmt international Fahrt auf. Die sogenannte „Bonn Challenge“ zum Wiederaufbau von Wäldern, die Deutschland 2011 gestartet hat, hat weltweit Aktivitäten ausgelöst. Kurz vor dem Internationalen Tag des Waldes am 21. März hat vergangene Woche eine 3. Bonn Challenge-Konferenz in Brasilien stattgefunden. Bis heute gibt es – laut Pressemitteilung des BMU vom 20.03.2018 – insgesamt 47 Zusagen von Ländern, Provinzen oder Unternehmen, bis 2020 mehr als 160 Millionen Hektar Wald wiederaufzubauen. weiterlesen…

„Ich hätte gerne weitergemacht“

Barbara Hendricks im Gespräch mit der Süddeutschen

Die ehemalige Umweltministerin Barbara Hendricks sprach mit Nico Fried und Michael Bauchmüller unter anderem darüber, wie schwer es ihr fiel, aufzuhören. Nach nur einer Legislaturperiode musste sie das BMUB, jetzt nur noch BMU, an Svenja Schulze, Genossin aus dem gleichen Landesverband Nordrhein-Westfalen, abgeben. Hendricks erwarb sich in vier Jahren Ansehen u.a. durch Konfliktbereitschaft mit CSU-Minister-Kollegen, durch den Abschluss der COP21 in Paris – ihr eigener Parteivorsitzender aber bremste sie vielfach aus. weiterlesen…

EPR-Reaktoren „finanziell und technisch gefährlich“

Europäische AKW desaströs

Bei seinem Staatsbesuch in Indien vereinbarte Frankreichs Präsident Macron einer Medienmitteilung der energy watch group vom 20.03.2018 zufolge mit Indiens Regierungschef Narendra Modi am 10.03.2018 den Verkauf von sechs französischen EPR-Reaktoren für das größte indische in Jaitapur geplante Atomkraftwerk. Unbeachtet bleibt, dass Indien bisher den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben hat. Das Plutonium aus den Reaktoren könnte vollständig, ohne internationale Kontrolle, für den Bau von Atomwaffen eingesetzt werden. Auch energiewirtschaftlich sind alle EPR Bauprojekte der letzten Jahre hochproblematisch. weiterlesen…

„Sonnenschein in Schiffe füllen“

Mülheimer Initiative für Klimaschutz beginnt beispielhafte kommunale Zwei-Jahres-Aktion

Mit einer Auftaktveranstaltung im Festsaal der Stadthalle Mülheim an der Ruhr startete Oberbürgermeister Ulrich Schulten am 19.03.2018 unter dem Titel „Mülheimer Initiative für Klimaschutz“ vor gut 300 Gästen eine auf etwa eineinhalb Jahre angelegte Reihe zum Thema Klima und Energie. Die von der Stadtverwaltung angestoßene Initiative wird betreut vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC), der Hochschule Ruhr-West und der Leitstelle Energiewende der TU Dortmund. TV-Wetterfrosch „und Rheinländer“ Sven Plöger veranschaulichte die Auswirkungen des Klimawandels – auch für Mülheim. weiterlesen…

Mindestpreis auf CO2 für mehr Klimaschutz

Kann Deutschland die Klimaschutzziele noch erreichen?

Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung bekräftigt, dass sie die Lücke zum Klimaziel 2020 so schnell wie möglich schließen will. Führt Deutschland einen Mindestpreis auf CO2 ein, können die Klimaziele bis zum Jahr 2020 noch erreicht werden. Das Öko-Institut e. V.hat im Auftrag des WWF Deutschland analysiert, wie stark bei welchem CO2-Preis vor allem die Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle zurückgehen können. Neben CO2-Mindestpreisen wurden auch Kraftwerksstillegungen untersucht. Die Wissenschaftler haben die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen umfassend analysiert und die Effekte auf das Stromerzeugungssystem dokumentiert. weiterlesen…

‚Energiewende‘ und ‚transition énergétique‘ bis 2030

Nur gemeinsam können Frankreich und Deutschland ihre jeweiligen Energiewenden zum Erfolg führen

Die Stromsysteme von Frankreich und Deutschland sind eng miteinander verzahnt. Energiewirtschaftliche Entscheidungen in einem Land haben daher erhebliche Konsequenzen im anderen Land. Frankreich und Deutschland sollten daher ihre künftige Energiepolitik gemeinsam gestalten, damit die Stromversorgung auf beiden Seiten des Rheins zuverlässig, nachhaltig und möglichst günstig bleibt. Bis 2030 bedeutet das gleichermaßen einen starken Ausbau von Windkraft und Photovoltaik sowie eine deutliche Reduktion der Stromerzeugung konventioneller Kraftwerke – in Deutschland bei der Kohle, in Frankreich bei der Kernenergie, wie eine gemeinsame Studie von Agora Energiewende und dem französischen Institutes for Sustainable Development and International Relations – IDDRI ergibt. weiterlesen…

Verbraucher bezahlen Energiewende

Konsumentenschützer kritisieren hohe Strompreise

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert einen Neustart in der Finanzierung der Energiewende: Denn die Bundesbürger zahlen nach Ansicht der Verbraucherschützer zu viel für Strom. „Verbraucher sind immer noch die Zahlmeister der Energiewende“, erklärte vzbv-Chef Klaus Müller am 14.03.2018 einer Medienmitteilung zufolge. Eine gerechte Verteilung der Kosten sei überfällig und Aufgabe der großen Koalition. weiterlesen…