Energieforschung – quo vadis?

Das Energieforschungsprogramm der Großen Koalition in Berlin – eine Analyse von Klaus Oberzig

Die neue Bundesregierung wird sich als eine ihrer ersten Amtshandlungen in der Energiepolitik das 7. Energieforschungsprogramm vornehmen. Die Vorarbeiten dazu wurden bereits im Laufe des Jahres 2017 angeschoben. Schon im vorangegangenen 6. Energieforschungsprogramm vom Dezember 2014, das laut Bundeswirtschaftsministerium „konsequent auf die Energiewende ausgerichtet“ wurde, gab es eine erste Verschiebung des Schwerpunktes hin zum Netz. Das soll verstärkt werden, wie Klaus Oberzig in der Rubrik „en detail“ für die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) am 16.03.2018 schreibt. weiterlesen…

Regierung will Forschung zu Geo-Engineering regeln

Eingriffe ins Erdklima?

Dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zufolge arbeitet die Bundesregierung an Regeln für – zumindest marines – Geoengineering. Trotz Gegensteuern sinkt der globale Treibhausgasausstoß nicht (siehe:solarify.eu/co2-ausstoss-wieder-nicht-gesunken). Das deswegen unter Wissenschaftlern und Politikern diskutierte sogenannte Geoengineering ist aber umstritten. Kritiker – so Autor Christoph Seidler am 17.03.2018 – halten die Risiken für „völlig unkalkulierbar“. weiterlesen…

Svenja Schulze neue Bundesumweltministerin

Amtsübergabe im BUMB

Svenja Schulze hat am 15.03.2018 ihr Amt als neue Bundesumweltministerin angetreten. Nach ihrer Ernennung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernahm sie in einer Übergabezeremonie am Berliner Dienstsitz des Ministeriums das Amt von ihrer Vorgängerin Barbara Hendricks. Tags darauf gab es auch am Bonner Dienstsitz des BMU eine Amtsübergabe. Nach dem Organisationserlass heißt das Ministerium offiziell „Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“, kurz: BMU (siehe neues Logo). weiterlesen…

CO2-Ausstoß wieder nicht gesunken

Energiebericht 2017 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen: Wirtschaft und Bevölkerung steigern Verbrauch leicht

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2017 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 13.550 Petajoule (PJ) oder 462,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – das entspricht umgerechnet etwa 3.800 TWh – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %. Der Zuwachs hat mehrere Ursachen: Vor allem das starke gesamtwirtschaftliche Wachstum (+2,2 %), der kräftige Anstieg im produzierenden Gewerbe (+2,7 %) sowie die – allerdings abgeschwächte – Bevölkerungszunahme (+0,33 Mio. Menschen) bei. Die Temperatur spielte dagegen kaum eine Rolle. weiterlesen…

Erreichen wir unsere Klimaziele noch?

Die Zwei-Grad-Grenze gerät langsam außer Reichweite

Es ist ein Traum mit Ablaufdatum. Die Weltgemeinschaft gibt sich ihm seit einem Moment kollektiver Euphorie hin: damals im Dezember 2015 in Paris. Als der französische Außenminister Laurent Fabius seinen Spielzeughammer fallen ließ und das Pariser Abkommen als „accepté“ erklärte, jubelten die Delegierten im Saal. Sie hatten gerade beschlossen, die Erwärmung der Erde durch den Klimawandel zum Ende des Jahrhunderts auf „deutlich unter zwei Grad“ zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad Celsius. Wie im Rausch wurde das Abkommen noch vor der Wahl von US-Präsident Donald Trump ein knappes Jahr später ratifiziert und in Kraft gesetzt, schreibt der Hamburger Wissenschaftsjournalist Christopher Schrader am 16.03.2018 für Spectrum.de – ZEIT-online. weiterlesen…

E-Auto und Verbrenner-Pkw im Klimaschutzvergleich

Kostenvorteil von E-Fahrzeugen bis zu 23 Prozent

Mit zugemischtem synthetischem Kraftstoff, der auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, ließen sich Diesel und Benziner im Jahr 2030 ebenso klimaschonend betreiben wie batterieelektrische Pkw, sind aber dann über ihre Lebensdauer gerechnet deutlich teurer als E-Fahrzeuge. Das geht aus einer Kurzstudie des Öko-Instituts im Auftrag von Agora Verkehrswende hervor. Für den Käufer eines batterieelektrischen Neuwagens kann sich der Kostenvorteil gegenüber der günstigsten verbrennungsmotorischen Pkw-Option auf bis zu 23 Prozent summieren. Das entspricht einer Ersparnis von rund 8.000 Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren. weiterlesen…

22. März: Weltwassertag

Universität Hohenheim: Natur bietet Kombi-Lösung für Hunger-, Wasser- & Umweltprobleme

Die Natur bietet Lösungen für Menschheitsprobleme – vorausgesetzt, die Menschheit versteht es, ökologische Zusammenhänge zu nutzen, so das Credo von Prof. Folkard Asch von der Universität Hohenheim in Stuttgart. Als Beispiel nennt er die Mega-Deltas großer Flüsse: Sie gelten als Reis-Körbe der Menschheit mit einem Produktionspotenzial, das noch lange nicht ausgereizt sei. Doch Wassermanagement, Küstenschutz und Maßnahmen gegen Meeresspiegelanstieg und Versalzungsgefahr seien nur mit naturnahen Lösungen möglich, betont der Agrarwissenschaftler im Vorfeld des Weltwassertages am 22.03.2018. weiterlesen…

Energie-Disunion

Der Zickzack-Kurs Richtung Energie-Union

„Ein Viertel der Europaabgeordneten hat am 14.03.2018 überraschend gegen die Liste der Gas- und Stromprojekte der Europäischen Kommission gestimmt“, schreiben Sam Morgan und Ben Fox in EURACTIV The Brief. Die jüngste Uneinigkeit zeige wieder einmal, dass der Traum von einem kohlenstofffreien Europa ein Hirngespinst bleiben könnte. weiterlesen…

Verbraucherschützer räumen mit einem verbreiteten Fördermittel-Irrtum auf

Verbraucherzentrale NRW: Solarförderung auch bei Photovoltaik-Anlagen auf KfW-Effizienzhäusern möglich

So gebe es nur keine Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen, wenn diese über einen Kredit des KfW-Programms „Energieeffizient bauen“ mitfinanziert werde. In allen anderen Fällen fließe Solarförderung für den Strom, auch wenn KfW-Programme in Anspruch genommen würden, schrieb Sandra Enkhardt im pv magazine am 15.03.2018. – Mit freundlicher Genehmigung weiterlesen…

Solarstromspeicher: Nachfrage wächst rasant

Immer mehr Haushalte und Gewerbebetriebe speichern selbst erzeugten Solarstrom – Bereits 80.000 Speicher installiert

„Wir gehen davon aus, dass der Markt für Solarstromspeicher auch dieses Jahr im zweistelligen Bereich wachsen wird“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der BSW zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung Speicher als ein unverzichtbares Element der Energiewende weiter unterstützen wird. Der Koalitionsvertrag enthält entsprechende Festlegungen. weiterlesen…