„Ich hätte gerne weitergemacht“

Barbara Hendricks im Gespräch mit der Süddeutschen

Die ehemalige Umweltministerin Barbara Hendricks sprach mit Nico Fried und Michael Bauchmüller unter anderem darüber, wie schwer es ihr fiel, aufzuhören. Nach nur einer Legislaturperiode musste sie das BMUB, jetzt nur noch BMU, an Svenja Schulze, Genossin aus dem gleichen Landesverband Nordrhein-Westfalen, abgeben. Hendricks erwarb sich in vier Jahren Ansehen u.a. durch Konfliktbereitschaft mit CSU-Minister-Kollegen, durch den Abschluss der COP21 in Paris – ihr eigener Parteivorsitzender aber bremste sie vielfach aus. weiterlesen…

EPR-Reaktoren „finanziell und technisch gefährlich“

Europäische AKW desaströs

Bei seinem Staatsbesuch in Indien vereinbarte Frankreichs Präsident Macron einer Medienmitteilung der energy watch group vom 20.03.2018 zufolge mit Indiens Regierungschef Narendra Modi am 10.03.2018 den Verkauf von sechs französischen EPR-Reaktoren für das größte indische in Jaitapur geplante Atomkraftwerk. Unbeachtet bleibt, dass Indien bisher den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben hat. Das Plutonium aus den Reaktoren könnte vollständig, ohne internationale Kontrolle, für den Bau von Atomwaffen eingesetzt werden. Auch energiewirtschaftlich sind alle EPR Bauprojekte der letzten Jahre hochproblematisch. weiterlesen…

„Sonnenschein in Schiffe füllen“

Mülheimer Initiative für Klimaschutz beginnt beispielhafte kommunale Zwei-Jahres-Aktion

Mit einer Auftaktveranstaltung im Festsaal der Stadthalle Mülheim an der Ruhr startete Oberbürgermeister Ulrich Schulten am 19.03.2018 unter dem Titel „Mülheimer Initiative für Klimaschutz“ vor gut 300 Gästen eine auf etwa eineinhalb Jahre angelegte Reihe zum Thema Klima und Energie. Die von der Stadtverwaltung angestoßene Initiative wird betreut vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC), der Hochschule Ruhr-West und der Leitstelle Energiewende der TU Dortmund. TV-Wetterfrosch „und Rheinländer“ Sven Plöger veranschaulichte die Auswirkungen des Klimawandels – auch für Mülheim. weiterlesen…

Mindestpreis auf CO2 für mehr Klimaschutz

Kann Deutschland die Klimaschutzziele noch erreichen?

Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung bekräftigt, dass sie die Lücke zum Klimaziel 2020 so schnell wie möglich schließen will. Führt Deutschland einen Mindestpreis auf CO2 ein, können die Klimaziele bis zum Jahr 2020 noch erreicht werden. Das Öko-Institut e. V.hat im Auftrag des WWF Deutschland analysiert, wie stark bei welchem CO2-Preis vor allem die Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle zurückgehen können. Neben CO2-Mindestpreisen wurden auch Kraftwerksstillegungen untersucht. Die Wissenschaftler haben die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen umfassend analysiert und die Effekte auf das Stromerzeugungssystem dokumentiert. weiterlesen…

‚Energiewende‘ und ‚transition énergétique‘ bis 2030

Nur gemeinsam können Frankreich und Deutschland ihre jeweiligen Energiewenden zum Erfolg führen

Die Stromsysteme von Frankreich und Deutschland sind eng miteinander verzahnt. Energiewirtschaftliche Entscheidungen in einem Land haben daher erhebliche Konsequenzen im anderen Land. Frankreich und Deutschland sollten daher ihre künftige Energiepolitik gemeinsam gestalten, damit die Stromversorgung auf beiden Seiten des Rheins zuverlässig, nachhaltig und möglichst günstig bleibt. Bis 2030 bedeutet das gleichermaßen einen starken Ausbau von Windkraft und Photovoltaik sowie eine deutliche Reduktion der Stromerzeugung konventioneller Kraftwerke – in Deutschland bei der Kohle, in Frankreich bei der Kernenergie, wie eine gemeinsame Studie von Agora Energiewende und dem französischen Institutes for Sustainable Development and International Relations – IDDRI ergibt. weiterlesen…

Verbraucher bezahlen Energiewende

Konsumentenschützer kritisieren hohe Strompreise

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert einen Neustart in der Finanzierung der Energiewende: Denn die Bundesbürger zahlen nach Ansicht der Verbraucherschützer zu viel für Strom. „Verbraucher sind immer noch die Zahlmeister der Energiewende“, erklärte vzbv-Chef Klaus Müller am 14.03.2018 einer Medienmitteilung zufolge. Eine gerechte Verteilung der Kosten sei überfällig und Aufgabe der großen Koalition. weiterlesen…

30 Jahre ZSW – Forschung für die Energiewende

Am 16.03.2018 ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) 30 Jahre alt geworden

Das international anerkannte Institut spielt eine wichtige Rolle in der angewandten Forschung zu neuen Energietechnologien. Gemeinsam mit der Wirtschaft entwickeln die Wissenschaftler vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) nachhaltige Energietechnologien, die Politik erhält von ihnen Analysen zum Energiesystem. Die Schwerpunkte an den drei Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind erneuerbare Energien, Energiespeicher sowie klimafreundliche Mobilität. Der Institutsumsatz beträgt inzwischen rund 30 Millionen Euro, der größte Teil sind Drittmittel. Im Herbst begehen die Forscher den Jahrestag mit einem Festakt. weiterlesen…

Szenario 2050: Lithium und Kobalt könnten knapp werden

Mit wachsender Bedeutung von Lithium-Ionen-Batterien wächst Druck auf Ressourcen-Verfügbarkeit

Lithium und Kobalt sind wesentliche Bestandteile aktueller Lithium-Ionen-Batterien. Dass die Verfügbarkeit beider Elemente durch die erhöhte Nachfrage zunehmend kritisch werden könnte, zeigt eine aktuelle Analyse von Forschern des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU). Kobaltfreie Energiespeichermaterialien und Post-Lithium-Technologien, die auf unkritischen Elementen wie Natrium oder Magnesium, aber auch Zink, Kalzium und Aluminium basieren, eröffnen eine Möglichkeit, diesen Ressourcendruck zu verringern und langfristig zu umgehen. Diese Ergebnisse stellen die Forscher in der Zeitschrift Nature Reviews Materials vor. weiterlesen…

WWF-Hausaufgaben für Merkel

WWF sieht für neue Regierung im Klimaschutz und in der Landwirtschaft großen Handlungsbedarf – Kommentar von Eberhard Brandes

Der WWF gratulierte am 14.03.2018 der alt/neuen Kanzlerin Angela Merkel zur vierten Amtszeit. Die Umweltschutzorganisation fügte ihren Glückwünschen einen Aufgabenkatalog für die kommende Legislaturperiode hinzu. „Nach Monaten des Stillstands darf die neue Regierung keine weitere Zeit verlieren. Es gilt jetzt, die drängendsten Probleme zügig anzugehen, Klimaschutz und bessere Landwirtschaft gehören mit ganz oben auf die Agenda“, so Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand beim WWF Deutschland. weiterlesen…

Klimawandel und Flüchtlingskrise

Norbert Gstreins Buch „Die kommenden Jahre“

„Meisterhaft klar: Norbert Gstreins Roman über die Suche nach uns selbst“ nannte der Moderator Jörg Plath in Deutschlandradio Kultur den neuen Roman des österreichischen Schriftstellers. Der liebe windige Erzähler: In seinem neuen Roman „Die kommenden Jahre“ ist die Hauptfigur ein Gletscherforscher, der vor der Verantwortung flieht, nachdem seine Ehefrau eine syrische Flüchtlingsfamilie aufnimmt. weiterlesen…