Braunkohlereserve im Wirtschaftsausschuss umstritten

Anhörung zum Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Strommarktes

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat vor erheblichen Mehrkosten durch die von der Bundesregierung geplante Reform des Strommarktes gewarnt. Die Kostensteigerungen würden vor allem private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie kleine Energieversorger treffen, erklärte die VKU-Geschäftsführerin Katherina Reiche am 16.03.2016 in einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung des Strommarktes (18/7317). Der Markt müsse dafür sorgen, dass jederzeit genau so viel Strom in das Stromnetz eingespeist werde, wie aus diesem entnommen werde, so die Begründung des Gesetzentwurfs. weiterlesen…

Vattenfalls Braunkohle schwer verkäuflich

Skeptische Bieter – muss Vattenfall doch drauflegen?

Vattenfall-Reklame an einer Berliner Hausfassade - Foto © 20110310 Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftGrund für die vermehrte Medienaufmerksamkeit: Am 16.03.2016 ist die Frist für verbindliche Angebote bei der amerikanischen Citigroup abgelaufen. Die deutsche Steag und das tschechische Energieunternehmen CEZ sind wohl doch vor dem Risiken zurückgeschreckt, gaben folglich doch kein verbindliches Gebot ab. Andere Bieter haben zwar Offerten eingereicht, doch Insider argwöhnen, sie hätten kaum mehr als einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag geboten. Andere vermuten, Vattenfall müsse noch einen Batzen drauflegen, um seine Schmutzstromsparte los zu werden. Laut n-tv fordert der „deutsche Versorger Steag eine milliardenschwere Finanzspritze des schwedischen Konzerns“. Das hatte Greenpeace Nord auch schon einmal gefordert, bevor die Citigroup den deutschen Grünstromanbieter vom Bieterverfahren ausgeschlossen hatte (siehe solarify.eu/vattenfall-wirft-greenpeace-raus). weiterlesen…

Harsche Kritik am Strommarktgesetzentwurf

BEE: „lückenhaft“ – VKU: „nicht zukunftsfähig“

„Das neue Strommarktgesetz muss die Hindernisse für den verstärkten Einsatz von Speichern beseitigen“, fordert BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. Und VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche sagte in der Anhörung des Wirtschaftsausschusses, das vorliegende Strommarktgesetz biete „keinen ganzheitlichen und marktlichen Ansatz, weder für gesicherte Leistung noch für Flexibilitätsoptionen.“ Immer mehr Bereiche würden in die Regulierung überführt, das ergebe Planungsunsicherheit und steigende Kosten. weiterlesen…

VW soll € 3.255.002.361,66 Schadenersatz zahlen

VW-Abgasskandal: 278 institutionelle Investoren aus aller Welt reichten beim Landgericht Braunschweig Milliarden-Klagen ein – Gericht bestätigt Klage-Eingang – Dieselgate-Untersuchungsausschuss im EU-Parlament gebildet

Historischer VW-Käfer-Motor - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftVW sieht sich aufgrund des Abgasskandals jetzt auch in Deutschland mit Milliarden-Forderungen konfrontiert. Das Landgericht Braunschweig hat bestätigt, dass die Rechtsanwaltskanzlei TISAB eine Klage von 278 Aktionären eingereicht hat. Sie fordern wegen erlittener Kursverluste durch die Abgasmanipulationen insgesamt 3,255 Milliarden Euro. Die Klägern sind ausschließlich institutionelle Investoren aus der ganzen Welt. weiterlesen…

Englischer Reiseführer durch deutsche Energiewende

„Germany – Experience Re-newable Energy“

Die deutsche Energiewende auf Englisch erleben und verstehen: Dafür gibt es jetzt den Reiseführer „Germany – Experience Renewable Energy“. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bringt den Reiseführer mit Förderung des Auswärtigen Amtes pünktlich zur am 17.03.2016 beginnenden Konferenz Berlin Energy Transition Dialogue heraus. weiterlesen…

Talfahrt der Atomenergie gefährdet AKW-Sicherheit

Umweltausschuss hörte Experten zur Zukunft der globalen Energiegewinnung

Die wirtschaftlich schlechte Situation von Atomkraftwerksbetreibern könnte sich negativ auf die Sicherheit der von ihnen betriebenen Anlagen auswirken. Davor hat am 16.03.2016 der Ko-Herausgeber des „The World Nuclear Industry Status Report„, Mycle Schneider, bei einem Fachgespräch im Umweltausschuss gewarnt. Dem entgegen steht die Entwicklung der Erneuerbaren Energien. Sie gewinnen weltweit an Bedeutung. Das machte Timur Gül von der Internationalen Energieagentur (IEA) deutlich. weiterlesen…

Die Vermessung der Ozeane

Klimawandel und Meeresspiegelanstieg auf der Spur
Mit freundlicher Genehmigung der Helmholtz Gemeinschaft

Wie genau die Ozeane funktionieren, besonders im Hinblick auf die Wechselwirkungen mit dem Klima, ist in weiten Teilen noch unverstanden. Es fehlt vor allem an Messdaten. Das internationale Projekt AtlantOS soll dies ändern.Thomas Röbke, freier Journalist, hat mit Martin Visbeck vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR darüber gesprochen. weiterlesen…

Große Stromer klagen in Karlsruhe

Milliarden im Spiel

Die EVU wollen Ausgleichszahlungen in ungenannter Höhe für den vor fünf Jahren unter dem Eindruck des Super-GAU von Fukushima (in den Augen mancher übereilt) von der Bundesregierung verordneten und 2011 vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg. Die Konzernchefs geben sich betont bescheiden. Der Eon-Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen wollte nicht die Energiewende kritisieren, er forderte aber eine „faire Entschädigung“ für tausende Aktionäre des größten deutschen Stromkonzerns, der 2015 einen Verlust von 7 Milliarden Euro verkraften musste. Teyssen wörtlich: „Es geht nicht um die Zukunft der Atomenergie, das ist Vergangenheit. Es geht um eine faire und gemeinsame Beendigung dieses auch gemeinsam begonnenen Kapitels.“ weiterlesen…

„Der Stöpsel ist aus der Flasche“

Agora mit positiver Bilanz fünf Jahre nach Fukushima
Zahlreiche Trends weisen in richtige Richtung, einige Baustellen noch offen

Fünf Jahre nach Fukushima ist die Bilanz laut Agora Energiewende zumindest im Strombereich überwiegend positiv. „Der Anteil der Erneuerbaren Energien hat sich beinahe verdoppelt, der Ausstieg aus der Kernenergie verläuft nach Plan, die Versorgungssicherheit mit Strom hat sich noch verbessert und die großen Kostensteigerungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gehören der Vergangenheit an“, resümierte Agora-Direktor Patrick Graichen in einer Veranstaltung am 07.03.2016 zum fünften Jahrestag der Katastrophe in Japan. Agora Energiewende präsentierte anlässlich des fünften Jahrestages der Energiewendebeschlüsse nach Fukushima eine Chronologie der bisherigen Entwicklung seit den 80er-Jahren, die sowohl auf der Webseite als auch als gedrucktes Poster zur Verfügung steht.
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