Suffizienz nicht Verzicht sondern Gewinn

Gerhard Scherhorn: Wachstum oder Nachhaltigkeit

Das zentrale Menschheitsproblem neben dem Klimawandel und der Armut ist der Substanzverzehr, der Verbrauch der Gemeingüter, seine Ursachen die Fixierung auf Wirtschaftswachstum und kurzfristiges Denken. Die großen Krisen der Gegenwart, wie Lehman Brothers, Massenflucht, Klimakatastrophe sind Bankrotterklärungen der Kurzfristigkeit. Die Lösung liegt im Ende der Wachstumspolitik, in einer Politik der Nachhaltigen Entwicklung. Diese lässt die nachhaltige Produktion in den Grenzen des Substanzerhalts wachsen und die nicht nachhaltige schrumpfen. Sie wird erst gelingen, wenn langfristiges Denken das kurzfristige abgelöst hat, wenn nicht immer noch mehr Wachstum, sondern Nachhaltigkeit das Ziel der Wirtschaftspolitik ist. Das erfordert eine neue Verantwortlichkeit für die Gemeingüter. Und es ist durchsetzbar, wenn die im Grundgesetz festgelegte Sozialbindung des Eigentums auf das Kapitaleigentum ausgedehnt wird. weiterlesen…

Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating

Gegen Externalisierung – für Substanzerhalt

Die Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating ist ein interdisziplinärer und ökumenischer Zusammenschluss kritischer Wissenschaftler mit dem Ziel, einen Beitrag für die Entwicklung einer sozial-ökologischen zukunftsfähigen Marktwirtschaft zu leisten. In den 90er Jahren hat sie die erste Kriteriologie für verantwortliche Geldanlagen (Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden) entwickelt. weiterlesen…

Kohlekraftwerke essen Klimaziele auf

MCC-Direktor Edenhofer warnt vor Pfadabhängigkeiten durch neue Kohlekraftwerke

Das Zeitfenster für einen weltweiten Kohleausstieg schließt sich immer schneller: Vor allem arme, aber schnell wachsende Entwicklungsländer investieren derzeit massiv in den Bau neuer Kohlekraftwerke. Denn dieser Energieträger erscheint auch deshalb so billig, weil die sozialen Kosten – beispielsweise Gesundheitsschäden – meist unterschlagen werden. Das geht aus dem neuen Artikel King Coal and the Queen of Subsidies hervor.
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„Todbringende Achterbahnfahrt, Reise zur Hölle“

Billigwahn zerstört

Dass „billig“ oft gerade nicht „preiswert“ ist, wissen wir längst. Trotzdem verfehlen Sprüche wie „Geiz ist geil“ oder „ich bin doch nicht blöd“ ihre Wirkung nicht. Vom altehrwürdigen Feilschen auf dem Bazar (auch bei uns ist ja inzwischen Handeln offiziell erlaubt), also vom Erzielen des günstigsten Preises geht eine Faszination aus – wir sind erst dann beruhigt, wenn wir „ein Schnäppchen“ gemacht haben, wie wir es verniedlichend nennen. Dass dahinter etwas Zerstörerisches lauert, macht Michael Carolan in seinem Buch „Cheaponomics – Warum billig zu teuer ist“ eindrucksvoll klar. weiterlesen…

„Ohne Bürgerenergie keine Energiewende“

Neue IZES-Studie zu Nutzeneffekten von Bürgerenergie: Milliarden für die regionale Wirtschaft, Gewinn für das Gemeinwesen

Von Bürgern initiierte und finanzierte Energie-Projekte stärken die lokale Wertschöpfung mit Milliarden-Investitionen und bringen vor Ort vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen. Zu diesem Fazit kommt eine Studie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), die Greenpeace Energy zusammen mit dem Bündnis Bürgerenergie e.V. finanziert und am 18.09.2015 in Berlin vorgestellt hat. weiterlesen…

Meeresbewohner in 40 Jahren halbiert

Laut WWF-Living Blue Planet Report nimmt biologische Vielfalt der Weltmeere weiter ab

Die biologische Vielfalt der Meere nimmt ab, warnt der WWF in seinem am 16.09.2015 veröffentlichten „Living Blue Planet Report“. Im Schnitt haben sich Populationszahlen von Meeressäugern, Seevögeln, Reptilien und Fischen innerhalb von 40 Jahren halbiert. Wirtschaftlich wichtige Fischbestände etwa von Makrelen, Thunfischen und Bonitos brachen sogar um 74 Prozent ein. Heute gilt jede vierte Hai- oder Rochenart als vom Aussterben bedroht. Hauptursache für diesen Exodus ist die weltweite Überfischung. weiterlesen…

EU-Umweltminister beschließen „anspruchsvolles Verhandlungsmandat“ für Paris

Hendricks: EU bleibt Vorreiter im Klimaschutz

Europäische Einigkeit wenigstens hier: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat laut einer Mitteilung aus dem BMUB die Beschlüsse des EU-Umweltrates vom 18.09.2015 zum Klimaschutz begrüßt. Die Umweltminister hatten ein anspruchsvolles Mandat für die internationalen Klimaverhandlungen COP21 in Paris verabschiedet. Außerdem beschlossen sie, das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) als eines der wichtigsten Instrumente der EU-Klimapolitik durch die Einführung einer Marktstabilitätsreserve (MSR) deutlich zu verschärfen. Hendricks: „Die EU hat sich heute auf das klare Langfristziel verständigt, in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts eine nachhaltige Klimaneutralität zu erreichen.“ Umweltverbände wie Greenpeace oder WWF kritisierten dagegen, dass die Minister die Gelegenheit verpasst hätten, sich ambitioniertere Ziele zu setzen. weiterlesen…

Bundesregierung: Transparente Atommüll-Entsorgung

Bürgerbeteiligung bei AKW-Stilllegungen

Die Bundesregierung begrüßt es, wenn die Öffentlichkeit besser – das heißt über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus – über die geplante Stilllegung von Atomanlagen informiert wird. Denn Transparenz und Dialogbereitschaft von Betreibern und Behörden gegenüber den Bürgern seien „ein wichtiger Beitrag für eine Vertrauensbildung und gesellschaftliche Akzeptanz“, schreibt sie in einer Antwort (18/5934) auf eine Kleine Anfrage (18/5811) der Fraktion Die Linke. weiterlesen…

„Kopernikus“ – Mammut-Energie-Forschungsprojekt des BMBF

Wanka: „Heute die Weichen für ein exzellentes Energiesystem stellen“

„Ein völlig neues Forschungsformat wollen wir heute bekanntgeben und ausschreiben“, sagte Forschungsministerin Johanna Wanka am 17.09.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin, an der auch Max-Planck-Energie-Sprecher Robert Schlögl und Holger Lösch vom BDI-Vorstand teilnahmen. Das BMBF startete damit die „größte Forschungsinitiative zur Energiewende„. Mit den „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ sollen Wissenschaft, Industrie und Anwender gemeinsam neue Energiesysteme und -konzepte soweit entwickeln, dass sie im großtechnischen Maßstab angewendet werden können. weiterlesen…

2020 fährt das Auto allein

Nach Studie „Hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen – Industriepolitische Schlussfolgerungen“ will Gabriel Deutschland zum führenden Testfeld für automatisiertes und vernetztes Fahren machen

Das BMWi hat heute erste zentrale Ergebnisse der Studie „Hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen – Industriepolitische Schlussfolgerungen“ veröffentlicht. Der Gesamtbericht wird derzeit finalisiert und in Kürze veröffentlicht. Die Gutachter kommen zum Ergebnis, dass hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen bis 2020 technisch möglich sei und es große Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung biete – so eine Pressemitteilung des BMWi. weiterlesen…