Drei Beispiele für die internationale Energiewende

Erneuerbare boomen weltweit

PV und Windkraft - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyLaut der Internationalen Regenerativagentur Irena würde das Ersetzen der teuersten 500 GW an Kohle-Leistung durch Photovoltaik und Windenergie an Land die Stromsystemkosten jedes Jahr um bis zu 23 Milliarden US-Dollar senken. Weltweit findet ein Umdenken statt – immer weniger Investoren stecken ihr Geld in neue Kohlekraftwerke – immer mehr Staaten setzen auf Erneuerbare, schreibt Nicole Weinhold am 03.10.2020 in Erneuerbare Energien und nennt drei Beispiele: Japan, Thailand und Nordmazedonien. weiterlesen…

30 Sekunden Beleuchtung für halbe Stunde Power

Mikroschwimmer speichert Licht wie Solar-Batterie und bewegt sich im Dunkeln

Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der beiden Stuttgarter Max-Planck-Institute für Intelligente Systeme (MPI-IS) und für Festkörperforschung (MPI-FKF) entwickelten soeben sogenannte Mikroschwimmer auf Basis eines Kohlenstoffnitrids, die mit Licht vorwärtsbewegt werden können. Einer extrem kleinen Solarzelle mit integrierter Batterie ähnelnd, kann das Teilchen Energie des Lichts speichern und damit auch vorankommen, wenn das Licht ausgeht. 30 Sekunden Beleuchtung reichen, und der Schwimmer hat etwa eine halbe Stunde lang Power. Ein solcher Mikroschwimmer könnte in der Zukunft etwa im Bereich der minimal-invasiven Medizin eingesetzt werden oder, um autonom umweltschädliche Materialien in Wasser zu neutralisieren. weiterlesen…

Atom contra CO2?

Weltweite Untersuchung: Kernkraft kein Mittel gegen Klimawandel

AKW Cruas, Rhone - das spielende Kind soll die Harmlosigkeit symbolisieren - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyKernenergie trägt nicht zur Senkung von Kohlendioxid-Emissionen bei – Erneuerbare Energien dagegen sehr wohl. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler aus Sussex und München in einer am 05.10.2020 in Nature Energy veröffentlichten Untersuchung, über die der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtete. weiterlesen…

Porsche wagt sich an neuen Sprit

Synthetische Kraftstoffe als Alternative

Porsche Cayenne - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifySynthetische Kraftstoffe gelten als realistische Alternative, um den Autoverkehr klimafreundlicher zu machen. Nur gibt es sie bisher kaum. Porsche will das jetzt ändern. Mit Elektro allein komme man nicht schnell genug voran, sagt Entwicklungschef Michael Steiner. Porsche will die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe – sogenannter eFuels (siehe: solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-designer-fuels-e-fuels) – künftig selbst maßgeblich vorantreiben. Die Technologie sei vor allem deshalb so wichtig, weil der Verbrennungsmotor die Autowelt noch viele Jahre dominieren werde, so Steiner. „Wenn man die Bestandsflotte perspektivisch nachhaltig betreiben will, dann sind eFuels ein elementarer Bestandteil“, betont er. weiterlesen…

Kaskade von Methanol zu Wasserstoff

Metha-Cycle entkoppelt Windkraft vom Strombedarf

Windkraftanlagen in Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyForschende am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock können bei milden Bedingungen von unter hundert Grad Celsius und Umgebungsdruck aus Methanol Wasserstoff erzeugen – in der für Brennstoffzellen notwendigen Ausbeute und Reinheit. Dafür optimierten sie ein eigenes Verfahren, das sie seinerzeit in NATUR E veröffentlicht hatten. Die katalytische Reaktion ist Herzstück des BMWi-geförderten Projekts Metha-Cycle, eines Konzepts zur Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Erstmals wurden dabei Windkraft, Elektrolyse und CO2-basierte Methanolsynthese sowie die Rückverwandlung des Methanols in H2 direkt miteinander verbunden. weiterlesen…

Geht das Täuschen weiter? VW und Porsche erneut in Verdacht

Greenpeace wirft VW irreführende CO2-Kompensation vor – Porsche soll Spritverbrauch manipulieren

Tankstelle - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyGreenpeace wirft Volkswagen in einer jüngst veröffentlichten Recherche Täuschung bei der CO2-Kompensation seiner Fahrzeugproduktion vor. VW spiegle den Käufern seiner Elektroautos die klimaneutrale Produktion der Fahrzeuge lediglich vor. In Stuttgart ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Porsche wegen möglicher Manipulationen beim Kraftstoffverbrauch, so die FAZ. Dort seien in Prüf-Fahrzeugen durch Einbau unterschiedlicher Zahnräder der Verbrauch rechtswidrig gesenkt worden. weiterlesen…

„Zündstoff für die Energiewende“

Paderborner Chemiker erforscht Herstellung grünen Wasserstoffs aus Sonnenlicht

H2 grün - SymbolMit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung den Rahmen für die Herstellung, Nutzung und Wiederverwendung des gasförmigen Hoffnungsträgers abgesteckt. „Der weltweite Bedarf an Energie und Mobilität muss gedeckt werden, ohne dabei klimaschädliche Stoffe zu produzieren. Anders kann es uns nicht gelingen, die gesetzten Klimaziele zu erreichen“, sagt Prof. Matthias Bauer von der Universität Paderborn in einer Medienmitteilung vom 29.09.2020. Der Chemiker erforscht in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt, wie Wasserstoff mithilfe von Sonnenlicht erzeugt werden kann. weiterlesen…

Geschäftsinteressen vor Gemeinwohl und Klimaschutz

Der große Streit ums Erdgas

Die Kommission habe mehrfach den Bedarf an Gas überschätzt, rügte der Europäische Rechnungshof. Der Ausbau der Erdgas-Infrastruktur gefährde die europäischen Klimaziele und verschwende Milliarden Euro an Steuergeldern, so eine ausführliche Recherche von Investigate Europe (publiziert in zahlreichen Zeitungen, darunter der Berliner Tagesspiegel vom 04.10.2020, geschrieben von Nico Schmidt und Harald Schumann). Ursache sei die enge Verflechtung von Politik und Industrie. weiterlesen…

„Carbon Farming“ und der fehlende Zugang zum CO2-Markt

EURACTIV: Nutzpflanzen natürliche Senken für Kohlendioxid

Rapsfelder bei Frankfurt - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyUm Klimaneutralität zu erreichen, hat die EU-Kommission vorgeschlagen, das Ziel zur Emissionsreduzierung bis 2030 von 40 auf 55 Prozent zu erhöhen. Man werde die gesamte Gesetzgebung überarbeiten, um sie diesem Zweck anzupassen. Das Konzept der Kohlenstoffsenken – ein Eckpfeiler der sogenannten regenerativen Landwirtschaft – gewinnt als Maßnahme sowohl für den Klimaschutz als auch für die zukünftige Anpassung an den Klimawandel wieder an Bedeutung, schreibt Gerardo Fortuna am 30.09.2020 in einem Special Report im Portal EURACTIV.com. weiterlesen…

„Tiefe Einblicke in Mechanismen des Ionentransports“

Neue Untersuchung von internationalem Forscherteam um Paderborner Chemiker

Die Funktionsweise von Brennstoffzellen sei „zwar grundsätzlich bekannt, unklar ist aber bislang, wie der Ionentransport auf mikroskopischer Ebene abläuft“, sagt Jun.-Prof. Hans-Georg Steinrück von der Universität Paderborn. Zusammen mit Wissenschaftlern des Stanford National Accelerator Laboratory SLAC und des Argonne National Laboratory, beide USA, hat er untersucht, wie Bewegung und Geschwindigkeit einzelner Ionen gemessen werden können. Ihre Arbeit wurde jetzt in Energy and Environmental Science veröffentlicht. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, in Zukunft deutlich effizientere Batterietypen zu entwickeln und auf diese Weise kohlenstoffneutrale Energieversorgungskonzepte voranbringen. weiterlesen…