Lesehinweis: Brände in Sibirien verursachen CO2-Rekord

DER SPIEGEL: „Acht Millionen Hektar abgebrannt“

Extreme Trockenheit, Wind und bis zu 37 Grad Hitze fachen die Waldbrände in Sibirien seit Wochen an. Nun berichten Klimaforscher von extremen Emissionswerten – so das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL am 07.07.2020. Die russische Wildnis leide weiter stark unter ungewöhnlich warmem Wetter mit großer Trockenheit und Waldbränden. In Sibirien und im äußersten Osten Russlands seien durch die Feuer seit dem Start der Saison Anfang Mai geschätzt 59 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre emittiert worden – 6 MT mehr als im Juni 2019, teilten Experten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus mit. Es seien die höchsten Emissionen, die vom Copernicus-Atmosphären-Überwachungsdienst im Laufe seiner 18 Jahre dauernden Tätigkeit innerhalb des nördlichen Polarkreises erfasst wurden. weiterlesen…

Temperatur in Nord- und Ostsee „besorgniserregend“ schnell gestiegen

Meere um 1,3, bzw. 1,8 Grad wärmer als vor 30 Jahren

Klimawandel-News jetzt (am 08.07.2020) auch aus dem Bundesverkehrsministerium: Laut BMVI werden Nord- und Ostsee ständig wärmer. Von 1969 bis 2017 hat sich die Nordsee um 1,3 Grad Celsius erhitzt, so die Antwort des Ministeriums auf eine schriftliche Frage der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen-Bundesfraktion Steffi Lemke. In der westlichen Ostsee wurde seit 1982 ein Temperaturanstieg von 0,6 Grad pro Dekade gemessen, das heißt um mindestens 1,8 Grad. weiterlesen…

Kommission: Europa soll Wasserstoff-Vorreiter werden

EU-Strategie und Industriepartnerschaften vorgestellt

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Vizepräsident Frans Timmermans präsentierten am 08.07.2020 gleich zwei Strategien, die den Weg der Europäischen Union in die Energiewelt von morgen vorzeichnen und zugleich wirtschaftliche Impulse für die Zeit nach der Covid-19-Pandemie auslösen sollen. Zum einen die europäische Wasserstoffstrategie (European Hydrogen Strategy), zum anderen das Programm für eine Integration der Energiesysteme. Beide Konzepte hängen zusammen. weiterlesen…

Jenseits des Green Deal: Aufwertung der Energiediplomatie der EU für eine neue Ära

Ein SWP-Kommentar

Der Grüne Deal, den die neue Kommission 2019 auf den Weg gebracht hat, wird die Energiediplomatie der Europäischen Union (EU) grundlegend umgestalten. Doch obwohl sich die EU an die durch den Green Deal bestimmte neue politische Richtung anpassen muss, kann sie nicht darauf reduziert werden, schreiben Maria Pastuchowa, Jacopo Maria Pepe, Kirsten Westphal in einem Kommentar für die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). weiterlesen…

Gast-Kommentar: Kohleausstieg ohne Energiewende

Halb garer Regierungsbeschluss

Die Zeit der Kohle ist vorbei, die Zukunft gehört mehr denn je den Erneuerbaren Energien! Doch der nun beschlossene Kohleausstieg ist wie so viele andere energiepolitische Weichenstellungen der aktuellen Bundesregierung nur halb gar, schreibt Thomas Banning, Vorstandsvorsitzender der Naturstrom AG, am 06.07.2020 in seinem Gastkommentar auf energiezukunft.de. weiterlesen…

Sogar Wälder könnten Klimawandel anheizen

Gastbeitrag von Stefan Rahmstorf im SPIEGEL (Lesehinweis)

Nicht alles CO2, das wir in die Luft pusten, bleibt dort. Ozeane und Wälder schlucken mehr als die Hälfte davon. Das hilft uns – aber wie lange noch?, fragt der Potsdamer Klimawissenschaftler und Meeresforscher Stefan Rahmstorf am 02.07.2020 im SPIEGEL. Waldbrände seien ein Beispiel für die wichtige Rolle des Kohlenstoffkreislaufs im Klimawandel. Verlust von Wald sei eine Quelle von CO2 – ob der Wald nun abbrenne, durch Schädlingsbefall verrotte oder abgeholzt werde. weiterlesen…

Lesehinweis – E&E: Das Geburtsland der Kohleindustrie schließt letztes Kraftwerk

Großbritannien, einst Zentrum der industriellen Revolution, jetzt erneuerbar

Die Kohle, die Züge antrieb, Eisen schmolz und Fabriken, Dampfmaschinen und Kraftwerke befeuerte, die Großbritannien zum Zentrum der industriellen Revolution machten, ist aus dem Vereinigten Königreich so gut wie verschwunden – schreibt Benjamin Storrow am 02.07.2020 in den E&E-News. Die letzte Kohlegrube des Landes wurde 2015 geschlossen. Nun steht der Brennstoff kurz davor, aus der Verstromung zu verschwinden. Die Regierung hat das Jahr 2024 als Frist für die Ausmusterung der beiden verbleibenden Kohlekraftwerke des Landes festgelegt. Und der nationale Netzbetreiber verlagert seinen Schwerpunkt von der Stilllegung von Kohle auf die Umstellung auf Gas. weiterlesen…

Ozeanerwärmung bedroht Vermehrung vieler Fischarten

Jedes Grad erhöht Druck auf Fischbestände

Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben in einer Metastudie wegweisende Erkenntnisse zu den Folgen des Klimawandels für die Fischbestände der Welt gewonnen – so eine AWI-Medienmitteilung vom 04.07.2020. Die Risiken für Fische sind demnach viel größer als bisher angenommen, wenn man berücksichtigt, dass bestimmte Lebensstadien besonders empfindlich auf steigende Wassertemperaturen reagieren. weiterlesen…

Photosynthese als Vorbild

Effizient, günstig und ästhetisch: Forscherteam baut Elektroden aus Laubblättern

Aus Laubblättern könnten sich Elektroden mit hervorragenden optischen und elektronischen Eigenschaften bauen lassen. Zu diesem Schluss kommt ein Wissenschaftlerteam vom Leibniz-IPHT. Die Forschenden beschichteten Blattadern mit Kupfer und wandelten sie so in elektrisch leitfähige und optisch transparente Elektroden um. Konstruiert nach dem Vorbild der Natur, könnten sich mit den Blattstruktur-Elektroden neuartige Solarzellen, LEDs oder Displays entwerfen lassen. weiterlesen…

White Paper: Synthetische Kraftstoffe sind die Lösung

Der Weg hin zu einer CO2-armen Mobilität

Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen haben sich in den vergangenen Jahren mit der Klimabilanz von Elektroautos beschäftigt und diese mit Verbrennern verglichen. Die Ergebnisse unterschieden sich teilweise erheblich, was zum Großteil auf die getroffenen Grundannahmen zurückzuführen war. Je nach betrachteten Vergleichsfahrzeugen, prognostizierter Fahrleistung, Verbrauch, angenommenen Stromemissionen und den Annahmen bezüglich der Batterieherstellung schneiden aus CO2-Perspektive Elektroantrieb oder Verbrennungsmotor besser ab. Energieexperte Martin Stahl kommt jetzt in seiner Untersuchung zu dem Schluss, dass die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe entscheidend gefördert werden müsste. weiterlesen…