BUND-Erfolg: Müllverbrennung wird künftig bepreist

In Deutschland entstehen fast 24 Millionen Tonnen CO2 durch Müllverbrennung – das kostet ab Januar 2024 Geld

Die Emissionen werden dann in die nationale CO2-Bepreisung einbezogen. Dazu hat die Bundesregierung Ende 2022 das Brennstoffemissionshandelsgesetz geändert. Der BUND hat sich dafür in einem Forderungspapier gemeinsam mit anderen Umweltverbänden auf deutscher und europäischer Ebene stark gemacht. weiterlesen…

Weniger Treibhausgase durch Wasserstoffmotoren

DFG-Förderung für Ingenieurwissenschaften

Wasserstoff kann nicht nur in Brennstoffzellen, sondern auch in Motoren CO2-frei zum Antrieb von Fahrzeugen genutzt werden. Wie solche Wasserstoffmotoren gleichmäßig und effizient laufen können, erforschen mehrere Universitäten unter Leitung der UDE in einem Projekt, das sich in seiner zweiten Förderperiode mit der Verwendung von Wasserstoff in Ottomotoren beschäftigt*. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert es mit rund 2,8 Mio. Euro, davon gehen 852.000 Euro an die UDE, wie die Universität Duisburg Essen (UDE) am 04.01.2023 mitteilte. weiterlesen…

Klimarisikoversicherungen können wirtschaftliche Verluste begrenzen

PIK-Studie belegt Wichtigkeit internationaler Hilfszahlungen für vom Klimawandel stark betroffene Entwicklungsländer 

Die globale Erwärmung führt in den USA wahrscheinlich zu einer Häufung besonders schwerer Hurrikane und einem deutlichen Anstieg der damit verbundenen Schäden. Ein umfassenderer Versicherungsschutz könnte dabei helfen, die zunehmenden wirtschaftlichen Folgen zu verringern. Das zeigt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die die Wirksamkeit von Klimarisikoversicherungen in den USA untersucht. weiterlesen…

ISE: Trotz PV- und Wind-Steigerung Klimagrenzen gerissen

Nettostromerzeugung: Wind und PV legen trotz Lastverringerung deutlich zu

Noch vor Agora-Energiewende (siehe: solarify.eu/alarmsignal-im-hinblick-auf-die-klimaziele) hat am 03.01.2023 auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE die Jahresauswertung 2022 zur Stromerzeugung in Deutschland vorgelegt. Das Jahr war von extremen Preisen und einem starken Wachstum bei den Erneuerbaren Energien geprägt. Auch der Stromhandel mit den Nachbarländern zog an. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 49,6 und ihr Anteil an der Last bei 50,3 Prozent. Einzig die PV erreichte die von der Bundesregierung vorgegebenen Ausbauziele und konnte ihren Beitrag zur Stromerzeugung um 19 Prozent steigern. Die Auswertung basiert auf der Datenplattform energy-charts.info. weiterlesen…

Anpassungen der Bundesförderung effiziente Gebäude

Neues Programm soll aufgelegt werden

Die Förderkulisse für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden bleibt 2023 weitgehend stabil. Im Neubau wird die BEG-Förderung zunächst bis März fortgeführt, danach soll ein neues Förderprogramm beim BMWSB aufgelegt werden. Seit dem 01.01.2023 gelten für den Einbau umweltschonender Heizungssysteme neue Förderrichtlinien. Nachdem das Bundesklimaschutzministerium (BMWK) im Oktober bereits Richtlinienentwürfe vorgelegt hatte, sind am 30.12.2022 nun die final abgestimmten Reformen der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) vorgestellt worden, die zum 01.01.2023 in Kraft traten. Dabei lautet die wichtigste Nachricht aus Sicht des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e.V.: Die Förderung für Wärmepumpen bleibt im Großen und Ganzen stabil erhalten. weiterlesen…

Alarmsignal im Hinblick auf Klimagrenze – Wissing in der Kritik

Rückkehr der Kohle macht Energiespareffekte zunichte und gefährdet Klimaziele

2022 ist die für die deutschen Klimaziele erforderliche Reduktion der CO2-Emissionen ausgeblieben: Deutschlands Treibhausgasausstoß stagnierte bei rund 761 Mio. t CO2. Das zeigen die von Agora Energiewende veröffentlichten Berechnungen nach Auswertung des Energiejahres 2022 unter dem Titel: „Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2022“. Demnach lag die Emissionsminderung 2022 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 bei knapp 39 Prozent und damit zum zweiten Mal hinter dem (2020 erreichten) Klimaziel von 40 Prozent. „Die CO2-Emissionen stagnieren auf hohem Niveau, und das trotz eines deutlich niedrigeren Energieverbrauchs von Haushalten und Industrie. Das ist ein Alarmsignal im Hinblick auf die Klimaziele“, sagte Simon Müller, Direktor Deutschland bei Agora Energiewende. weiterlesen…

Mobilität der Zukunft in der öffentlichen Diskussion

Hintergrund und Position des Fraunhofer UMSICHT: Kraftstoffe der Zukunft

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung gibt für den Verkehrssektor bis 2030 eine Treibhausgaseinsparung von 42 bis 40 Prozent als Ziel vor. Wie jedoch kann dieses Ziel erreicht werden? Sind technische Innovationen für Kraftfahrzeuge ein Allheilmittel oder bedarf es zusätzlich auch weitreichender Veränderungen im Mobilitätsverhalten, die auch die Art, wie wir zukünftig arbeiten und leben werden, betreffen? Eine Position des Fraunhofer UMSICHT. (Bildmontage: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – © PPP, Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

AKW-Anzahl weltweit gesunken

Entgegen Behauptungen der Atomlobby sind 2022 weltweit Zahl der AKW und Atomstromproduktion gesunken

Ende 2022 erzeugten einer Medienerklärung von Raimund Kamm am 03.01.2023 folgend weltweit laut Statistiken der IAEA (International Atomic Energy Agency) nur noch 422 Atomreaktoren Strom. 20 Jahre früher (2002) waren es noch 444. Nachdem schon 2021 die weltweite Atomstromproduktion mit 2.653 Terawattstunden kleiner war als fünfzehn Jahre zuvor im Jahr 2006 mit 2661 TWh (IAEA), wird im Jahr 2022 durch den Stillstand vieler alter und defekter AKW gerade in Frankreich die Atomstromproduktion nochmal gesunken sein. weiterlesen…

2023 – Neustart für Windenergie

Windenergie blickt voll Zuversicht ins neue Jahr

Mit einem nie zuvor dagewesenen Rekord-Ausschreibungsziel von fast 13 Gigawatt Leistung bei der Windenergie an Land sieht sich die Branche in Deutschland nach Jahren der politisch verordneten Bremsen 2023 vor einem Neustart. Insgesamt blickt man daher optimistisch auf das neue Jahr. „Die Bundesregierung hat ihr erstes Jahr im Amt dazu genutzt, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, besonders des Leistungsträgers Windenergie, aktiv zu gestalten. Erste Fortschritte sind erkennbar, auch wenn noch offene Baustellen bestehen, die in diesem Jahr schnell geschlossen werden müssen. Dann kann der nötige Ausbau stattfinden und die volkswirtschaftlichen Wertschöpfungspotenziale der Windenergie entfesselt werden“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie. weiterlesen…

Rekordeinnahmen im Emissionshandel

Mehr als 13 Milliarden für Klimaschutz

Die deutschen Auktionserlöse aus dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) beliefen sich im Jahr 2022 auf über 6,8 Milliarden Euro. Damit stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr spürbar (5,3 Milliarden Euro im Jahr 2021). Die Veräußerungserlöse aus dem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) für Wärme und Verkehr lagen mit rund 6,4 Milliarden Euro hingegen unterhalb des Vorjahres (7,2 Milliarden Euro im Jahr 2021). Trotz der Rückgänge im nEHS lagen die Gesamteinnahmen für den Bund aus beiden Systemen 2022 aufgrund der Zuwächse im EU-ETS mit über 13 Milliarden Euro knapp oberhalb der Rekordwerte aus dem Vorjahr (12,5 Milliarden Euro in 2021). Der Emissionshandel bringt also ambitionierten Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Einklang, wie das Umweltbundesamt am 03.01.2023 mitteilt. weiterlesen…