Online und Home-Office treiben ökologischen Fußabdruck in die Höhe

Öfter mal Laptop-Kamera abstellen!

Online-Lehre kann weniger klimafreundlich sein als erhofft; das ergab eine Untersuchung an der englischen Bournemouth University. Digital indirekt durch Fernlehre und Fernarbeit verursachte Emissionen glichen die des Pendelns auf den Campus aus. Anders der VDC: der kam mit dem Borderstep Institut in einer Studie zu dem Ergebnis, dass schon ab fünf Kilometer Anfahrtsweg mit dem Auto der Umstieg auf den PC einen Sinn habe. Und das Umweltbundesamt rechnete vor, dass ein Videostream in HD-Qualität per Glasfaserkabel mit gerade eben mal zwei Gramm CO2 pro Stunde zu Buche schlage und 45mal klimafreundlicherer sei als eine Übertragung über das G3-Datennetz. weiterlesen…

Videokonferenzen, Home-Office und das Klima

VDC/Borderstep: Klima schützen, Verkehr vermeiden – Potenziale für eine nachhaltige berufliche Mobilität

Jeder vierte Weg, den wir zurücklegen, ist auf das Pendeln zum Arbeitsplatz oder auf Reisen zur Ausübung des Berufs zurückzuführen. 2019 wurde bereits mit 195 Millionen Geschäftsreisen ein neuer Höchststand erreicht – fast eine Million Reisen pro Arbeitstag. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Home-Office und mobiles Arbeiten sind für viele zur neuen Normalität geworden. VCD und Borderstep Institut haben dazu am 18.02.2021eine repräsentative Befragung zu Klimaschutzpotenzialen von Videokonferenzen und Home-Office vorgestellt. weiterlesen…

Solarbatterie-Boom schon im dritten Jahr

Aber: Versiebenfachung nötig…

Die Zahl der Solarstromspeicher wuchs 2020 das dritte Jahr in Folge um rund 50 Prozent, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft am 18.02.2021 mit. Der Branchenverband erwartet noch weiteres Marktwachstum; denn die Energiewende brauche bis 2030 siebenmal so viel Batteriespeicherkapazität als notwendigen Beitrag zum Ausgleich kurzfristiger Erzeugungsschwankungen. weiterlesen…

2022 industrielle Power-to-Liquid Pionieranlage in Deutschland

Zweiprozentige PtL-Quote für Kerosin ab 2030

Die Power-to-Liquid-(PTL-)Quote für den Luftverkehr soll zum Ende des Jahrzehnts kommen. Um das Ziel zu erreichen, muss aber massiv in Produktionskapazitäten investiert werden, denn auch der übrige Verkehr soll deutlich grüner werden. So will das Karlsruher Unternehmen Ineratec 2022 im Industriepark Höchst bei Frankfurt „die weltweit erste PTL-Anlage mit einer Produktionskapazität bis 3.500 Tonnen, also 4,6 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr“, in Betrieb nehmen. Weitere und noch größere Produktionstellen müssten aber zügig folgen, um bis 2030 zwei Prozent zu erreichen. weiterlesen…

Langstreckenflüge machen Hälfte der CO2-Emissionen aus

Doch nur 6% gehen über 4.000 km

Für einige Strecken kann nur das Flugzeug eine schnelle Verbindung bieten, meistens ist das eine Frage der Entfernung. 2020 waren etwa 6 % der Flüge von europäischen Flughäfen Langstreckenflüge, bei denen mehr als 4.000 km zurückgelegt wurden. Sie emittierten aber 50% der CO2-Emissionen des Luftverkehrs – so die europäische Flugsicherungs-Organisation EUROCONTROL in ihrem Daten-Kurzbericht am 16.02.2021 (Grafik: Abflüge und CO2-Emissionen – © eurocontrol.int). weiterlesen…

Saubere Stadtlinienbusse

ELO Mobility entwickelt mit Fraunhofer IVI Wasserstoff-Antrieb für ÖPNV

Das Berliner Start-up ELO Mobility und das Dresdner Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI entwickeln zusammen eine neue Generation von revolutionären Stadtlinienbussen mit Wasserstoffantrieb. Wasserstoff, zentrales Element der Energiewende, ermöglicht emissionsfreie Mobilität und gilt als wesentliches Element bei der Umsetzung geplanter Klimaziele der Bundesregierung. weiterlesen…

Luftqualitätsbericht 2020: Nur noch wenige Städte über Stickstoffdioxid-Grenzwert

UBA: Corona-Pandemie beeinflusste Luftqualität nur leicht

2020 wurde der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ Luft voraussichtlich nur noch an rund drei bis vier Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten, meldet das Umweltbundesamt am . 2019 waren es noch 21 Prozent. Insgesamt ist die Belastung mit Stickstoffdioxid deutschlandweit damit weiter deutlich rückläufig. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (Stand 01.02.2021) von bislang rund 400 Messstationen. weiterlesen…

Jodsäuren beeinflussen Bildung atmosphärischer Aerosole massiv

Jod aus den Meeren verstärkt Wolkenbildung in der Arktis und Eisschmelze

Im Großexperiment CLOUD (Cosmics Leaving Outdoor Droplets) am Kernforschungszentrum CERN in Genf untersuchen 104 Wissenschaftler aus 13 Ländern, wie sich unter kontrollierten Bedingungen aus reaktiven Gasen Aerosolpartikel bilden. In einer am 05.02.2021 in Science veröffentlichten Arbeit zeigen Xu-ChEng He et. al., dass sich Aerosolpartikel aus Jodsäure extrem schnell in der marinen Grenzschicht bilden – dem Teil der Atmosphäre, der in direktem Kontakt mit dem Ozean steht. Aerosolpartikel in der Atmosphäre beeinflussen Klima und Wolkenbildung und tragen zu städtischem Smog bei, wie sich aber neue Aerosolpartikel bilden, ist noch relativ gering untersucht. Die Ergebnisse deuten auf einen neuen Mechanismus hin, der den Verlust des arktischen Meereises beschleunigen könnte.
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Europäische Luftfahrtindustrie will bis 2050 klimaneutral sein

CO2-Emissionen sollen ausgeglichen werden können

Die europäische Luftfahrtindustrie hat einen Nachhaltigkeitsplan ins Leben gerufen, um bis zum Jahr 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, schreibt Sean Goulding Carroll auf EURACTIV.com. Dieser Fahrplan soll den derzeit unter einem gewaltigen pandemiebedingten Abschwung leidenden, notorisch kohlenstoffintensiven Sektor mit den EU-Klimazielen in Einklang bringen. Der am 11.02.2021 vorgestellte Plan sieht vor, die CO2-Emissionen aller Flüge innerhalb und außerhalb der EU bis 2030 um 45% zu reduzieren und bis 2050 netto null zu erreichen. weiterlesen…

Gletschersee bedroht peruanische Stadt Huaráz

Prozess „Saúl ./. RWE“ läuft seit 2015 – jetzt wissenschaftliche Belege

Rupert Stuart-Smith (University of Oxford) und Gerard Roe (University of Washington, Seattle) warnen in Nature Geoscience vor einer Naturkatastrophe durch den Gletschersee Laguna de Palcacocha in den peruanischen Anden. 22 km unterhalb des Sees liegt Huaraz. (Foto: Gletschersee Palcacocha mit provisorischem und ungenügendem Abpumpsystem im Vordergrund – © Germanwatch e.V.) Ein erneutes Unglück (nach 1941) hätte noch verheerendere Folgen, mahnen die Forscher. Seit 2015 sieht sich der Energieversorger RWE deshalb einer Klage des Kleinbauern und Bergführern Saúl Luciano Lliuya beim Landgericht Essen gegenüber. weiterlesen…