„EU droht riesige Chance zu verspielen“

Zögern der Regierungschefs bei Verbesserung des Klimaziels

Nach Chinas Ankündigung, das eigene Klimaziel zu verbessern und damit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens zu folgen, haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs gestern Abend nur zu einer schwachen Antwort durchringen können. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch kritisiert die fehlende Einigung auf ein neues Klimaziel für 2030 als vertane Chance. weiterlesen…

„Denken im System – das ist der Ansatz, den wir brauchen“

„Am Ende gewinnen wir“ – Nachgefragt aus energiezukunft

Am 24. und 25.09.2020 fand im Berliner Festsaal Kreuzberg eines der wenigen Live-Events der Energiewelt in diesem Jahr statt: Das 21. Forum Neue Energiewelt. Nicht nur Corona-bedingt gibt es zu wenig Austausch zwischen Energiewendetreibern und anderen Akteuren, zum Beispiel mit den Netzbetreibern. Ins Gespräch auf Augenhöhe kommen – dafür treten Tina Barroso und Karl Heinz Remmers ein. Barroso ist Projektleiterin und Gastgeberin für das Forum Neue Energiewelt. Remmers hat das Forum aus der Taufe gehoben und ist eine der streitbarsten Stimmen der Branche. weiterlesen…

PV wird größter Stromerzeuger weltweit

IEA World Energy Outlook 2020: Neue beherrschende Kraft weltweiter Strommärkte

„Das Jahrzehnt der Photovoltaik ist angebrochen. Die Solarstromerzeugung wird in den nächsten Jahren schneller wachsen als die aller anderen Technologien, wie der am 13.10.2020 publizierte World Energie Outlook (WEO) der Internationalen Energieagentur IEA zeigt“, schreibt Sven Ullrich in Erneuerbare Energien. Und Petra Hannen auf pv magazine: „Den Szenarien der Internationalen Energie-Agentur zufolge werden erneuerbare Energien bis 2030 insgesamt 80 Prozent des weltweiten Strombedarfs abdecken. Allerdings muss das starke Wachstum mit robusten Investitionen in die Stromnetze verbunden werden.“ Doch es gibt auch Kritik: „Pfad in den Untergang der menschlichen Zivilisation“ sagt die Kurzanalyse der Energy Watch Group Berlin. weiterlesen…

„Klimaeffekt ist erstaunlich gering“

Echtzeit-Daten zeigen massive Auswirkungen von Covid-19 auf globale Emissionen

Während die andauernde Corona-Pandemie weiterhin Menschenleben fordert, konnte in der ersten Jahreshälfte 2020 ein beispielloser Rückgang der CO2-Emissionen festgestellt werden – stärker als während der Finanzkrise von 2008, der Ölkrise von 1979 oder sogar während des Zweiten Weltkriegs. Ein internationales Forscherteam um das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat herausgefunden, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 8,8 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen wurden als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 – ein Rückgang von insgesamt 1.551 Millionen Tonnen. weiterlesen…

EU löst „Renovierungswelle“ aus

Verdoppelung der Renovierungsquote zur Senkung von Emissionen, zur Ankurbelung der wirtschaftlichen Erholung und zur Verringerung von Energiearmut

Am 14.10.2020 hat die Europäische Kommission ihre Strategie für eine Renovierungswelle zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden veröffentlicht. Die Kommission beabsichtigt, die Renovierungsquote in den nächsten zehn Jahren mindestens zu verdoppeln und durch Renovierungen für mehr Energie- und Ressourceneffizienz zu sorgen. Dies soll dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen, die in diesen Gebäuden leben und sie nutzen, zu verbessern, die Treibhausgasemissionen in Europa zu verringern, die Digitalisierung zu fördern und mehr Werkstoffe wiederzuverwenden und zu recyceln. Bis 2030 könnten 35 Millionen Gebäude renoviert und bis zu 160 000 zusätzliche grüne Arbeitsplätze im Baugewerbe geschaffen werden. weiterlesen…

„….dem Tempo des Klimawandels nicht gewachsen“

Kipp-Prozesse: Größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes bedroht

Ein größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes als bislang bekannt läuft Gefahr, einen Kipp-Punkt zu überschreiten, an dem er austrocknen und zu einer Art Savanne werden könnte. Das zeigt eine Studie auf der Grundlage von Computermodellen und Datenanalyse, die jetzt von einem Team von Wissenschaftlern – darunter Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – in Nature Communications veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Wie passen Mieterschutz und Klimaschutz unter einen Hut?

Warmmiete macht CO2-Preis auf Öl und Gas mieterfreundlich

Die Umstellung des deutschen Mietmarkts von Kalt- auf Warmmieten kann den klimafreundlichen Umbau von Mietshäusern fördern und gleichzeitig Mieter vor teuren, ineffizienten Modernisierungen schützen. Vorbild ist Schweden, wo seit dem Jahr 2000 eine Kombination aus steigenden CO2-Preisen bei gleichzeitiger Einführung des Warmmieten-Prinzips gilt. Die Emissionen der dortigen Haushalte sind seither um 95 Prozent gesunken. Agora Energiewende hat nun gemeinsam mit der Universität Kassel einen Vorschlag vorgelegt, wie Klimaschutz mithilfe des Warmmieten-Prinzips auch in deutschen Mietshäusern attraktiv wird. Ein juristisches Gutachten zeigt außerdem, wie es sich in deutsches Recht umsetzen lässt. weiterlesen…

Mit Sonnenkraft den Acker pflügen

Solartraktor verschont Umwelt von Lärm- und Abgasbelastung

PV-Modul - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEmissionsarme Antriebe in der Landwirtschaft sind heutzutage ungefähr so selten, wie die Blaue Mauritius. Fossile Brennstoffe dominieren das Geschäft, die Agrarindustrie gilt als Energieschleuder. Traktoren und Erntemaschinen werden immer riesiger, je effizienter und schneller die Ernte eingebracht wird, desto besser. Der Kraftstoffverbrauch ist da zweitranging. Umso erstaunlicher ist deshalb die preisgekrönte Erfindung des Soester Landwirts Heinz Wegmann, der einen solarbetrieben Traktor entwickelt hat, wie Joschua Katz am 12.10.2020 auf energiezukunft berichtete. weiterlesen…

Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes passiert Bundesrat

Neue Instrumente im Einsatz gegen Vermüllung und Ressourcenverschwendung: Weniger Abfall – mehr Recycling

Der Bundesrat hat am 09.10.2020 die Umsetzung der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie in deutsches Recht gebilligt, die der Bundestag am 17.09.2020 beschlossen hatte. Ziel ist es, das Kreislaufwirtschaftsgesetz ökologisch weiterzuentwickeln, um das Ressourcenmanagement und die Ressourceneffizienz in Deutschland zu verbessern und vor allem die Abfallvermeidung zu stärken. weiterlesen…

Deutschland kann bis 2035 CO2-neutral werden

FFF und Wuppertal Institut stellen Eckpunkte für 1,5-Grad-Grenze vor

Die von der internationalen Staatengemeinschaft 2015 in Paris beschlossene Vereinbarung gibt das Ziel vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Doch es geschieht zu wenig. FridaysForFuture (FFF) dazu: „Seit fast zwei Jahren ist das Klima eines der größten Themen in Gesellschaft und Politik. Und gleichzeitig gibt es immer noch keine einzige Partei in Deutschland, die einen Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens hat. Oder wenigstens einen Plan, was die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze für Deutschland eigentlich bedeutet. Zwischen den Zielen aller politischen Parteien und der 1,5-°C-Grenze klafft eine gigantische Lücke.“ Beauftragt von Fridays for Future legte das Wuppertal Institut jetzt eine Untersuchung mit möglichen Eckpunkten vor, die helfen können, die 1,5-Grad-Grenze bis 2035 nicht zu überschreiten. weiterlesen…