Immer mehr Links zwischen Klimawandel und Extremwetter

Zuordnungsforschung wächst schnell

Extreme Wetterereignisse auf der ganzen Welt waren 2018 vom Klimawandel gekennzeichnet: Waldbrände in Kalifornien, Hitzewellen in Europa und Asien sowie extrem niedriges Meereis in der Arktis. Das fasst der am 09.12.2019 im Bulletin der American Meteorological Society veröffentlichte jährliche Sonderbericht zusammen. Der nun zum achten Mal erschienene Bericht enthält eine Sammlung von Studien und Analysen, die fragen, ob der Klimawandel beim Extremwetter eine Rolle gespielt hat – ein Forschungsgebiet, das als Attributionsforschung (auch Zuordnungswissenschaft) bekannt ist. weiterlesen…

Berlin erkennt die Klimanotlage an

Senat forciert Gegenmaßnahmen: Schärferes Energiewendegesetz und Klima-Check für alle Senatsbeschlüsse

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teil aus der Sitzung des Senats am 10. 12.2019 mit: „Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, die Anerkennung der Klimanotlage für das Land Berlin beschlossen. Der Senat stellt damit ausdrücklich fest, dass die fortschreitende Erderhitzung eine Klimanotlage darstellt, die zusätzliche Anstrengungen zugunsten des Klimaschutzes auch auf Berliner Landesebene erforderlich macht.“ weiterlesen…

Hamburg beschließt Klimaplan und Klimaschutzgesetz

Senat beschließt Maßnahmen für zehn Jahre und setzt CO2-Ziele für 2030 und 2050

Der Hamburger Senat hat 03.12.2019 mit einer Fortschreibung seines Klimaplans und einem neuen Klimaschutzgesetz zwei entscheidende Weichen gestellt, um die Klimaziele Hamburgs zu erreichen. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 55 Prozent sinken, bis 2050 soll Hamburg klimaneutral werden. Der Klimaplan beschreibt die Verantwortung und die jeweiligen CO2-Minderungsziele in den Sektoren „Verkehr“, „Private Haushalte“, „Gewerbe, Dienstleistung, Handel“ und „Industrie“. Er enthält eine Vielzahl konkreter Maßnahmen, die zu der erforderlichen Verringerung der CO2-Emissionen bis 2030 führen sollen. Der Entwurf des neuen Klimaschutzgesetzes soll hierfür einen verbindlichen rechtlichen Rahmen schaffen. weiterlesen…

Klimaschutz-Index sieht Chance auf Wendepunkt

Mehrheit der Industrie- und Schwellenländer mit sinkenden Emissionen

Wie die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mitteilte, zeigt der am 10.12.2019 beim Klimagipfel in Madrid vorgestellte Klimaschutz-Index 2020 ein äußerst zwiespältiges Bild: In 31 von 57 untersuchten Staaten sind die Treibhausgasemissionen rückläufig. Deutschland hat sich nur leicht verbessert, ist von Platz 27 auf Platz 23 gerutscht, verweilt aber immer noch in der Kategorie „mäßig“. Schweden verteidigt weiter seinen ersten Platz und die USA lösen erstmals Saudi-Arabien als Schlusslicht ab. weiterlesen…

Schulze bei COP25: „Wir brauchen eine globale Strategie für grünen Wasserstoff“

BMU gründet internationale Wissens- und Vernetzungsplattform für E-Fuel aus Ökostrom

Das Bundesumweltministerium will – einer Medienmitteilung zufolge – die internationale Zusammenarbeit bei nachhaltigen synthetischen Brenn-, Kraft- und Grundstoffen aus Ökostrom (Power-to-X) ausbauen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kündigte dazu am 10.12.2019 im Rahmen der Weltklimakonferenz COP25 in Madrid den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats an, das künftig die Plattform für ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden soll. Das Sekretariat wird seinen Sitz in Berlin haben. weiterlesen…

DUH-Dienstwagencheck: „Schaufahren gegen den Klimaschutz“

Erstmals sogar steigende CO2-Emissionen bei Dienstwagen von Regierungspolitikern

Die Ergebnisse der 13. Dienstwagenumfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter Spitzenpolitikern dokumentieren ausgerechnet während der Weltklimakonferenz erstmals sogar ansteigende Klimagasemissionen: Kein einziger Dienstwagen der Regierungspolitiker in Bund und Ländern halte laut einer DUH–Medienmitteilung vom 09.12.2019 im Realbetrieb den EU-Flottengrenzwert für CO2 ein: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer fährt seinem Kabinett mit schlechtem Beispiel voraus: Sein Dienstwagen hat den höchsten realen CO2-Ausstoß. Dagegen fährt der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte auf Länderebenemit dem CO2-ärmsten Pkw. Erneuter Negativspitzenreiter unter allen Länderchefs ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.“ weiterlesen…

US-Atommüll-Deponie im Pazifik droht aufzubrechen

Folge des Klimawandels

Seit dem Kalten Krieg liegen Tonnen von Atommüll in einem Betonbunker auf Runit Island (Marshallinseln). Der droht nun den Ozean zu verseuchen – Schuld ist der Klimawandel, der seinerseits die niedrig liegenden Inseln in nicht mehr ferner Zukunft überschwemmen wird. Das schreibt Barbara Barkhausen am 09.12.2019 in der Frankfurter Rundschau. (Foto:1.3.1954: Explosion der 15-Megatonnen-Wasserstoffbombe Castel Bravo. Sie sprengte einen 75 Meter tiefen und 1,5 Kilometer großen Krater in das Bikini-Atoll und verteilte radioaktiven Fallout über vier Kontinente. Die freigesetzte Energie entsprach 15 Megatonnen TNT – mehr als das Tausendfache der Atombombe von Hiroshima – © United States Department of Energy – US gov, Gemeinfrei) weiterlesen…

Stadtwerke „entdecken“ Solarthermie

Solites: 2019 rund 37.000 Quadratmeter neu installiert

In Deutschland werden 2019 voraussichtlich thermische Solarkollektorfelder mit einer Gesamtfläche von rund 37.000 Quadratmetern auf Freiflächen neu installiert, meldenn Sonnenseite und Solarserver unter Berufung auf Sollites (Steinbeis). Die meisten dieser Kollektorfelder werden an städtische Fernwärmenetze angeschlossen. Während im vergangenen Jahr solarunterstützte Wärmenetze überwiegend in Form von neuen Solar-Bioenergiedörfern im ländlichen Raum an den Start gingen, ziehen 2019 etablierte Fernwärmeversorger in Ballungsräumen nach. weiterlesen…

Arktisches „Eis-Management“ gegen den Klimawandel?

AWI: Neue Geo-Engineering-Idee könnte zwar Meereisschwund, nicht aber Erwärmung bremsen

Gemäß einer viel diskutierten Geo-Engineering-Idee könnten der Meereisrückgang und die globale Erwärmung gebremst werden, indem Millionen im Eis driftender, windgetriebener Pumpen die winterliche Eisbildung in der Arktis ankurbeln. Forscher des Alfred-Wegener Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben diesen Vorschlag erstmalig in einem komplexen Klimamodell getestet und ihre Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Earth’s Future veröffentlicht. Dabei kommen sie zu ernüchternden Ergebnissen: Zwar könnten eisfreie Sommer um einige Jahrzehnte hinausgezögert werden. Außerhalb der Arktis würde dieser massive Eingriff jedoch keine nennenswerte Abkühlung mit sich bringen. weiterlesen…

Sondergipfel von Bund und Ländern zur Energiewende

Im Januar 2020 Einigung bei Klima- und Energiefragen suchen

Legislative und Exekutive - das Bundeskanzleramt vom Paul-Löbe-Haus des Bundestags aus gesehen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyNach einem Treffen der Länder-Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel wollen beide Seiten im Januar 2020 möglichst eine Einigung bei Klima- und Energiefragen zu erreichen versuchen. Merkel kündigte an, dass dann auch die wichtigen Fragen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien geklärt werden sollen, berichtete Sandra Enkhardt am 06.12.2019 im Portal pv magazine. weiterlesen…