Grüne gegen Billigflüge und Verbrenner – Scheuer pro Schiene

Wiedergeburt des TEE

Wenn der grüne Höhenflug bis zur Wahl anhält, hat Annalena Baerbock im Herbst tatsächlich eine realistische Chance, ins Kanzleramt einzuziehen. Auf längere Sicht ist sie für die Abschaffung von Kurzstreckenflügen, sagte sie zu Bild am Sonntag am 16.05.2021. Auch Billig-Flüge etwa nach Mallorca müssten aufhören, am besten durch Besteuerung, wenn man es mit der Klimapolitik ernst meine. Wie zufälliges Entegenkommen wirkte da Verkehrsminister Andreas Scheuers Konzept TEE 2.0 (TransEuropExpress) grenzüberschreitender Hochgeschwindigkeits- und Nachtzüge – für das er breite Unterstützung bei seinen Kollegen gefunden hat. weiterlesen…

Dienstwagen-Elektrifizierung senkt Pkw-Ausstoß um ein Drittel

Klimaschädlichste Flotte Europas

Dienstwagen und gewerblich zugelassene Fahrzeuge sind für rund drei Viertel der CO2-Emissionen von Neuwagen in Deutschland verantwortlich. Sie bilden die klimaschädlichste Flotte in Europa, wie eine neue Studie von Transport & Environment (T&E) zeigt. Eine von T&E in Auftrag gegebene Analyse berechnet, dass sich die gesamten Pkw-Emissionen in Deutschland um fast ein Drittel verringern würden, wenn alle neuen gewerblich zugelassenen Fahrzeuge bis 2030 elektrifiziert werden. Das würde einen Großteil der Emissionseinsparungen ermöglichen, die notwendig sind, um die derzeit diskutierten höheren nationalen Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. weiterlesen…

IASS-Potsdam vor ungewisser Zukunft

Angliederung ans GFZ?

Das 2009 von Klaus Töpfer gegründete Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) – seit 2017 deutsch: Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung – hat einen guten Ruf; das hat der Wissenschaftsrat den 150 Forschenden eben noch schriftlich gegeben – doch nun soll es nach dem Willen des BMBF Teil des Geoforschungszentrums GFZ werden, schrieb Rüdiger Braun am 15.05.2021 auf der Webseite der Märkischen Allgemeinen (MAZ). Noch kämpfe IASS-Direktor Ortwin Renn um Profil und Unabhängigkeit seines Hauses (Foto: Hauptsitz des IASS, Berliner Straße, Potsdam – © Clemensfranz – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Vibrieren statt rammen

RWE-Forschungsprojekt prüft neue Installationsmethode für Offshore-Fundamente

„VISSKA“ – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein Forschungsprojekt, mit dem weitreichende Untersuchungen zur Vibrationsrammung in Bezug auf die Installation, die Schallemissionen und die Auswirkungen auf Schweinswale im Offshore-Windpark Kaskasi II vorgenommen werden sollen. Nach einer Medienmitteilung haben RWE Renewables, die itap GmbH, die BioConsult SH GmbH & Co. KG sowie die Universität Stuttgart (Institut für Geotechnik) und die Technische Universität Berlin (Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik) eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet (Foto: RWE-Offshore-Windpark Kaskasi – © group.rwe). weiterlesen…

Zu viel Kohle für Ausstieg?

Zu großzügige Entschädigungszahlungen berechnet

„Wie Altmaier die Entschädigungen für Kohlekonzerne aufblähte“, titelte der Spiegel am 15.05.2021. Als der Minister am 03.07.2020 verkündete, die Regierung werde den beiden großen Braunkohleverstromern RWE und LEAG zusammen 4,35 Milliarden für ihre durch den Kohleausstieg entgangenen Gewinne zahlen, kam Kritik an der Höhe auf. Noch dazu hüllte sich das BMWi in Schweigen, wie die Summe berechnet worden war. Jetzt meldete das Nachrichtenmagazin gemeinsam mit dem Recherchekollektiv Correctiv, interne Dokumente deuteten auf fragwürdige Berechnungen hin. weiterlesen…

Kohlenstoff-Emissionen von Talsperren stark unterschätzt

Forscher bewerten Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf neu: Doppelt so viel CO2 wie angenommen

Talsperren dienen unter anderem als Reservoire für Trinkwasser, landwirtschaftliche Bewässerung oder zum Betrieb von Wasserkraftanlagen. Bisher ging man davon aus, dass Talsperren ungefähr so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen an die Atmosphäre abgeben. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg zeigen in Kooperation mit spanischen Wissenschaftlern des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA) in Girona sowie des Instituts für Biodiversitätsforschung (IRBio) der Universität Barcelona nun aber, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff freisetzen als sie speichern. weiterlesen…

Nachhaltiges Wirtschaften der Zukunft

NABU-Studie: „Ressourcen sparen, Natur schützen“

Um die Erde nicht über die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu bringen, gilt es die globalen CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren. Lösung hierfür bietet die Bioökonomie, also ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierendes Wirtschaftssystem. Eine am 12.05.2021 veröffentlichte Studie des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) im Auftrag des NABU („Zukunftsfähige Bioökonomie„, März 2021) zeigt, wo die Potenziale für eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen am größten sind (Grafik: Grüne Bioraffinerie – © bilddatenbank.nabu.de). weiterlesen…

EU-Kommission strebt Null-Schadstoff-Ziel für Luft, Wasser und Boden an

Europäischer Grüner Deal

Mit dem EU-Aktionsplan zur Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden, den Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission, zuständig für den Europäischen Green Deal und Kommissar für Klimapolitik, und Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, am 12.05.2021 vorgestellt haben, wurde ein Eckpfeiler im Rahmen des europäischen Grünen Deals veröffentlicht, Hauptthema der diesjährigen Grünen Woche der EU, um den Umwelt- und Ressourcenschutz anzugehen. In dem Aktionsplan wird eine integrierte Vision einer Welt für 2050 umrissen, in der die Verschmutzung so gering ist, dass sie für die menschliche Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme keine Gefahr mehr darstellt. Ferner werden die Schritte bis zu diesem Ziel dargelegt (Foto: Frans Timmermans und Virginijus Sinkevičius – © audiovisual.ec.europa.eu, P-051131~2F00-02, Claudio Centonze) weiterlesen…

BPA: „Klimaschutzgesetz 2021 – Generationenvertrag für das Klima“

Post-Karlsruher Aktionismus

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung verschickte am 12.05.2021 Medienmitteilungen dreier Ministerien (Umwelt, Ernährung und Wirtschaft) zur Verabschiedung des neuen Klimaschutzgesetzes im Bundeskabinett und eine Erklärung zum Klimapakt: „Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes will die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärfen und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankern. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen.“ Umweltministerin Schulze: „„Das Klimaschutzgesetz setzt den Rahmen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte“. Begleitend zum Gesetzentwurf kündigte die Bundesregierung ein Sofortprogramm an, um die ambitionierten Ziele zu unterstützen. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

„Materialforschung auf dem Holzweg“

Biobasierte Materialien sollen Umweltverschmutzung reduzieren und Wandel zu nachhaltiger Wirtschaft vorantreiben

Forschende der TU Graz entwickeln grüne, biobasierte Materialien als Ersatz fossiler Rohstoffe – die sollen die Umweltverschmutzung reduzieren und den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft vorantreiben – so am 10.05.2021 eine Medienmitteilung der Universität von Christoph Pelzl. Holz als nachwachsende Ressource bietet ein hohes Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel. Zum einen bindet es große Mengen an Kohlenstoff (1 Tonne pro Kubikmeter!). Zum anderen ist es eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Rohstoffen, die Treibhausgas-Emissionen verursachen. Am Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der TU Graz stellen Forschende aus den Holzbestandteilen Cellulose, Hemicellulose und Lignin biologisch abbaubare Materialien her (Foto: Mikrofibrilläre Cellulose – © TU Graz / BPTI ). weiterlesen…