Wasserverbrauch und -knappheit entlang globaler Lieferketten

Forschungsvorhaben WELLE untersucht Wasserfußabdruck von Unternehmen – Lokale Maßnahmen in Globalen Wertschöpfungsketten – Untersuchung des Wassermengen-Verbrauchs der Industrie

Mit dem Ziel einer optimierten Methode der Bilanzierung von Wasser, sind unter Federführung der Forschungsstelle SEE an der TU Berlin und der Industrie im Rahmen des Forschungsprojektes WELLE der Wassermengen-Gebrauch von Organisationen entlang ihrer Wertschöpfungsketten untersucht worden. Laut einer Medienmitteilung des Kupferinstituts sollten entsprechende Wasserbilanz-Analysemethoden verbessert und damit einhergehende geeignete Instrumente für Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Besonders interessant ist die frei verfügbare Software, die eine systematische Erfassung der Wasserdaten der betrachteten Kette vereinfachend ermöglicht. Dadurch kann – so der (englische) Projektbericht – verhindert werden, dass durch das Thema „Wasser“ ein Problem in der Wertschöpfungskette entsteht. weiterlesen…

Private PV-Anlagen – wichtiger Beitrag zur Energiewende

Photovoltaik auf neuen Einfamilienhäusern würde bis 2030 mehr als 12 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Photovoltaik ist bei den Deutschen beliebt und das Potenzial für neue Anlagen groß. Welche positiven Auswirkungen es hätte, wenn künftig alle, die ein Eigenheim bauen, auf Sonnenstrom setzen würden, hat E.ON jetzt einer Medienmitteilung zufolge berechnet: Würde jedes in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre errichtete Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage ausgestattet, könnten über den gesamten Zeitraum insgesamt zusätzliche 38 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt und mehr als 12 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. weiterlesen…

EEA: THG aus Strommeilern gehen zurück – seit 2005 um 35%

Europas Kraftwerke haben 2019 deutlich weniger klimaschädliche Gase emittiert

Wie die EU-Umweltagentur EEA meldet, haben europäische Stromerzeuger wesentlich weniger Klimagase emittiert als 2018. Die Emissionen der vom EU-Emissionshandel umfassten stationären Anlage fielen um gut neun Prozent – der größte jährliche Rückgang seit zehn Jahren. Im Vergleich mit 2005 sind die Emissionen gar um 35 Prozent gesunken. Das kommt daher, dass die Kraftwerke mehr und mehr auf Erneuerbare Energien als auf Kohle setzen. Experten mahnen dennoch, die Ausstöße müssten noch deutlich mehr sinken, wenn 2050 in der EU Klimaneutralität erreicht werden soll. Anders der Flugverkehr: Hier haben die Emissionen noch einmal zugelegt – um ein Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Umweltagentur einen Rückgang – wegen der Pandemie. weiterlesen…

Regierung sieht E-Fuels sehr kritisch – unter anderem gar „ökologisch nachteilig“

Antwort der Regierung auf FDP-Anfrage – Verkehr bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral

Laut Bundesregierung macht „die bis spätestens zum Jahr 2050 notwendige weitgehende Treibhausgasneutralität des Verkehrs es notwendig, stromerzeugte Kraftstoffe im gasförmigen bzw. flüssigen Zustand auf Basis erneuerbaren Stromes herzustellen und diese dort einzusetzen, wo eine Elektrifizierung technisch kaum möglich oder unwirtschaftlich ist (Luft- und Seeverkehr, Teile des Schwerlastverkehrs)“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. In der Antwort (19/24942) auf eine Kleine Anfrage (19/23994) der FDP-Fraktion kündigt die Bundesregierung eine ehrgeizige Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) bis 2030 an. weiterlesen…

Private PV-Installationen übertreffen 2020 erstmals GW-Marke

Umsatzvolumen von Anlagen bis 10 kWp wächst um 73% und erreicht € 1,4 Mrd.

2020 war für den deutschen PV-Markt durch zahlreiche Turbulenzen gekennzeichnet. Nach einem starken Jahresstart drohte zunächst der weitere Zubau am 52 GW-Solardeckel zu scheitern. Auch waren die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie schwer abzuschätzen. Die Abschaffung des Solardeckels zu Beginn des dritten Quartals 2020 habe dann den Weg für ein weiteres deutliches Wachstum geöffnet, heißt es in einer Medienmitteilung von EUPD Research. weiterlesen…

Doch Rekord-Rückgang globaler CO2-Emissionen

Dank COVID-19-Lockdowns

„2,4 Milliarden Tonnen weniger CO2 dank Corona“ titelte die Süddeutsche Zeitung am 11.12.2020, als die Universitäten von East Anglia (UEA) und Exeter die jährliche weltweite CO2-Bilanz als Ergebnis des sogenannten „Global Carbon Projects“ (GCP) von 86 Klimaforschern aus aller Welt verkündeten. Denn die neue Bilanz zeigte einen noch nie erreichten Rückgang der CO2-Emissionen, der allerdings auf Corona-bedingte Einschränkungen des Transportwesens zurückgeführt wird. Die CO2-Konzentration der Luft stieg dennoch weiter an. weiterlesen…

„Benchmark in Europa“

Zukunftsfonds startet mit 10 Mrd. €

Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2021 am 11.12.2020 hat der Deutsche Bundestag 10 Mrd. € für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) bereitgestellt – so eine Medienmitteilung des BMWi. Der Zukunftsfonds wird insbesondere Finanzmittel in die kapitalintensive Skalierungsphase von Start-ups investieren, damit mehr junge, innovative Unternehmen aus Deutschland heraus in die Weltspitze aufsteigen können. weiterlesen…

Kohle wichtigster Energieträger im 3. Quartal 2020

Wieder mehr fossiler Strom als erneuerbarer

Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland 1.16,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 11.12.2020 waren das 2,9 % weniger als im 3. Quartal 2019. Anders als in den ersten beiden Quartalen 2020, in denen der Strom mehrheitlich aus erneuerbaren Energiequellen stammte (1. Quartal: 51,2 %, 2. Quartal: 52,5 %), kam der Strom im 3. Quartal zu 56,0 % aus konventionellen Energieträgern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern aber um 5,8 %, während die Einspeisung aus erneuerbaren Energien um 1,1 % zunahm. weiterlesen…

Green Deal: Gut für Europa – schlechter für den Planeten

Getreide- und Fleischimport untergräbt EU-Standards und lagert Umweltschäden aus

Europa soll bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden – das hat die EU mit dem „Green Deal“ Ende 2019 angekündigt. Ziel ist, die Kohlenstoffemissionen zu verringern sowie Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlichen Verkehr, Recycling und erneuerbare Energien zu fördern. Der Import von Millionen Tonnen Getreide und Fleisch pro Jahr untergräbt aber landwirtschaftliche Standards der EU und lagert so Umweltschäden aus der EU aus. Der europäische Green Deal ist in diesem Sinne „gut für ein klimaneutrales Europa – aber schlechter für den Planeten“, sagen KIT-Forscher – auch in Nature. weiterlesen…

Zurzeit steuern wir auf eine circa 4 Grad heißere Welt zu

FfF: 5 Jahre COP21 Paris – (k)ein Grund zu feiern

„Vor fünf Jahren ereignete sich Historisches: Am 12. Dezember 2015 beschlossen 196 Länder in Paris, die Klimakrise ernst zu nehmen und ihr entschlossen und geschlossen entgegenzutreten“ – so stand es am 07.12.2020 auf der Internetseite von Fridays for Future (FfF). „Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das Pariser Klimaabkommen geschlossen. Ein Abkommen, das lange und zähe Verhandlungen benötigte, das zwischen Ländern, die besonders früh und stark unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden werden und den reichen Industriestaaten, die den größten Teil zur Entstehung der Klimakrise beitragen, vermittelt. Ein Abkommen, das unter hohem Druck der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung entstanden ist und, das bereits einen Kompromiss darstellte. weiterlesen…