Hoffen auf Solardeckel-Aus

Mittelständler sehen größtes Potenzial in Photovoltaik

Deutschland wartet auf eine Entscheidung zum Solardeckel. „Wir erleben, dass viele Unternehmen verunsichert sind. Sie zögern mit dem Bau einer Photovoltaikanlage und hoffen darauf, dass der 52-Gigawatt-Deckel gestrichen wird“, sagt Victoria Ossadnik, Vorsitzende Geschäftsführerin der E.ON Energie Deutschland. Für Firmen, die einen hohen Anteil des selbst erzeugten Stroms verbrauchten und den Rest direkt vermarkten wollten, lohne sich eine Anlage auch ohne staatliche Zuschüsse. Die Verunsicherung sei aber auch unter diesen Firmen groß. weiterlesen…

Der H2-Hype

Wunderaktie Wasserstoff – wirklich?

„Wasserstoff sorgt für Börsen-Beben: Kursexplosion bei Wasserstoff-Aktien“. Wieder einmal überschlagen sich die Überschriften: „Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen„, „Nel: Wasserstoff-Kracher verzückt mit Kurssprung“ und: „Wasserstoff Aktien Nachfrage verzehnfacht sich in einem Jahr – Durchbruch der Technologie?“ weiterlesen…

Amazon-Boss spendet Milliarden für Klimawandel-Bekämpfung

Trotz $ 10 Mrd. umstritten

„Jeff Bezos will den Klimawandel in den Griff bekommen. Er kann mit Amazon anfangen“, titelte das US-Internet-Portal WIRED. Der Amazon-Boss will zehn Milliarden Dollar (€ 9,27 Mrd.) für den Kampf gegen den Klimawandel bereitstellen. Bei seinen Mitarbeitern kommt der Schritt aber nicht sonderlich gut an. Sie werfen (so n-tv und andere) dem Chef und Amazon erhebliche Mängel beim Thema Umwelt- und Klimaschutz vor. weiterlesen…

CO2-Preis könnte Leitinstrument im globalen Klimaschutz werden

Analyse von Ottmar Edenhofer, Matthias Kalkuhl und Axel Ockenfels: Deutsches Klimapaket hat das Zeug, positive Kettenreaktion auszulösen

Das Wichtigste am jüngst beschlossenen deutschen Klimapaket ist nicht die Wirkung im Inland, wo rund 2 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen entstehen. Es ist vielmehr „der potenzielle Beitrag zur Lösung des internationalen Koordinations- und Kooperationsproblems“. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Analyse der Ökonomen Ottmar Edenhofer, Matthias Kalkuhl und Axel Ockenfels. Die Analyse wurde jetzt in der Fachzeitschrift Perspektiven der Wirtschaftspolitik des Vereins für Socialpolitik veröffentlicht, die auch als Plattform für Diskussionen unter deutschen Ökonomen dient. weiterlesen…

Fessenheim geht vom Netz

Ende für Pannen-Akw nach 43 Jahren

Das umstrittene rechtsrheinische französische Atomkraftwerk Fessenheim unweit der deutschen Grenze nördlich von Basel geht vom Netz: Am 22.02.2020 soll der erste Druckwasserreaktor heruntergefahren werden, der zweite soll Ende Juni folgen. Damit endet der Betrieb des ältesten französischen AKWs nach 43 Jahren definitiv. Das älteste AKW Frankreichs kam aufgrund seiner Pannen wiederholt in die Schlagzeilen. Auch in der Schweiz und rechts des Rheins ist einer Meldung der kostenlosen Pendlerzeitung 20 Minuten und dem privaten Sender baden.fm zufolge die Erleichterung darüber groß. (Foto: AKW Fessenheim – © Florival_fr derivative work César – Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons) weiterlesen…

BUND-Appell an finnische MPin: „Datteln 4 stoppen!“

Besuch Sanna Marins bei Merkel

Anlässlich des Besuchs der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert der Bund Umwelt und Naturschutz einer Medienmitteilung zufolge an die Regierungschefin, die Fertigstellung des umstrittenen Kohlekraftwerks Datteln 4 zu stoppen. In Kürze wird der mehrheitlich im Besitz des finnischen Staats befindliche finnische Energieversorger Fortum die Mehrheit am Energieerzeuger Uniper, dem Betreiber des Kraftwerks Datteln 4, übernehmen. weiterlesen…

Auch Schulze für beschleunigten Einstieg in Wasserstoff-Wirtschaft

Umweltministerin schlägt Kraftstoffquote im Flugverkehr als Marktanreiz vor

Die Bundesumweltministerin drückt ebenso wie ihre Kabinettskollegin Karliczek (siehe: solarify.eu/handelsblatt-wasserstoff-thema-groesste-gelddruckmaschinerie) beim Megathema Wasserstoff aufs Tempo. Sie will will rasch in die Wasserstoff-Wirtschaft einsteigen und so schnell wie möglich einen Markthochlauf organisieren. „Es geht darum, dass deutsche Anlagenbauer ihre Technologieführerschaft bei der Herstellung von Wasserstoff und den Folgeprodukten, also etwa synthetischen Kraftstoffen, halten und ausbauen können“, sagte Schulze dem Handelsblatt. weiterlesen…

Energiewende braucht Netze – aber auch für Wasserstoff

ÜNB-Szenariorahmen 2035_2040 reicht nicht

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben zwar einen Szenariorahmen für den Stromnetzausbau bis 2035 und 2040 vorgelegt (siehe solarify.eu/uebertragungsnetzbetreiber-mit-entwurf-fuer-szenariorahmen-nep-2035). Aber der reicht nicht – und was ist mit Gas? fragt NIcole Weinhold in Erneuerbare Energien. Die Bundesnetzagentur hat am 13.02.2020 den Trassenkorridor für den südlichsten Abschnitt in Bayern der Gleichstromverbindung SuedOstLink festgelegt (siehe solarify.eu/bundesnetzagentur-legt-trassenkorridor-von-schwandorf-bis-akw-isar-fest). Nach allen Planungsänderungen und Widerständen aus Bayern ist das schon ein wichtiger Schritt nach vorn. weiterlesen…

Übertragungsnetzbetreiber mit Entwurf für Szenariorahmen NEP 2035

Bundesnetzagentur lädt zu öffentlicher Diskussion ein

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 17.01.2020 den von den vier Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW vorgelegten Szenariorahmenentwurf zum Netzentwicklungsplan (NEP) 2035 (2021) veröffentlicht und zur öffentlichen Diskussion darüber eingeladen – so eine Medienmitteilung von TenneT TSO. Die Übertragungsnetz­betreiber haben darin vier mögliche Szenarien abgebildet. Dabei wird die Energie­wende mit unterschiedlich starken Ausprägungen der Sektorenkopplung und mit einer unterschiedlichen Netzorientierung von Erzeuger- und Verbraucherverhalten realisiert. weiterlesen…

Bundesnetzagentur legt Trassenkorridor von Schwandorf bis AKW Isar fest

Südlichster Abschnitt der Gleichstromverbindung SuedOstLink

Die Bundesnetzagentur hat am 14.02.2020 dem TenneT-Vorschlag folgend den Trassenkorridor für den südlichsten Abschnitt der Gleichstromverbindung SuedOstLink in Bayern festgelegt – so eine Medienmitteilung. Er beginnt bei Pfreimd, verläuft westlich von Schwandorf, quert die Donau bei Pfatter und endet am Kernkraftwerksstandort Isar. Dieses Teilstück des SuedOstLink ist ca. 121 Kilometer lang, 500 bis 1000 Meter breit und wird ausschließlich als Erdkabel realisiert. weiterlesen…