Umwelt-Institut: „Kohleausstieg 2038 zu spät!“

„Klimapolitik der Bundesregierung nimmt bizarre Züge an“

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sieht im Stilllegungspfad zum Kohleausstieg einen „Durchbruch“, der Kohlekompromiss werde so erfüllt. Doch für Klima und Gesellschaft ist der Plan ein Skandal. Sehenden Auges steuern wir damit auf eine Erderhitzung von vier Grad oder mehr zu – warnt das Umweltinstitut München in einem eindringlichen Appell. weiterlesen…

Gasunie und TenneT: 110 GW PtG möglich

Klimapolitische Ziele lassen sich nur mit einem integrierten europäischen Energiesystem erreichen

Eine am 22.01.2020 veröffentlichte gemeinsame Studie („Phase II-Studie“) von TenneT und Gasunie zeigt mögliche Wege zu einem integrierten Energiesystem mit der Kopplung von Strom- und Gasnetzen. Auch nach 2030 sei der Ausbau der Infrastruktur für die Stromübertragung notwendig. Dabei müsse die Infrastruktur für den Gastransport für den Transport von Wasserstoff angepasst werden. Denn Power-to-Gas sei wichtig für die langfristige Speicherung und den Transport von Erneuerbaren Energien. Nur eine nahtlose Integration der beiden Netze Deutschlands un der Niederlande werde die EU in die Lage versetzen, den Dekarbonisierungsplan für 2050 erfolgreich in die Tat umzusetzen. weiterlesen…

Streit um Tempolimit – „Abkehr von Blockadehaltung“

ADAC bewegt sich – Scheuer kritisiert – Schulze erfreut

In der Diskussion um ein generelles Tempolimit auf Autobahnen hat der ADAC seine Haltung geändert und verzichtet nunmehr öffentlichkeitswirksam auf eine klare Empfehlung an die Politik. Das ärgert Verkehrsminister Andreas Scheuer, so das ZDF auf seiner Internetseite am 26.01.2020, der habe nämlich „einen bisher verlässlichen Partner im Kampf gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen verloren“. Scheuer kritisierte den Club scharf: Ein quasi neutrales Durchlavieren gebe es bei diesem Thema „definitiv nicht“, teilte er einem Sonntags-Boulevardblatt mit. Der BUND reagiert positiv auf die ADAC-Wende. weiterlesen…

CO2-Minderung durch Smart Parking

Antwort der NPM im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Arbeitsgruppe 1 (Klimaschutz im Verkehr) der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität schätzt das CO2-Minderungspotenzial von sogenanntem Smart Parking-Lösungen bis 2030 auf 0,4 bis 0,9 Millionen Tonnen pro Jahr im Vergleich zu 2015. Voraussetzung sei eine vollständige Ausstattung kommunaler öffentlicher Parkplätze mit entsprechender Sensorik und vollständige Vermeidung von Parksuchverkehr. weiterlesen…

Gezielte Technologieförderung oder -diskriminierung kann kosteneffizient und wettbewerbskonform sein

Beitrag von Agora Verkehrswende zur aktuellen Debatte – Technologieneutralität im Kontext der Verkehrswende

Mit einem umfangreichen Gutachten leistet der Think Tank Agora Verkehrswende einen Beitrag zur Debatte über technologiepolitische Regulierungsansätze für klimaverträgliche Antriebssysteme. Laut der Studie setzt der von vielen geforderte faire Wettbewerb verschiedener Technologien voraus, dass der Staat mitunter gezielt fördert oder diskriminiert. „Technologieoffenheit bedeutet nicht Technologieneutralität der Regulierung“, heißt es in der Expertise. weiterlesen…

„Wie viel CO2 steckt in einem Liter Benzin?“

Helmholtz – „Nachgefragt“

Bei jeder Fahrt stoßen Autos, wenn sie nicht batterie-elektrisch fahren, CO2 aus. Erstaunlicherweise wiegt dieses CO2 mehr als der ursprünglich getankte Sprit. Warum das so ist, erklärte Jörg Sauer vom Institut für Katalyseforschung und -technologie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am 24.01.2020 in einem „Helmholtz – Nachgefragt“. weiterlesen…

Energiewende durch Kohleausstieg

WISO-Diskurs: – Perspektiven der Verbraucher_innen

Am 15.01.2020 haben sich Bund und Länder auf einen (zwischenzeitlich nicht unumstrittenen) konkreten Zeitplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland geeinigt. Der Kohleausstieg ist Teil der Energiewende, klimapolitisch notwendig und wird Umfragen zufolge von der Mehrheit der Verbraucher mitgetragen. Um deren Akzeptanz zu erhalten, ist es wichtig, die Umsetzung so verbraucherfreundlich wie möglich zu gestalten – so am 23.01.2020 eine neue Untersuchung von enervis und Ebert-Stiftung. weiterlesen…

Netzbetreiber rechnen mit deutlich mehr Solarstrom

Solarwirtschaft sieht deutlich höheren Zubau-Bedarf und fordert von Bundesregierung umgehende gesetzliche Beschleunigung

Die heimische Stromnachfrage wird kräftig wachsen und künftig deutlich stärker aus Solaranlagen gedeckt werden. Davon gehen inzwischen auch Deutschlands Übertragungsnetzbetreiber aus. Nach deren Einschätzung wird die solare Kraftwerkskapazität in den kommenden 15 Jahren gegenüber heute um rund 120 bis 160 Prozent zunehmen – je nach Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) fordert deshalb von der Bundesregierung umgehend die Beseitigung von Marktbarrieren und die gesetzliche Beschleunigung des Photovoltaikausbaus noch in diesem Frühjahr. weiterlesen…

Gesellschaftliche „Kippmechanismen“ können Klima stabilisieren

Durchbruch erscheint möglich

Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2° C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen – so das PIK-Potsdam am 21.01.2020 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Massive Kritik an Kohleausstiegsplänen

Altmaier verteidigt sich gegen Vorwürfe von KWSB-Mitgliedern und NGO

Der Zeitplan für den Braunkohle-Ausstieg (siehe solarify.eu/bund-laender-einigung-ueber-kohleausstieg) entzweit das politische Berlin: Acht von 28 Mitgliedern der ehemaligen Kohlekommission (Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, KWSB) warfen der Bundesregierung vor, sie verstoße gegen die mühsam ausgehandelten Empfehlungen zum Kohleausstieg und sehen den vor einem Jahr erzielten Kohlekompromiss gar durch die Bundesregierung aufgekündigt. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach zu zögerliche Abschaltung von Kraftwerken und zu hohe Entschädigungen für die Betreiber. In einer Stellungnahme forderten sie den Bundestag zum Handeln auf. „Hier wird ein gesellschaftlicher Frieden, der vereinbart worden war, leichtfertig verspielt“, sagte Barbara Praetorius, eine der vier Vorsitzenden der Kommission, am 21.01.2020 in Berlin. weiterlesen…