„Es gibt keine Möglichkeit, sich an Motorsägen anzupassen“

Der Amazonaswald kann durch wechselhafte Regenfälle trainiert werden – dem Tempo des Klimawandels und der Zerstörung durch Menschenhand ist er möglicherweise dennoch nicht gewachsen

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben – mit weit reichenden Folgen für seine Funktion als globale CO2-Senke. Eine jetzt in Nature Geoscience veröffentlichte Studie zeigt, dass die Teile des Amazonaswaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Trotz dieses „Trainingseffekts“ wird der Regenwald wohl jedoch mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels nicht Schritt halten können, erklären die Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. weiterlesen…

Weltweit größte Senke für Kohlendioxid in nachwachsenden Wäldern

Umweltforscher fanden heraus, dass sich bedeutende Kohlenstoffsenken in Wäldern bilden, die jünger als 140 Jahre sind

Wälder sind die Filter unserer Erde: Sie reinigen die Luft von Staubpartikeln und produzieren Sauerstoff. Bisher galt vor allem der Regenwald als die „grüne Lunge“ des Planeten. Ein internationales Team, darunter Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), fand jetzt heraus, dass sich die weltweit größten Kohlenstoffsenken in jungen, nachwachsenden Wäldern befinden. Seine Ergebnisse hat es in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. (Foto: Weltweit groesste Senke fuer Kohlendioxid in nachwachsenden Waeldern – © Gabi Zachmann,kit.imk-ifu.edu) weiterlesen…

Multi-Energie-Kraftwerk in China am Netz

Wind, Sonne und Speicher kombiniert

In China ist nach einer 17 Tage dauernden Testphase ein Multi-Energie-Kraftwerk ans Netz gegangen, das Wind- und Solarstrom generiert und speichert. Beteiligt ist auch der chinesische Lithium-Ionen-Speicherhersteller Contemporary Amperex Technology Co Ltd (CATL). Der hat für das Luneng Haixi Multi-mixed Energy Demonstration Project ein Energiespeichersystem mit einer Kapazität von 100 MWh geliefert, das 650 MW fluktuierenden Solar- und Windstrom ausbalancieren soll, wie das Unternehmen jetzt bekanntgab. Bei dem Vorhaben handele es sich um das erste Projekt seiner Art in China, das Windkraft (400 MW), Photovoltaik (200 MW) und konzentrierte Solarenergie (50 MW) in ein einheitliches Netzsystem integriert. weiterlesen…

Parkraummanagement lohnt sich!

Wie Kommunen für bessere Mobilität und mehr Lebensqualität sorgen können

Immer mehr Einwohner, immer mehr Pendler, immer mehr Autos: In vielen Städten wird der Platz knapp. Vor diesem Hintergrund wird Parkraummanagement zu einem zentralen Hebel, um die wachsenden kommunalen Verkehrsprobleme zu beherrschen. Doch sowohl die Bepreisung als auch die Verknappung von Parkraum rufen regelmäßig Widerstände hervor, deren Überwindung die kommunalen Verwaltungspraktiker vor neue, ganz eigene Herausforderungen stellt. Wie sie diesen mit Aussicht auf Erfolg begegnen können, darüber informiert eine aktuelle Broschüre des Berliner Think Tank Agora Verkehrswende. weiterlesen…

53 Prozent der Kunststoffabfälle verbrannt

„Energetisch verwertet“ – 1,2 Mio. t exportiert

2017 sind 3,24 Millionen Tonnen der in Deutschland angefallenen Kunststoffabfälle – rund 53 Prozent – „energetisch verwertet“ worden. Davon entfielen 2,14 Mio. t auf Müllverbrennungsanlagen und 1,1 Mio. t auf Ersatzbrennstoffanlagen. Dies geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus einer Antwort der Bundesregierung (19/7830) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/7354) vom 13.02.2019 hervor. Den Angaben zufolge wurden knapp 46 Prozent werkstofflich recycelt und 0,8 Prozent der Kunststoffabfälle rohstofflich verwertet. Im selben Jahr wurden zudem rund 1,2 Mio. t Kunststoffabfälle aus Deutschland exportiert und 0,52 Mio.t importiert. (hib/SCR) weiterlesen…

Klage erfolglos

Kohleindustrie scheitert an neuen EU-Grenzwerten

Wie notwendig ist ein teuer erkaufter Kohlekompromiss, die mutmaßlichen Milliardenzahlungen an die deutsche Kohleindustrie für die Abschaltung ihrer Kraftwerke? Niemand kann diese Frage abschließend beantworten, denn niemand kann soweit in die Zukunft schauen. Dennoch erhalten Kritiker des Milliardenplans Kohleausstieg neue Nahrung. Denn die Betreiber alter Kohlekraftwerke müssen eine herbe Niederlage verdauen, die an der Wirtschaftlichkeit ihrer Meiler kratzt, wie Clemens Weiß für energiezukunft am 22.02.2019 schrieb. weiterlesen…

Solarthermie wächst im Schneckentempo

Verbände fordern mehr Investitionsanreize

Zu wenig neue Solarwärmeanlagen wurden 2018 installiert, konstatieren die Bundesverbände der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Solarwirtschaft (BSW-Solar). In Deutschland erzeugen derzeit insgesamt rund 2,4 Millionen Anlagen Solarwärme, nur 71.000 seien 2018 dazugekommen. Gemessen an der Kollektorfläche beträgt der Marktrückgang zirka 8 Prozent. weiterlesen…

IW: „Besser fördern, was wenig kostet“

Institut der deutschen Wirtschaft über einen „Missstand im EEG“ samt Reformvorschlag

Die Kosten der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind hoch wie nie. 2018 kosteten sie die Stromkunden insgesamt 26,6 Milliarden Euro. Daher konstatiert das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinem Kurzbericht 14/2019 am 25.02.2019 („Besser fördern, was wenig kostet“ – siehe auch: solarify.eu/faz-sieht-windenergie-im-nachteil): „Deshalb ist es wichtig, dass die Förderungen für den Ausbau von Stromerzeugungsanlagen Erneuerbarer Energien nicht höher sind als notwendig. Doch Mengenbegrenzungen und Genehmigungsengpässe verhindern, dass die aktuell kostengünstigste Technologie am stärksten ausgebaut werden kann. Im Sinne einer effizienten Energiewende bedarf das dringend einer Reform. Denn schließlich zahlt jeder Letztverbraucher die Zusatzkosten.“ Solarify dokumentiert den Kurzbericht des IW-Experten Frank Obermüller. weiterlesen…

Sonne zum Bunkern – Markt für Speichersysteme im Aufwind

NATURSTROM verpachtet Stromspeicher – Siemens verkauft sie

Die NATURSTROM AG erweitert ihr Angebot an Pachtmodellen für Haushaltskunden. Neben einer Photovoltaikanlage und einem Paket aus Solaranlage und Speicher können Hausbesitzer unter dem Namen SonnenSpeicher ab sofort auch ausschließlich den Stromspeicher pachten. Der SonnenSpeicher stammt vom Qualitätshersteller LG, NATURSTROM bietet ihn mit einer Kapazität von 6,60 Kilowattstunden oder 9,30 Kilowattstunden an. Die monatliche Pacht startet bei 97,85 Euro. Unter www.naturstrom.de/sonnendach können Interessenten in wenigen Schritten berechnen, unter welchen Voraussetzungen sich ein Speicher für sie lohnt. weiterlesen…

Power Purchase Agreement

PPA – Revolution oder Evolution für die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten

Wenn es um die Finanzierung von Photovoltaikanlagen außerhalb der EEG-Vergütungen geht, hört man immer wieder den Begriff PPA. Was diese Stromabnahmeverträge zum Inhalt haben sollten und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind, erklärten Rechtsanwältin Margarete von Oppen () und Energiemarktexperte Nicolai Herrmann () am auf pv magazine. weiterlesen…