Hohe Netzstabilisierungskosten Ergebnis mangelnden dezentralen Ökostromausbaus

Fell kritisiert Fehlentwicklungen der bundesdeutschen Klimapolitik

Zur von Tennet losgetretenen Diskussion über die hohen Redispatch-Kosten 2017 (Solarify berichtete mehrmals) hier der Energieexperte Hans-Josef Fell: „Seit Jahren haben die schwarz-, rot-, gelben Regierungen in Bund und Ländern den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst und zudem fast nur noch auf Windenergie, und das auch noch immer mehr nur im Norden, konzentriert. Als Ergebnis müssen jetzt die Netzbetreiber immer häufiger mit hohen Kosten den Stromausgleich von Norden nach Süden und zwischen windstarken und windschwachen Zeiten ausgleichen.“ weiterlesen…

Warten auf die Disruption oder offensiv handeln

„Hallo SPD, habt ihr den Kohleausstieg vergessen?“

Es wäre Klaus Oberzig kommentiert in der Rubrik „en détail“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. am 15.12.2017 den Leitantrag der vergangene Woche vom SPD-Parteitag verabschiedet wurde: Es wäre eigentlich nicht der Rede wert, denn neu ist diese Feststellung nicht. Sie ist unterlegt durch die Politik der Schwarz-Roten Bundesregierung während der vergangenen vier Jahre, sowie die der SPD-geführten Landesregierungen in Brandenburg und NRW. Die Liebe zur Kohle, besonders zur Braunkohle, scheint bei den Sozialdemokraten quasi zur DNA ihre Parteiexistenz zu gehören. weiterlesen…

Warum der CO2-Ausstoß trotz staatlicher Maßnahmen nicht sinkt

Studie der WU-Wien: Ohne Wettbewerbslösungen können Klimaziele nicht erreicht werden

Trotz zahlreicher politischer Maßnahmen kann nach wie vor ein weltweiter CO2-Anstieg beobachtet werden. Auch Österreich verfehlt sein Klimaschutzziel. Professor Klaus Gugler von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchte in seinen Studien die derzeitige Energiepolitik und ihre wettbewerblichen Effekte. Er sieht das Problem vor allem in einer falschen Subventionspolitik und zu niedrigen Preisen für CO2-Zertifikate. weiterlesen…

Umweltverbände warnen vor klimapolitischem Totalausfall der Jamaika-Sondierer

Neue Bundesregierung muss Glaubwürdigkeit national und international wieder herstellen

Eine große Koalition aus Umweltverbänden warnt Bundeskanzlerin Merkel und die Sondierungsparteien davor, den klimapolitischen Handlungsbedarf bei den derzeitigen Verhandlungen auszusitzen. In einer gemeinsamen Erklärung vom 15.11.2017 fordern die Verbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Greenpeace, Verkehrsclub Deutschland (VCD), WWF Deutschland und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) von der Bundeskanzlerin ein klares Bekenntnis für den Umbau von Schlüsselsektoren wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft. Dazu gehören ein sozialverträglicher Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohle mit einer Abschaltung von mindestens 20 Gigawatt Kraftwerksleistung bis 2020, eine Agrar- und Verkehrswende hin zu klima- und naturverträglicheren Formen der Landwirtschaft und Mobilität sowie ein Ende umweltschädlicher Subventionen. weiterlesen…

COP23 startet

Klimakonferenz: jetzt in Richtung Dekarbonisierung steuern!

„Ambitionierte Klimapolitik ist Verpflichtung und Chance zugleich. Die neue deutsche Regierung muss schnellstmöglich die Weichen stellen. Das schreibt Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), in einem Beitrag für den Behörden Spiegel, der als Sonderausgabe zum Weltklimagipfel in Bonn erscheint. weiterlesen…

Wo verlaufen die roten Linien wirklich?

Umstieg auf Erneuerbare Energien „alternativlos“

Es ist schon eine merkwürdige Situation rund um die Verhandlungen zu der hochgejubelten Jamaika-Koalition. Eine gefühlte Windstille herrscht, obwohl alle Welt um die Differenzen zwischen den Parteien weiß. Es soll hinter den Kulissen bei den Themen Flüchtlinge und Klimapolitik gekracht haben. Beide Fragen hat man für ein paar Tage ruhen lassen und sich anderen Politikfeldern zugewandt. weiterlesen…

Klimaschutz durch Ablasshandel?

WZB-Experiment: Moralvorstellungen der Verursacher widersprechen Umweltpolitik

Ein Experiment des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zeigt: Individuelle Verantwortungsgefühle spielen für die Umweltpolitik eine größere Rolle als bislang gedacht. Der Emissionshandel ist umstritten, obwohl er aus ökonomischer Sicht ein geeignetes Instrument ist, um das Klima zu schützen. Die Skepsis gegenüber dem Handel mit CO2-Zertifikaten lässt sich damit erklären, dass er dem Verantwortungsgefühl von Verbrauchern widerspricht. weiterlesen…

Janus-Kopf EU-Klimapolitik

Umweltaktivisten kritisieren Schlupflöcher

Frédéric Simon auf EURACTIV.com – übersetzt von Tim Steins
Umweltaktivisten warnen: Schlupflöcher in einem geplanten EU-Emissionsgesetz in den Bereichen Transport, Gebäude und Landwirtschaft – schreibt Frédéric Simon auf EURACTIV.com – würden dazu führen, dass die Einsparungen bis 2030 nicht die geplanten 30 Prozent (Deutschland: 38) erreichen, sondern lediglich bei 23 hängen blieben. Dies sei ein zynischer Trick der EU-Staaten, um ihre Zusagen zum Pariser Klimaabkommen zu unterwandern. weiterlesen…

UN-Klimaziele: Recycling ist der richtige Weg

10. Ressourcenstudie von Fraunhofer UMSICHT für die ALBA Group

In seiner am 05.10.2017 vorgelegten Studie bestätigt das Fraunhofer-Institut UMSICHT zum zehnten Mal den positiven Umwelteffekt des Recyclings. Den Wissenschaftlern zufolge schont die Kreislaufführung von Wertstoffen in entscheidendem Maße die natürlichen Rohstoffe und reduziert wirksam die Treibhausgasemissionen. Die Untersuchung im Auftrag der ALBA Group zeigt, dass Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Schlüssel zu einer erfolgreichen Klimapolitik ist. Denn: Recycling bietet die Chance, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu realisieren, die – wie von der G7-Allianz für Ressourceneffizienz gefordert – innerhalb der Grenzen der globalen Ressourcenverfügbarkeit bleibt. weiterlesen…

CO2-Zertifikate zu billig


ETS „behindert“ EU-Klimapolitik

Während der von der estnischen Ratspräsidentschaft organisierten Konferenz zur Gestaltung des europäischen Elektrizitätsmarktes wurden erneut die Unzulänglichkeiten des eurpäischen Emissionshandelssystem (ETS) deutlich. Einige Teilnehmer bezeichneten das System als ein ernsthaftes Hindernis in der EU-Energie- und Klimapolitik. Die niedrigen Preise für CO2-Zertifikate würden Fortschritte auf den Energiemärkten „behindern“, wie Sam Morgen für Euractiv am 19.09.2017 aus Tallin berichtete. weiterlesen…