Power-to-X für die Energiewende

„Ein wegweisendes Pilotprojekt“

Ökostrom aus Sonne und Wind ist klimaneutral und unbegrenzt verfügbar – aber leider nicht unbedingt zu den Zeiten und an den Orten, an denen man gerade viel Strom benötigt. Ein möglicher Ausweg: Chemische Energieträger als Zwischenspeicher nutzen. Die Technik dafür ist da – nur sie rechnet sich bislang nicht. Der Ralf Krauter hat eine Power-to-Gas-Pilotanlage in Falkenhagen in der Prignitz besucht. Seine Reportage wurde am 26.04.2020 im Deutschlandfunk gesendet. weiterlesen…

Erhöhte Spätfrostgefahr bei anhaltender Trockenheit?

Norddeutsches Küsten- und Klimabüro vergleicht aktuelle Witterung mit der Klimaentwicklung

Milde Winter, früher Vegetationsbeginn, zunehmende Gefahr durch Spätfröste und deutliche Niederschlagsänderungen – das sind einige der möglichen Entwicklungen, die im Laufe der nächsten Jahrzehnte mehr als 120 Klima-Szenarien für Norddeutschland als plausibel erscheinen lassen. „Bisher ist das Jahr 2020 exemplarisch für diese Entwicklung, die sich schon seit einigen Jahrzehnten an den norddeutschen Wetterstationen nachvollziehen lässt“, erklärt Insa Meinke, Leiterin des Norddeutschen Küsten- und Klimabüros am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. weiterlesen…

Öffentlichkeitsbeteiligung keine akzeptanzfördernde „Einbahnstraße“

Neue AEE-Studie

Die Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht neue Akzeptanzstudie zur Windenergie an Land. Die Ergebnisse zeigen: Die Zustimmung ist hoch. Doch es gibt auf kommunaler Ebene kein Allheilmittel, um die Unterstützung der Bürger für die Energiewende zu gewinnen – viel entscheidender ist, wie die Menschen beteiligt werden. weiterlesen…

Fünf für wettbewerblichen Wasserstoffmarkt

Breites industrie- und energiepolitisches Bündnis

H2 grün - SymbolZur zügigen Schaffung einer Transportinfrastruktur für Wasserstoff haben die fünf Wirtschafts- und Energieverbände – die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einen gemeinsamen Vorschlag für notwendige rechtliche und regulatorische Anpassungen vorgelegt. Mit den vorgeschlagenen ersten Gesetzesänderungen werde „eine Ausgangsbasis für die Entwicklung eines wettbewerblichen Wasserstoffmarktes in allen Sektoren geschaffen, die den Marktakteuren einen verlässlichen Rahmen gibt“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 21.04.2020. weiterlesen…

Tausend Experten online

Wiener Motorensymposium 2020

Jedes Jahr folgen mehr als 1.000 Experten dem Ruf des Internationalen Wiener Motorensymposiums in der Wiener Hofburg als hochkarätigem Gipfeltreffen von Antriebs- und Fahrzeugspezialisten aus aller Welt. 2020 war die 41. Ausgabe für 22. bis 24. April geplant. Die Corona-Pandemie zwang jedoch den ÖVK, den Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik, als Organisator die reale Veranstaltung in eine virtuelle umzuwandeln. ÖVK-Vorsitzender Prof. Bernhard Geringer teilte als Verantwortlicher mit, rund die Hälfte der ursprünglich mehr als 60 Vortragenden habe sich bereit erklärt, ihren Vortrag als Videopräsentation zur Verfügung zu stellen. Die Themen reichen von neuen Verbrennermotoren über Elektro-Hochleistungs-SUV, Brennstoffzellen-Antrieben, automatisiertem Fahren bis zum Wasserstoff. weiterlesen…

Wälder leiden unter Trockenheit und Dürre

NABU warnt vor hohem Waldverlust


Die Situation in unseren Wäldern ist stark angespannt. Durch den frischen Blattaustrieb wirkt der Wald auf den ersten Blick zwar vital, doch die aktuellen Entwicklungen lassen befürchten, dass noch in diesem Jahr 500.000 Hektar Wald geschädigt werden. „Die negativen Folgen des Klimawandels werden am Wald besonders deutlich sichtbar“, erklärt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Zwei trockene Jahre und kaum Regen im Frühjahr 2020: Unsere Wälder müssen zurzeit mit großem Trockenstress umgehen. Mit besseren Bedingungen und mehr naturnahen Mischwäldern müssten wir ihnen die Chance zur Selbsthilfe geben, mahnt der NABU an. weiterlesen…

Tag der Erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien wirken effektiv gegen Klimakrise und für nachhaltige wirtschaftliche Erholung

„Die Coronakrise zeigt, wie wichtig es ist, auf die Wissenschaft zu hören und frühzeitig entschlossen zu handeln. Gleiches gilt für die Klimakrise. Doch im Gegensatz zur Corona-Pandemie ist die Ursache der Klimakrise seit langem bekannt: Die Verbrennung fossiler Energieträger treibt den CO2-Ausstoß in der Atmosphäre in gefährliche Höhen und damit die Erderhitzung an. Dabei sind die wirksamen Alternativen längst entwickelt: Erneuerbare Energien stehen in großer Technologiebreite wettbewerbsfähig und flexibel einsetzbar zur Verfügung und liefern zuverlässig sauberen Strom, Wärme und Treibstoffe. Windenergie und Photovoltaik sind heute günstiger als Kohle- und Atomenergie“, betont Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, anlässlich des Tages der Erneuerbaren Energien am 25. April 2020. weiterlesen…

Tschernobyl–Jahrestag: Mehr als eine Milliarde staatliche Kosten allein in Deutschland

Ersatzenergie Wasserstoff

Am 26.04.2020 – vor 34 Jahren – explodierte Block 4 des Atomreaktors von Tschernobyl – der schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomenergienutzung. Erst der GAU von Fukushima am 11.03.2011 hat sich ähnlich in das Gedächtnis eingebrannt. Deutschland beschloss danach den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie – Tschernobyl als Symbol für die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie. Was nämlich kaum jemand weiß: Einer neuen Berechnung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace Energy folgend haben die Auswirkungen allerdings den deutschen Staat bis heute mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Und: „pünktlich“ zum Jubiläum verursachen Waldbrände in der nach wie vor kontaminierten und eigentlich unbetretbaren Sperrzone neue Aufmerksamkeit. weiterlesen…

Keine sozial-ökologische Wende in Sicht?

scilog: Paradoxon zwischen Ausnahmezustand, Erkenntnis und Handeln

Schon lange vor der Corona-Krise befand sich die Welt im Ausnahmezustand: Brennende Wälder, schmelzende Gletscher, rasanter Artenschwund und Bürgerkriege mit Hunderttausenden Flüchtlingen stellen die Menschen vor unabsehbare Folgen. Dennoch steigt der globale Verbrauch natürlicher Ressourcen ebenso weiter an wie die CO2-Emissionen, die Biodiversität nimmt ab, die sozialen Ungleichheiten nehmen zu, Kämpfe um verbleibende Ressourcen verschärfen sich. Diesem Paradoxon und Dilemma geht Ingolfur Blühdorn auf sozialwissenschaftlicher Ebene nach – so das Wissenschaftsportal scilog am 20.04.2020. weiterlesen…

Methanemissionen weltweit auf Rekordhoch

Fell: „Investitionen in Erdgas sind verantwortungslos“

„Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdgas eine notwendige Übergangstechnologie auf dem Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien sei“, schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell am 24.04.2020 in seinem Internetportal. Begründet werde das mit den geringeren CO2-Emissionen beim Verbrennen von Erdgas im Vergleich zu Kohle oder Heizöl. Oft werde jedoch „bewusst verschwiegen oder einfach übersehen, dass in der Vorkette der Bereitstellung von Erdgas bereits viel Methan emittiert wird, infolge von Leckagen bei den Bohrlöchern und Pipelines. Dabei ist Methan wesentlich klimaintensiver als CO2. Neben den genannten Erdgasleckagen sind Massentierhaltung von Rindern, Reisanbau und vor allem fortschreitendes Auftauen von Permafrostböden Ursachen für Methanemissionen.“ weiterlesen…