Kompetenz qualifizierter Vorhersagen

Nature: Jahrzehnte währendes Klima berechenbarer als bisher angenommen

Es besteht wachsender Bedarf an qualifizierten Vorhersagen über das Klima bis zu einem Jahrzehnt im Voraus. Über Jahrzehnte gehende Klimavorhersagen zeigen hohe Kompetenz für die Oberflächentemperatur, aber das Vertrauen in Prognosen von Niederschlag und Luftzirkulation ist viel geringer. Forschern aus Großbritannien, den USA, Spanien, Kanada und Deutschland zufolge zeigen jüngste Fortschritte bei der saisonalen und jährlichen Vorhersage, dass der Störabstand in Klimamodellen zu klein sein kann, was ein sehr großes Ensemble erfordert, um das vorhersehbare Signal zu extrahieren. Die Experten bewerten in ihren in einem Artikel in Nature Climate and Atmospheric Science veröffentlichten Ergebnissen die jahrzehntelange Vorhersagekompetenz mit einem viel größeren Ensemble als bisher verfügbar und zeigen signifikante Fähigkeiten für Niederschläge über die Land- und Luftzirkulation sowie die Oberflächentemperatur. weiterlesen…

Lesehinweis und mehr: Synthetische Kraftstoffe – Rettung des Verbrennungsmotors?

Handelsblatt: Designer Fuels als Ergänzung zum E-Auto

Bislang sei den E- oder Designer Fuels (auch synthetische Kraftstoffe, s. solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels) der Durchbruch am Markt (noch) nicht gelungen, schrieb Kathrin Witsch im Handelsblatt vom 29.05.2019. Doch nun seien Ölindustrie, die Automobilbranche und Chemieunternehmen daran gegangen, das Thema voran zu treiben. Dazu die Sicht von Robert Schlögl, FHI/CEC. weiterlesen…

Umweltministerin macht Tempo beim Klimaschutzgesetz

Svenja Schulze (SPD) geht beim Thema Klimaschutz jetzt in die Offensive

Sie will keine Zeit mehr verlieren: Umweltministerin Svenja Schulze hat ihr Klimaschutzgesetz zur Ressortabstimmung gegeben – offenbar ohne Zustimmung des Kanzleramts. Auf die Befindlichkeiten der Union könne sie jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Mehr dazu von Joschua Katz in energiezukunft am 28.05.2019. weiterlesen…

Die Sonne im Rhythmus der Planeten

Studie bekräftigt Einfluss planetarer Gezeitenkräfte auf Sonnenaktivität

Es ist eine der großen Fragen der Sonnenphysik, warum die Aktivität der Sonne einem regelmäßigen 11-Jahres-Rhythmus folgt. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) präsentieren nun neue Hinweise darauf, dass die Gezeitenwirkung von Venus, Erde und Jupiter das Magnetfeld der Sonne beeinflusst und so den Sonnenzyklus steuert. Über seine Ergebnisse berichtet das Forscherteam in der Fachzeitschrift Solar Physics (doi: 10.1007/s11207-019-1447-1). weiterlesen…

CO2 für E-Fuels effizienter aus der Luft gewinnen

Neue ZSW-Versuchsanlage läuft erfolgreich

Mit Ökostrom oder erneuerbarem Wasserstoff angetriebene Elektroautos sollen künftig die Mobilität klimafreundlicher machen. Aber Flugzeuge und Schiffe benötigen bis auf weiteres noch Kohlenwasserstoffe als Kraftstoff. Aus grünem Wasserstoff und CO2 können diese nachhaltig hergestellt werden. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat nun nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, das den Rohstoff CO2 effizienter und günstiger als bisher aus der Luft gewinnt. (Foto: CO2-Extraktionsanlage für die Produktion von einem Kubikmeter CO2 pro Stunde – © ZSW) weiterlesen…

IPCC-Prognose radikal überholt

Meeresspiegel könnte um mehr als zwei Meter steigen

Wie dringend erforderlich inzwischen Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung sind, unterstreicht eine aktuelle Studie: Der Anstieg des Meeresspiegels könnte bis zum Jahr 2100 doppelt so hoch ausfallen, wie etwa vom Weltklimarat IPCC prognostiziert. Mehr zu dieser düsteren Prognose von Joschua Katz auf energiezukunft vom 25.05.2019. weiterlesen…

Wechselnde Winde schwächen CO2-Aufnahme im Südpolarmeer

Stärkere Winde pumpen mehr Kohlendioxid vom Tiefenwasser zurück an die Oberfläche

In einer am veröffentlichten neuen Studie fanden Lydia Keppler und Dr. Peter Landschützer aus der Abteilung „Ozean im Erdsystem“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) heraus, dass sich die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) im Südpolarmeer zwischen 2012 und 2016 abgeschwächt hat. Die Studie verknüpft dabei die Verlagerung regionaler Winde mit dieser reduzierten Kohlenstoffaufnahme. weiterlesen…

„Eine kontraintuitive Klimalösung“

Verwegene Idee von Stanford-Wissenschaftlern zur Reinigung der Atmosphäre – mehr CO2

Einen „scheinbar kontraintuitiven Ansatz“ nennt Rob Jordan vom Stanford Woods Umweltinstitut die Idee der „Umwandlung eines Treibhausgases in ein anderes“. Das verspreche die Rückkehr der Atmosphäre in vorindustrielle Methankonzentrationen, einem starken Treiber der globalen Erwärmung. Ein relativ einfacher Prozess könnte helfen, die Flut des Klimawandels zu stoppen und gleichzeitig gesunde Gewinne zu erzielen. weiterlesen…

Wie binden Metallkomplexe Sauerstoff?

Fortschritte in der Grundlagenforschung erzielt

Sauerstoff ist bekanntlich ein wesentliches Element für das Leben auf der Erde. Viele Organismen benötigen Proteine, die Metalle wie Eisen, Mangan und Kupfer enthalten, um mit Sauerstoff überlebenswichtige chemische Reaktionen durchführen zu können. So nutzen beispielsweise fast alle Säugetiere das eisenhaltige Hämoglobin-Protein, um Sauerstoff in ihrem Körper zu transportieren. Andere Tiere, wie Pfeilschwanzkrebse und Oktopusse, verwenden das Protein Hämocyanin, um Sauerstoff zu transportieren. Dieses kupferhaltige Protein befindet sich in ihrem Blut und bindet O2 so, dass ein kräftiges Blau anstelle der roten Farbe entsteht. Um zu verstehen, wie Proteine Sauerstoff binden haben Forscher des MPI CEC und der University of Minnesota diese Prozesse in Modellkomplexen untersucht. weiterlesen…

In situ-Quantifizierung von Reaktionsadsorbaten

Bei Niedertemperatur-Methanolsynthese mit Hochleistungs-Cu/ZnO:Al-Katalysator

Obwohl das industrielle Niedertemperaturverfahren seit 50 Jahren angewendet wird, sind In-situ-Daten unter relevanten Bedingungen selten verfügbar. Forscher vom Fritz-Haber-Institut de Max-Planck-Gesellschaft, Berlin (FHI), und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim/Ruhr stellen diese Daten jetzt zur Verfügung und können damit die Aktivität von Katalysatoren messen und vergleichen, sowie wissenschaftliche Aussagen darüber machen, wie gut ein Katalysator ist. weiterlesen…