Wo bleibt das Solare Zeitalter?

Acht Thesen zu Status quo und Aussichten der Energiewende

Unter der Fragestellung „Wo bleibt das Solare Zeitalter?“ diskutieren Ende September bei den Toblacher Gesprächen Experten aus Deutschland, Italien und Österreich über die globale Energiewende. Die zentralen Debatten müdeten in acht Thesen, an denen Prof. Bernd Hirschl, Forschungsfeldleiter des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) mitgearbeitet hat. Die globale Energiewende sei zwar eine beispiellose Herausforderung, aber sie ist möglich – und alternativlos, so das Fazit. weiterlesen…

Wachstumsunabhängig in die Zukunft

Neue Aussichten für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik – Zahrnt: „Es geht um Wachstum oder Klimaschutz“

Die globale Umwelt- und Klimakrise erfordert einen gesellschaftlichen Wandel. Immer stärker wird dabei die Forderung, auch das Thema Wirtschaftswachstum neu zu denken. Zu häufig werde ambitionierte Umweltpolitik aus Gründen eines Wachstumsvorbehalts nicht umgesetzt, so die Kritik. Auf der gemeinsam von Forschern des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie im Auftrag des Umweltbundesamtes ausgerichteten Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ diskutierten am 05.11.2018 in Berlin fast 200 Akteure aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie unsere Gesellschaft widerstandsfähiger werden kann – gegen die Folgen von Konflikten und Krisen, aber auch gegen Schwankungen von Märkten. Wenn eine Volkswirtschaft unabhängiger vom Wachstum würde, eröffnete dies nicht nur der Umweltpolitik, sondern vielen weiteren Politikfeldern neue Handlungsmöglichkeiten, so das Fazit. weiterlesen…

Klimafreundlich Heizen

Warum es ohne Dämmen nun mal nicht klappt

Um den Ausstoß von Treibhausgasen aus deutschen Schornsteinen bis 2030 zu halbieren, führt kein Weg an deutlich effizienteren Gebäuden vorbei. Sie sind der Schlüssel für eine kostengünstige Wärmewende. Ohne zusätzliche Anstrengungen beim Dämmen kostet es nicht nur rund acht Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich, das Klimaschutzziel zu erreichen. Dieser Weg setzt auch unrealistisch hohe Importe von aus Strom produzierten Brennstoffen voraus, gibt der Thinktank Agora Energiewende, der die Studie „Wert der Effizienz im Gebäudesektor in Zeiten der Sektorenkopplung“ in Auftrag gegeben hat, zu bedenken. weiterlesen…

acatech Projekt Neue autoMobilität II

Verkehr des Jahres 2030+

Verkehrspolitik in Deutschland ist zu einem Top-Thema der Berichterstattung geworden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen und der vielversprechenden technologischen Trends, insbesondere der Automatisierung und Vernetzung, stellt sich die Frage: Wie gestalten wir den Verkehr der Zukunft? Das acatech-Projekt Neue autoMobilität II möchte einen Beitrag zur Vision des Verkehrs der Zukunft leisten: orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, nachhaltig und klimaschonend sowie eingefügt in das Leitbild menschengerechter Siedlungsräume auf dem Land und in der Stadt. weiterlesen…

Mit Finetuning zum Rekordwert

FAU-Forscher erreichen bislang höchste zertifizierte Effizienz organischer Solarzellen

Materialwissenschaftler der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) berichten einen neuen Rekord bei der Leistungsfähigkeit organischer, nicht-fullerenbasierter Einfachstapel-Solarzellen. Durch aufwändige Optimierungen erreichten sie eine zertifizierte Energieeffizienz von 12,25 Prozent auf einer Fläche von einem Quadratzentimeter. Diese standardisierte Fläche bildet die Vorstufe zur Prototypenherstellung. Die gemeinsam mit Partnern der South China University of Technology (SCUT) erzielten Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Energy veröffentlicht. weiterlesen…

Ozeane nehmen mehr Wärme auf als vermutet

Dennoch CO2-Emissionen schneller verringern, als IPCC-Bericht verlangt

Die Ozeane nehmen 90 Prozent der zusätzlichen Wärmeenergie auf, die aufgrund steigender Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre entsteht. Forscher der University of California, San Diego, der Princeton University (Massachusetts, USA), des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel sowie Kollegen aus Frankreich und China haben jetzt mit einer neuen Methode die bisherigen Berechnungen der Wärme-Aufnahme im Ozean überprüft. Wie sie am 31.10.2018 in Nature veröffentlichten, haben die Meere in den vergangenen 25 Jahren demnach sogar deutlich mehr Wärme aufgenommen, als bisherige Berechnungen vermuten ließen. Das löste eine kontroverse Diskussion aus. weiterlesen…

Klimaschutz bleibt auf der Strecke

Wärmemonitor 2017: Haushalte profitieren von weiter sinkenden Heizkosten, stagnierender Verbrauch führt zu Stillstand beim Klimaschutz

Die deutschen Privathaushalte haben im Jahr 2017 knapp sieben Prozent weniger für Heizkosten ausgegeben als im Vorjahr. Dies ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH berechneten „Wärmemonitor 2017“. Die Berechnungen basieren auf den Heizkostenabrechnungen von 300.000 Mehrfamilienhäusern in Deutschland und erfolgten klima- und witterungsbereinigt. weiterlesen…

Arktische Erwärmung und Luftverschmutzung treiben Klima-Destabilisierung an

Mehr Extremwetter durch Störung gigantischer atmosphärischer Luftströme

Computersimulationen zeigen einen starken Anstieg von Ereignissen, bei denen die Wellenbewegungen des Jetstreams in der Atmosphäre aufhören sich weiter voran zu bewegen. Dadurch könnten Wetterextreme am Boden häufiger werden: Wenn die Westwinde aufhören, Wettersysteme voranzutreiben, halten diese länger an – aus ein paar sonnigen Tagen kann eine Hitzewelle werden, anhaltender Regen kann zu Überschwemmungen führen. Laut Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK-Potsdam) vom 01.11.2018 führt ein internationales Team von Wissenschaftlern die Zunahme von Extremwetter auf die vom Menschen verursachte Erwärmung speziell in der Arktis zurück. weiterlesen…

Erfolge auf dem Weg zur „Green Chemistry“

CEC: Mangan-Katalysator wandelt Kohlendioxid in Methanol um

Forscher am Mülheimer Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) haben unter Leitung von Direktor Walter Leitner, Direktor der Abteilung Molekulare Katalyse, einer Medienmitteilung folgend einen Mangan-Katalysator entwickelt, der Kohlendioxid in Methanol umwandeln kann. CO2 durch chemische Reduktion in wertvolle Produkte umzuwandeln ist eine der „Traumreaktionen“ an der Schnittstelle zwischen Energie und Chemie. Das CO2-Molekül ist jedoch äußerst widerstandsfähig gegen solche Reaktionen. weiterlesen…

„Black Bear“: Altreifenproblem lösen und CO2 reduzieren

„Tire to Carbon Black“-Technologie: Reduktion wie eine Million Bäume

Pro Jahr werden 1,5 Milliarden Reifen aussortiert – die meisten weggeworfen oder verbrannt. Das sorgt nicht nur für reichlich CO2-Emissionen, sondern auch für die Vergeudung wertvoller Rohstoffe. Das niederländische Cleantech-Unternehmen Black Bear hat nach eigenen Angaben nun eine Karbonisier-Technologie entwickelt, mit der es dieses Altreifenproblem lösen möchte: Mit dem „einzigartigen Verfahren werden Altreifen wieder in wertvolle Rohstoffe wie beispielsweise Carbon Black („Ruß“) verwandelt“. weiterlesen…