Eine alte Vision

„Wir waren damals schon so weit, wie die Politik heute, wenn nicht sogar weiter.“

„Wir waren damals schon so weit, wie die Politik es heute ist“, sagt der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller am 30.12.2019 in der Süddeutschen Zeitung. „Wenn nicht sogar weiter.“ Steigende Emissionen, knappe Wasserressourcen, drohende Kriege und „Umweltflüchtlinge“: Schon vor 30 Jahren war klar, dass Energie künftig anders erzeugt werden muss. weiterlesen…

Von Kostenfaktoren zu Kooperationen

Ausgediente Muster und moderne Perspektiven

Gastbeitrag von Irene Schöne

Wer immer sich die Folgen unserer heutigen Wirtschaftsform bewusst macht, wie die Aufheizung des Weltklimas, die Überlastung der Böden mit Dünge- und Pflanzen“schutz“mitteln und der Meere mit Kunststoffabfällen sowie zu Ende gehenden Naturressourcen, um nur einige aufzuzählen, beschäftigt sich auch mit Vorschlägen, wie es weitergehen kann. Bisher jedenfalls gehen wir mit Natur nicht fair um. Und dass wir einfach so weitermachen und uns damit rechtfertigen, unser heutiger Umgang mit der uns äußeren Natur sei die selbstverständliche, natürliche, ja die einzig mögliche Form des Wirtschaften, ist ausgeschlossen. weiterlesen…

Enorme CO2-Emissionen „dank“ Streaming

Globaler Datenverkehr und Fliegen bei Treibhausgas-Emissionen gleichauf

Eigentlich schon ein alter Hut: Im Internet surfen, Webseiten aufrufen, E-Mails verschicken und Filme anschauen – unser Computeralltag ist zu einem mit-entscheidenden Anteil der Klimakrise geworden. Suchanfragen, Skypen oder Streamen belasten das Klima immer stärker. Die digitale Welt verursacht – so spektrum.de – „zwischen 1,7 und – je nach Studie“. Der Prozentsatz könnte bis 2030 auf 8 steigen – Wissenschaftler von Huawei-Schweden sagen gar 23 Prozent voraus (nach bento).
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Bund nimmt Milliarden beim Emissionshandel ein

Durch Preise der Emissionszertifikate ist Kohleverstromung zurückgegangen

Der Bund nimmt immer mehr Geld aus dem Verkauf von Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid ein. Bei den Versteigerungen der Emissionszertifikate kamen 3,16 Milliarden Euro im Jahr 2019 zusammen. Das waren rund 600 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, wie die Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zu lesen in der Wirtschaftswoche am 26.12.2019. weiterlesen…

Bahnreisende fahren am sichersten

Todesrisiko im Pkw 47-mal so hoch

Mit der Wahl ihres Verkehrsmittels nehmen Reisende laut Sicherheitsvergleich der Allianz pro Schiene starken Einfluss auf ihr Todes- und Verletzungsrisiko bei den Fahrten. In Pkws starben im Zehnjahreszeitraum 2009 bis 2018 in Deutschland fast 47-mal so viele Menschen pro Passagierkilometer wie in Zügen. In Bussen verloren pro Kilometer gut viermal so viele Menschen ihr Leben wie in Eisenbahnen. Insgesamt schneidet der öffentliche Verkehr damit deutlich besser ab als der Individualverkehr. weiterlesen…

Klimaziele bis 2030: Wie sie noch erreichbar sind

„Solange andere Staaten keine ambitionierte Klimapolitik betreiben, muss die deutsche Politik pragmatisch vorgehen“

Das Preissignal im EU-Emissionshandel bremst nur die Hälfte des deutschen CO2-Ausstoßes. Beim Rest tut sich wenig – und europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Ein Kurzdossier des Berliner Thinktanks Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change zeigt den Ausweg. weiterlesen…

Erderhitzung und Demokratie: Die Natur ist in höchster Gefahr, die Demokratie ebenso

Gastbeitrag von Franz Baumann

Franz Baumann nennt die „Erderhitzung die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte“. Bundeskanzlerin Merkel habe sie vor der COP23 die „zentrale Herausforderung der Menschheit“ genannt – sie entscheide als eine Schicksalsfrage über unser aller Wohlergehen. Weil aber die tatsächlichen Umwelt- und Gesundheitskosten fossiler Energien nicht beglichen, sondern auf die lange Bank geschoben würden, sei Treibhausgasneutralität „eine ebenso gigantische wie politisch heimatlose Aufgabe“. Baumann: „Verzwickt, schmerzhaft und teuer wird es werden, aber lange nicht so wie weitere Lösungsverschleppung“. weiterlesen…

Energiepolitik der Bundesregierung ruiniert nicht nur Arbeitsplätze

Windkraft-Stau an Land führt 2020 zu höherem Strompreis und mehr CO2-Ausstoß

Deutschland würde 2020 gut zehn Millionen Tonnen CO2 weniger ausstoßen, steckten hierzulande nicht Windkraftanlagen mit elf Gigawatt Gesamtleistung im Genehmigungsstau. Zudem wäre Strom im Großhandel knapp zwei Euro die Megawattstunde billiger*. Dies sind die Ergebnisse einer Kurzanalyse von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. Wären die Windkraftanlagen gebaut worden, errechneten die Energieexperten, könnten sie jährlich rund 26 Terawattstunden (TWh) Windstrom produzieren. So könnten 2020 etwa 5,4 TWh Strom aus Braunkohle, knapp 4,3 TWh aus Steinkohle und 2,9 TWh aus Erdgas und Öl ersetzt werden – und die CO2-Emissionen aus der deutschen Stromerzeugung von 273 Millionen Tonnen um 3,7 Prozent sinken. Das entspreche dem Ausstoß zweier 600 MW-Kraftwerksblöcke von RWE in Weisweiler. Weitere 13 TWh Windstrom könnten in Nachbarländer exportiert werden und auch dort den CO2-Ausstoß verringern, zeigte die stundenscharfe Modellierung des europäischen Strommarktes im Jahr 2020 für Greenpeace Energy. weiterlesen…

Reduzierung von Lkw-Emissionen um 90 % möglich

CO2-Abscheidung und Rückverwandlung in Sprit

Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ein Konzept entwickelt und patentieren lassen, mit dem sich der CO2-Ausstoß von Lastwagen abscheiden und um 90 Prozent reduzieren lässt. Laut einer EPFL-Mitteilung schlagen die Wissenschaftler vor, dafür mehrere an der EPFL entwickelte Technologien zu kombinieren. weiterlesen…

Analyse: COP25 an tiefgreifenden Probleme gescheitert

Paradox der internationalen Klimapolitik

Die Klimakonferenz COP25 in Madrid ist nach knapp zwei Wochen Verhandlungen inklusive zweier schlafloser Nächte am Klimaschutz-Paradox gescheitert: Weltweit erheben so viele Menschen wie nie ihre Stimme für die Rettung des Planeten, die Jugend rebelliert – dennoch handeln die Regierungen nicht. Der Versuch einer Erklärung von Clemens Weiß am 17.12.2019 in energiezukunft. weiterlesen…