Wasserstoff aus Ökostrom günstiger erzeugen

Forschungsplattform mit optimiertem Elektrolyseur an kommerzieller Power-to-Gas-Anlage gestartet

Wasserstoff aus Ökostrom kann den Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor erhöhen sowie den Feinstaub- und Stickstoffoxidausstoß reduzieren. Die Erzeugung des grünen Gases ist jedoch noch zu teuer. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat nun zusammen mit Partnern in einer Forschungsplattform erfolgreich einen Beitrag zur Kostensenkung erprobt: Mit einem Anfang 2019 in Testbetrieb gegangenen Forschungselektrolyseur an einer kommerziellen Power-to-Gasanlage im süddeutschen Grenzach-Wyhlen erreichten die Wissenschaftler aufgrund neuer Elektrodenbeschichtungen 20 Prozent mehr Leistungsdichte als der industrielle Anlagenteil. weiterlesen…

Wärmewende lahmt – steuerliche Abschreibung überfällig

VKU: Ambitionierter Wärmenetz-Ausbau nötig – Fraunhofer IEE zur Dekarbonisierung der Gebäudewärme – BDEW-Chef Kapferer mahnt effektive Maßnahmen an

„Die Wärmewende ist in der Flaute“, so der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Besserung nicht in Sicht. Dabei könnte die Wärmeversorgung der Gebäude vollständig dekarbonisiert werden: Durch den starken Ausbau von Wärmenetzen bis 2030 und dem Einsatz eines Technologie-Mixes. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), vom VKU am 26.04.2019 veröffentlicht. Gleichzeitig verlangt BDEW-GF Kapferer dringend die Absetzbarkeit von Wärmedämmmaßnahmen. weiterlesen…

Wetterextreme im Sommer 2018 – stockende Jetstream-Riesenwellen

Stagnierende Wellenmuster künftig bei Erforschung von Wetterextremen berücksichtigen

Rekordhitze und Dürren in Nordamerika und Westeuropa, Starkregen und Überschwemmungen in Südosteuropa und Japan – der Sommer 2018 war geprägt durch eine Reihe von extremen Wetterereignissen auf der Nordhalbkugel, die nahezu gleichzeitig im Juni und Juli auftraten. Diese Ereignisse hatten etwas gemeinsam, wie ein internationales Team von Klimaforschern nun in einer neuen Studie herausgefunden hat. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) stellte die Studie am 29.04.2019 unter dem Titel „Extreme weather events in early summer 2018 connected by a recurrent hemispheric wave-7 pattern“ (Extreme Wetterereignisse im Frühsommer 2018, verbunden durch ein wiederkehrendes hemisphärisches Wellen-7-Muster) vor.
(Jetstream ändert sich (Grafik Sven Plöger) – Foto © Gerhard Hofmann für Solarify)
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450 Forscher arbeiteten drei Jahre Arbeit an IPBES-Bericht

Staatengemeinschaft berät über globalen Bericht zum Zustand der Natur

Am heutigen Montag, dem 29.04.2019, begannen Vertreter von 132 Mitgliedstaaten in Paris mit den Beratungen des Weltbiodiversitätsrats (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services – IPBES) über den ersten globalen Bericht seit 2005 zum Zustand der Natur. Bis zum 04.05.2019 soll ein weltweit akzeptierter gemeinsamer Sachstandsbericht zur Lage der Natur, den Problemen und möglichen Lösungen geschaffen werden – der soll dann am 06.05.2019 veröffentlicht werden – teilte das Bundesumweltministerium mit. weiterlesen…

Europawahl 2019: Mehr Nachhaltigkeit in der EU? Keine Frage!

RNE hat Parteien abgeklopft

An der Agenda 2030 kommen die Parteien nicht mehr vorbei. Was sie sich unter der Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele (SDG) vorstellen und welchen Stellenwert die Parteien dem Thema Nachhaltigkeit in ihrem Wahlprogramm einräumen, zeigt eine Umfrage des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Anhand von fünf Fragen sollten die im Bundestag vertretenen Fraktionen ihre Positionen zu nachhaltiger Entwicklung im Kontext der Europawahl darlegen. (Grafik: Die 17 SDGs der Vereinten Nationen) weiterlesen…

Wissenschaftskommunikation im Bundestag

Bundesregierung: „Wissenschaftler sollen stärker mit der Öffentlichkeit kommunizieren“

Zu deren Einleitung stellen die Grünen fest, dass die Gesellschaft auf eine „solide finanzierte und unabhängige Wissenschaft angewiesen“ sei. Denn die schaffe die „Basis für eine evidenzbasierte, vorsorge-orientierte und weitsichtige Politik zum Wohle aller“. Eine starke Wissenschaft „zeichnet sich zudem durch vielfältige und kreative Interaktionsformen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft aus“. Gerade für unsere Wissensgesellschaft sei die Kommunikation aktueller Forschungsergebnisse in die Breite der Gesellschaft von hoher Bedeutung. weiterlesen…

Studentin erforscht Energieversorgung auf dem Dach der Welt

Lesehinweis auf die Niederösterreichischen Nachrichten: PV in 5.000 m Höhe

Das Sankt Pöltener Regionalblatt war auf dem Dach der Welt: Dort untersucht Claudia Lausegger, Studentin im Master-Studiengang „Regenerative Energiesysteme/technisches Energiemanagement“ Energieversorgungsmöglichkeiten am Mount Everest. Die 26-jährige Kärntnerin vom Wieselburger FH-Campus Wiener Neustadt erforscht, wie sich Bergsteiger und Unterkünfte auf dem acht Kilometer langen Mount Everest Trek von Lukla bis ins 5.200 Meter hoch gelegene Basislager und noch weiter oben mit Energie fürs Heizen, Kochen und für die Aufbereitung von Warmwasser versorgen. (Foto: Masterstudentin Claudia Lausegger vom FH-Campus Wieselburg untersucht die Energieversorgung auf dem Gebiet des Mount Everest – Foto © privat) weiterlesen…

B90/Grüne: Politik setzt Qualitätssicherung in Wissenschaft unzureichend durch

Wie Skandale und Plagiate verhindern?

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fragt die Bundesregierung, welche Verantwortung sie für die Qualitätssicherung im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem trage. Hintergrund sind laut B90/Grüne Skandale wie in der niederländischen Soziologie, der südkoreanischen Klonforschung oder bei Plagiatsfällen. Auf nationaler Ebene gebe es zahlreiche Empfehlungen und Handreichungen für gute wissenschaftliche Praxis. Im Positionspapier des Wissenschaftsrats von 2015 habe dieser „Empfehlungen zu wissenschaftlicher Integrität“ ausgesprochen, in denen einige Maßnahmen zur Sicherstellung von Qualität in der Wissenschaft genannt würden, die auch die Politik in die Verantwortung zögen, die aber nach Auffassung der Fragesteller jedoch noch nicht zureichend umgesetzt sind. weiterlesen…

Oppositions-Zweifel an Hightech-Strategie 2025

Ziel der Hightech-Strategie 2025

Wie die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (19/8762) schreibt, weist die Hightech-Strategie 2025 (HTS 2025) der Bundesregierung zahlreiche Schwächen auf. Die Strategie wurde am 05.09.2018 von der Bundesregierung beschlossen und soll Deutschlands Zukunftskompetenzen stärken, um das Land „an die Spitze technologischer Entwicklungen zu stellen“. Zu den größten Versäumnissen zählen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – die nach Ansicht der Grünen fehlende strategische Ausrichtung, das Vermeiden klarer Zielsetzungen, Defizite bei der Partizipation der Zivilgesellschaft und zu wenige Impulse für Forschung und Entwicklung insgesamt. weiterlesen…

Bezahlen für den Klimaschutz

So geht CO2-Kompensation für Flüge

Reisen mit dem Flugzeug sind besonders klimaschädlich. Wer da sein Gewissen beruhigen will, spendet für Projekte, mit denen der CO2-Ausstoß kompensiert wird. Doch was geschieht mit dem Geld und was bringt das wirklich? Die Kompensation selbst ist theoretisch ganz einfach, es braucht nur ein paar Klicks. Das Komplizierte ist, den richtigen Anbieter zu finden. Weltweit gibt es Hunderte. In Deutschland hat das Umweltbundesamt eine Liste mit 27 Dienstleistern zusammengestellt, darunter die Sieger von Stiftung Warentest: Atmosfair, Klima-Kollekte und Primaklima. Monika Griebeler hat für die Deutsche Welle die einzelnen Anbieter unter die Lupe genommen. weiterlesen…