Ozeane nehmen mehr Wärme auf als vermutet

Dennoch CO2-Emissionen schneller verringern, als IPCC-Bericht verlangt

Die Ozeane nehmen 90 Prozent der zusätzlichen Wärmeenergie auf, die aufgrund steigender Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre entsteht. Forscher der University of California, San Diego, der Princeton University (Massachusetts, USA), des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel sowie Kollegen aus Frankreich und China haben jetzt mit einer neuen Methode die bisherigen Berechnungen der Wärme-Aufnahme im Ozean überprüft. Wie sie am 31.10.2018 in Nature veröffentlichten, haben die Meere in den vergangenen 25 Jahren demnach sogar deutlich mehr Wärme aufgenommen, als bisherige Berechnungen vermuten ließen. Das löste eine kontroverse Diskussion aus. weiterlesen…

Klimaschutz bleibt auf der Strecke

Wärmemonitor 2017: Haushalte profitieren von weiter sinkenden Heizkosten, stagnierender Verbrauch führt zu Stillstand beim Klimaschutz

Die deutschen Privathaushalte haben im Jahr 2017 knapp sieben Prozent weniger für Heizkosten ausgegeben als im Vorjahr. Dies ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH berechneten „Wärmemonitor 2017“. Die Berechnungen basieren auf den Heizkostenabrechnungen von 300.000 Mehrfamilienhäusern in Deutschland und erfolgten klima- und witterungsbereinigt. weiterlesen…

Arktische Erwärmung und Luftverschmutzung treiben Klima-Destabilisierung an

Mehr Extremwetter durch Störung gigantischer atmosphärischer Luftströme

Computersimulationen zeigen einen starken Anstieg von Ereignissen, bei denen die Wellenbewegungen des Jetstreams in der Atmosphäre aufhören sich weiter voran zu bewegen. Dadurch könnten Wetterextreme am Boden häufiger werden: Wenn die Westwinde aufhören, Wettersysteme voranzutreiben, halten diese länger an – aus ein paar sonnigen Tagen kann eine Hitzewelle werden, anhaltender Regen kann zu Überschwemmungen führen. Laut Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK-Potsdam) vom 01.11.2018 führt ein internationales Team von Wissenschaftlern die Zunahme von Extremwetter auf die vom Menschen verursachte Erwärmung speziell in der Arktis zurück. weiterlesen…

Erfolge auf dem Weg zur „Green Chemistry“

CEC: Mangan-Katalysator wandelt Kohlendioxid in Methanol um

Forscher am Mülheimer Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) haben unter Leitung von Direktor Walter Leitner, Direktor der Abteilung Molekulare Katalyse, einer Medienmitteilung folgend einen Mangan-Katalysator entwickelt, der Kohlendioxid in Methanol umwandeln kann. CO2 durch chemische Reduktion in wertvolle Produkte umzuwandeln ist eine der „Traumreaktionen“ an der Schnittstelle zwischen Energie und Chemie. Das CO2-Molekül ist jedoch äußerst widerstandsfähig gegen solche Reaktionen. weiterlesen…

„Black Bear“: Altreifenproblem lösen und CO2 reduzieren

„Tire to Carbon Black“-Technologie: Reduktion wie eine Million Bäume

Pro Jahr werden 1,5 Milliarden Reifen aussortiert – die meisten weggeworfen oder verbrannt. Das sorgt nicht nur für reichlich CO2-Emissionen, sondern auch für die Vergeudung wertvoller Rohstoffe. Das niederländische Cleantech-Unternehmen Black Bear hat nach eigenen Angaben nun eine Karbonisier-Technologie entwickelt, mit der es dieses Altreifenproblem lösen möchte: Mit dem „einzigartigen Verfahren werden Altreifen wieder in wertvolle Rohstoffe wie beispielsweise Carbon Black („Ruß“) verwandelt“. weiterlesen…

Deutscher Umweltpreis für Meeresbiologin und Leipziger Abwasser-Experten

Antje Boetius, Roland A. Müller, Manfred van Afferden, Mi-Yong Lee und Wolf-Michael Hirschfeld

Die Meeresbiologin Prof. Antje Boetius (51, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven) und ein interdisziplinäres Abwasser-Expertenteam aus Leipzig, das die ferne Vision „Sauberes Wasser für alle“ in Jordanien zu einem tatsächlich greifbaren Ziel hat werden lassen, wurden 2018 je zur Hälfte mit dem mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. weiterlesen…

Negative CO2-Emissionen vorantreiben

Studie fordert verstärkte wissenschaftliche Anstrengungen zur Vermeidung von Kohlendioxid-Ausstoß

Technologien, die Kohlendioxid aus der Luft entfernen, müssen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen, so ein neuer Bericht der National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine, schreibt JoAnn Adkins am 25.10.2018 in den Nachrichten der Florida International University FIU. (Titel: Technologien für negative Emissionen und zuverlässige Sequestration – © National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine, 2019) weiterlesen…

Amin-Synthese vereinfacht

LIKAT: Breites Anwendungsspektrum

„Alle reden über Ruthenium, wir auch“ – am 22., bzw. 23.10.2018 veröffentlichten zwei Informationsdienste (zuerst idw, dann chemie.de) einen identischen Text ohne Quellenangabe. Unter der Überschrift „Hansdampf im Katalyselabor“ ging es jeweils um ein neues vom LIKAT entwickeltes Verfahren für die Synthese von Aminen – „wichtige Grundstoffe für Chemie und Pharmazie“ – mittels eines „schlicht gebauten Katalysators auf der Basis von Ruthenium“. weiterlesen…

Schwere Elektro-Lkw im Praxistest

Elektromobilität: Bundesregierung fördert Technologieentwicklung im Normalbetrieb

Die Bundesregierung leitet einen umfangreichen Praxistest schwerer Elektro-Lkw ein. Zehn verschiedene Handels- und Logistikunternehmen werden einer BMU-Medienmitteilung zufolge die LKW, die ausschließlich mit Strom fahren, nun im täglichen Warenverkehr ausprobieren. Der Einzelhandels-Verbund Edeka startete am 23.10.2018 damit und wird ein Jahr lang einen vollelektrischen 25-Tonner-Lkw nutzen, der zwischen 150 und 300 km pro Tag zurücklegen soll. Der Einsatz der Elektro-Lkw wird wissenschaftlich begleitet. weiterlesen…

Blick in die Zukunft – „Strommarkt 2.0 – flexibel, sicher, effizient“

10. Trialog zur Energiewende von ESYS und Humboldt-Viadrina

Der steigende Anteil Erneuerbarer Energien (EE) prägt das Stromsystem. Derzeit decken die Erneuerbaren 36 Prozent des Stromverbrauchs – 2030 sollen es 65 sein. Um die volatile EE-Einspeisung ausgleichen zu können, müssen große Kraftwerke künftig flexibel betrieben werden, es braucht Lang- und Kurzzeitspeicher und neue Modelle für einen stärker angebotsorientierten Stromverbrauch. Doch auch im Wärme- und Verkehrssektor müssen die CO2-Emissionen sinken. Das kann gelingen, wenn regenerativ erzeugter Strom auch zum Heizen und Fahren genutzt wird. Dafür ist unser System bisher jedoch nicht ausgelegt. Strom-, Wärme- und Verkehrssektor funktionierten bisher weitestgehend unabhängig voneinander. Außerdem kann Strom nicht zu den gleichen Bedingungen gehandelt werden wie etwa Benzin oder Erdgas – Themen de 10. Energiewende-Trialogs von HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform und dem Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ am 23.10.2018. weiterlesen…