Atomballett in Zeitlupe

Femtochemie: Mithilfe kurzer Elektronenpulse lässt sich Strukturänderung in komplexem Molekül wie im Film verfolgen

Chemie ist nun filmreif: Mithilfe einer Art Molekülkamera hat ein internationales Team, an dem auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg beteiligt waren, das rasend schnelle „Ballett“ verfolgt, das Atome bei Strukturänderungen in Molekülen vollführen. Mit einer vergleichsweise kompakten, effizienten und kostengünstigen Technik beobachten die Forscher detailliert und in Zeitlupe, wie sich die winzigen Atome bei einem molekularen Übergang in einem komplexen Material bewegen. Eine Mitteilung der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Das bislang schärfste Bild der Milchstraße

Der Nordhimmel im Licht des Wasserstoffs – Astronomen haben Nordhimmel hochpräzise kartiert

Wissenschaftler der Universität Bonn und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR)  haben mit bislang unerreichter Genauigkeit den Nordhimmel durchmustert. Mit dem Radioteleskop Effelsberg in der Eifel zeichneten sie die Spektrallinie des atomaren Wasserstoffs auf, der die räumliche Verteilung der Materie in der Milchstraße widerspiegelt. Der „Effelsberg-Bonn HI Survey“ (EBHIS) bildet die Grundlage für zahlreiche Folgeprojekte, bei denen es zum Beispiel um die Geburt von Sternen geht. Die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Projektes sind nun in der Januar-Ausgabe des Fachjournals „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht. weiterlesen…

Wörterbuch Klimadebatte

Verursachung zur Lösung umgedeutet

Grünes Wachstum, Nullemission, Energiewende, ökologische Modernisierung. Die Klimadebatte hat ihr eigenes Vokabular hervorgebracht, dessen Begriffe eine strukturkonservative Agenda transportieren: Mit marktbasierten Klimaschutzinstrumenten, grüner Technologie und globalem Management sollen die lebenswichtigen Funktionen der Atmosphäre bewahrt und gleichzeitig ungebremstes Wachstum ermöglicht werden. Dieses Ideal der Industriegesellschaften hat jedoch den Klimawandel verursacht und wird nun zu dessen Lösung umgedeutet. Im Wörterbuch Klimadebatte analysieren Expertinnen aus Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften über 40 Schlüsselbegriffe des Klimadiskurses, die diese Utopie plausibel und alternativlos erscheinen lassen, und zeigen notwendige Perspektiven jenseits einer neoliberalen Klimapolitik. weiterlesen…

Durchbruch in Paris

COP21 verabschiedet Klimaabkommen

Die New York Times vermailte als erste die Breaking News: Nach 13tägigem und zum Teil -nächtlichem Ringen haben alle 195 Länder bei der COP21 in Paris dem weltweiten Klimavertrag zugestimmt. Zum ersten Mal bekannten sich alle vertraglich zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung. Umweltschützer werten den Vertrag als starkes Signal. (Foto: COP21-Schluss, Paris – Foto © Arnaud-Bouissou CCO 1.0-Lizenz – UNFCCC) weiterlesen…

Helmholtz macht Geflüchteten Angebot

„Wir bieten Flüchtlingen eine Perspektive in der Wissenschaft“

Die Helmholtz-Gemeinschaft und die Bundesagentur für Arbeit haben am 11.12.2015 eine neue Initiative gestartet: Gemeinsam bieten sie Flüchtlingen einen Einstieg in eine wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Beschäftigung. Ab sofort können sich junge Talente für dieses neue Programm bewerben. weiterlesen…

Gips-Schüle-Forschungspreis für umweltfreundliche organische Solarzellen

Stiftung zeichnet interdisziplinäres Projekt des KIT zu nachhaltigen und kostengünstigen Produktionsprozessen mit 50.000 Euro aus

Der mit 50.000 Euro dotierte Gips-Schüle-Forschungspreis 2015 geht an das Forschungsprojekt „Nanopartikel für eine umweltfreundliche Herstellung von organischen Solarzellen“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Kooperation mit der MJR PharmJet GmbH. Ziel des Projekts, in dem Ingenieure, Physiker, Chemiker und Biologen gemeinsam forschen, sind kostengünstige Herstellungsverfahren für neuartige Solarzellen ohne gesundheitsschädliche Lösemittel.
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Weniger Stürme: mehr Wetterextreme

PIK-Studie: Kalt, heiß oder trocken – anhaltende Wetterextreme durch abnehmende Sturmaktivität

Die Abnahme der Sturmaktivität in Europa, Russland, China und weiten Teilen der USA kann sich auf dortige Wetterextreme auswirken – Kälte im Winter, Hitze und Trockenheit im Sommer; das zeigt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die beobachteten Änderungen der Sturmaktivität stehen vermutlich im Zusammenhang mit anderen Änderungen in der atmosphärischen Dynamik, wie etwa dem Jetstream – einem Band starker Höhenwinde um die nördliche Hemisphäre. weiterlesen…

Beschäftigungsrückgang bei den Erneuerbaren

Zahl der Beschäftigten im Bereich Erneuerbarer Energien sinkt um vier Prozent

355.400 Menschen arbeiteten 2014 in Deutschland im Bereich der erneuerbaren Energien, etwa vier Prozent weniger als 2013. Von dem Rückgang besonders betroffen war einmal mehr die Solarbranche, die Windenergie konnte dagegen eine positive Beschäftigungsentwicklung verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abschätzung, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) vorgenommen hat. Die Ergebnisse sind Teil einer umfassenden Untersuchung über „Makroökonomische Wirkungen und Verteilungsfragen der Energiewende“ unter der Federführung der GWS im Auftrag des BMWi. weiterlesen…

Neuer Impuls für Open Access

Berlin-Konferenz zur Umstellung des Finanzierungsmodells von Fachpublikationen

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriftenartikeln (Open Access) soll auf neue Weise vorangebracht werden. Das berichtet eine Pressemitteilung als Ergebnis einer internationalen Konferenz in Berlin, bei der ein Prozess eingeleitet wurde, um bisher nur per Subskription zugängliche Fachzeitschriften auf Open Access umzustellen. Den Schlüssel dazu haben die Wissenschaftseinrichtungen und ihre Förderer selbst in der Hand: Öffentliche Mittel, die aktuell für Abonnements von Subskriptionszeitschriften genutzt werden, müssten in Open-Access-Publikationsmittel umgewandelt werden. weiterlesen…

Nach zehn Jahren: Wendelstein springt an

Betrieb in Greifswalder Fusionsanlage – erstmals Helium-Plasma erzeugt

„Geduld und Mühe der Plasmaforscher haben sich gelohnt“, beginnt stolz eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald. Gut zehn Jahre nachdem die Montage der Fusionsanlage Wendelstein 7-X  begonnen hatte, haben Physiker darin am 10.12.2015 das erste Helium-Plasma erzeugt. Damit hat nach gut einem Jahr technischer Vorbereitungen und Tests planmäßig der Experimentierbetrieb begonnen. Anfang 2016 soll in der Anlage erstmals ein Wasserstoffplasma gezündet werden, wie es auch für eine Kernfusion benötigt wird – hofft das IPP. Mit Wendelstein 7-X, der weltweit größten Fusionsanlage vom Typ Stellarator, möchten Forscher belegen, dass sich dieser Bautyp als Kraftwerk eignet. weiterlesen…