Erderwärmung doppelt so hoch wie vorhergesagt

„Selbst wenn die Klimaziele erreicht werden, sind die Folgen weitreichend“

Die Studie eines internationalen Forscherteams, unter anderen der University of New South Wales in Sydney, kommt anhand der Untersuchung vergangener Wärmeperioden zu dem Ergebnis, dass die Erderwärmung unter Umständen doppelt so hoch sein wird, wie bisher vorhergesagt. Die Wissenschaftler kritisieren, dass in aktuellen Klimamodellen die Langzeitfolgen für unseren Planeten nicht ausreichend betrachtet werden. Sofortiges Handeln sei unerläßlich, um tiefgreifende Veränderungen unserer Welt zu verhindern, wie das Institut Ranke-Heinemann von der University of New South Wales in Sydney am 13.07.2018 berichtete. weiterlesen…

Chinesischer Batteriehersteller erobert deutschen Markt

Europäische Unternehmen verlieren bei der Entwicklung von Batteriezellen für Elektroautos immer mehr den Anschluss

Deshalb baut der chinesische Konzern CATL nun selbst ein Werk in Deutschland. Der erste Milliarden-Auftrag ist schon eingegangen.Schon jetzt gilt Contemporary Amperex Technology Co (CATL) als der größte Batterieproduzent in China. Bisher hat das erst 2011 gegründete Unternehmen allerdings vorrangig die heimischen Autobauer mit Akkus beliefert. Doch das soll sich nun ändern. Dafür will CATL bis 2022 stolze 240 Millionen Euro in den Aufbau einer Batteriezellenfabrik in Thüringen investieren und mindestens 600 Arbeitsplätze schaffen. Durch das Werk will der chinesische Konzern dann auch die europäische Autoindustrie mit Stromspeichern versorgen können, wie Joschua Katz am 11.07.2018 in energiezukunft berichtete. weiterlesen…

US-„Clean Coal“ nur teilweise erfolgreich

US-Projekt „Saubere Kohle“ in Mississippi gescheitert

Aus den Energieperspektiven 02/2018 und (01-2018) des MPI für Plasmaphysik: In einem der größten Kohlekraftwerke der USA im texanischen Thompsons, W. A. Parish, ist im Januar 2017 das weltgrößte System zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in Betrieb gegangen: Petra Nova (Energie-Perspektiven 1/17). Aus dem Rauchgas einer der acht Kraftwerks­einheiten trennt sie seither den Großteil des Kohlendioxids ab – mehr als eine Million Tonnen während der ersten zehn Betriebsmonate, meldete der Betreiber NRG. Eine andere Form (die Vorab-Abscheidung in Kemper County) ist dagegen gescheitert. weiterlesen…

Erneuerbarer Energie-Drachen

Den Höhenwind nutzen

In höheren Luftschichten wehen energiereichere und beständigere Winde als auf dem Niveau konventioneller Windgeneratoren. Ob sich dieser Höhenwind mit fliegenden Systemen – Drachen zum Beispiel – zur Stromgewinnung nutzen lässt, soll das Forschungsprojekt SkyPower100 untersuchen. Es hat in Enerkite seit 2012 einen Vorläufer. weiterlesen…

„Atomhörigkeit der EU zementiert“

Der europäischen Gerichtshof weist die österreichische Klage gegen die Beihilfe-Entscheidung der EU-Kommission zum britischen Atomkraftwerksneubau Hinkley Point C ab

Das Gericht der Europäischen Union (EuGH) hat eine Klage Österreichs gegen Beihilfen der britischen Regierung zu dem neuen Atomkraftwerk Hinkley Point C abgewiesen, die die EU-Kommission im Oktober 2014 genehmigt hatte. Worum geht es in der Klage? Eine der Beihilfen besteht darin, dass Großbritannien den AKW-Betreibern einen garantierten Einspeisetarif für 35 Jahre zugesagt hatte. Dieser Einspeisetarif bedeutet bis zu 1,6 Milliarden Euro Subventionen im Jahr. Nicole Weinhold erklärte in ERNEUERBARE ENRGIEN am 14.07.2018 die Hintergründe dieser heiklen Geschichte. weiterlesen…

Sommerwetter: Millionen Deutsche ernten Solarenergie

Speicher machen Strom und Wärme rund um die Uhr verfügbar

Fast überall in Deutschland scheint die Sonne an diesen Sommertagen länger als zwölf Stunden täglich. Bereits mehr als zehn Millionen Menschen nutzen diese kostenlose Energie für die Strom- oder Wärmeversorgung des eigenen Hauses – oft sogar auch nach Sonnenuntergang. Immer mehr Bürger komplettieren ihre Photovoltaik-Anlage mit einem Solarstromspeicher. So können sie, wie der Bundesverband Solarwirtschaft am 15.07.2018 mitteilte, den günstigen und klimafreundlichen Strom aus eigener Erzeugung auch nach Sonnenuntergang nutzen. Für den Strom, den sie nicht selbst verbrauchen, erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung. weiterlesen…

Luxusartikel, Energiefresser und CO2-Schleuder

Wer reich ist, kann kalt machen

Einem wenig beachteten Energiethema hat die internationale Energieagentur jetzt unter dem Titel „The Future of Cooling“ einen kompletten Bericht gewidmet: die Raumkühlung. Denn der weltweite Stromverbrauch für Klimaanlagen und Ventilatoren ist bereits heute enorm. Ohne Gegenmaßnahmen könnte er bis 2050 auf das Dreifache steigen. Darauf weist das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in seinen am 16.07.2018 erschienen Energie-Perspektiven 2/2018 hin.Perspektiven 2/2018 hin. (Titel: The Future of Cooling – IEA) weiterlesen…

Demokratie braucht mehr denn je Wissenschaft

Gegen Fake News und Fake Science

von Gast-Blogger Jason Smerdon, General Earth Institute – der folgende Text ist die bearbeitete Version eines Aufsatzes, der am 13.07.2018 in McSweeney’s Internet Tendency erschien. Smerdon bekräftigt die extrem wichtige Rolle exakter Wissenschaft in Zeiten professioneller Fälscher und relativierender Zweifler. weiterlesen…

Jahrbuch beleuchtet Konflikte in der Energiewende

K18 – erstes KNE-Jahrbuch erschienen

Mit „K18 – Konflikte in der Energiewende“ ist das erste Jahrbuch des Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) erschienen. Angelegt als ein Kompendium von Artikeln, Berichten und Interviews betrachtet das Buch Konflikte im Rahmen einer naturverträglichen Energiewende und innovative und internationale Entwicklungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien, wie das KNE in Berlin mitteilte. (Titel: Konflikte in der Energiewende – © KNE) weiterlesen…

Verkehr so klimafeindlich wie nie

CO2-Reduktion nach Sektoren

Im Sektor Energiewirtschaft sind die Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2017 zwar von 466 auf 328 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesunken, im Sektor Industrie von 284 auf 193, im Gebäude-Bereich von 210 auf 130 und im Landwirtschaftssektor von 90 auf 72 Mio. t CO2-Äquivalente. Im Verkehrsbereich aber stiegen sie – von 163 auf 171 Mio. t CO2-Äquivalente. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (19/2967) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/2298) hervor. weiterlesen…