Netzentgelte 2018: Stromsparen häufig bestraft

Kurzanalyse der der Netzkosten-Entwicklung – und Umlage auf Stromverbraucher

Die Netzentgelte steigen 2018 in etlichen Regionen – allerdings gebietsweise sehr unterschiedlich und bei geringem Stromverbrauch stärker als bei hohen. Haushalte mit unterdurchschnittlichem Stromverbrauch zahlen zum Teil deutlich mehr als Durchschnittskunden – in der bundesweiten Tendenz wird Energiesparen dadurch unattraktiver. Die Veränderungen der Netzentgelte sind dabei weniger gesetzlichen Anforderungen oder den Notwendigkeiten des Betriebes der Stromnetze geschuldet, als vielmehr das Ergebnis komplexer Verteilungsmechanismen sowie Regelungslücken. Das ist das Ergebnis einer Kurzstudie im Auftrag von Agora Energiewende, die am 12.01.2018 veröffentlicht wurde. weiterlesen…

KI gestalten

acatech: Arbeitsgruppen der Plattform Lernende Systeme stellen ihre Themenschwerpunkte vor

Deutschland will einer der führenden Anbieter für Lernende Systeme werden und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) offen, transparent und zum Nutzen der Gesellschaft gestalten. Die Plattform Lernende Systeme (s. a. solarify.eu/selbstfahrende-autos-und-kollaborative-roboter) vernetzt dazu führende Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Branchen- und Disziplingrenzen hinweg. Die Leiterinnen und Leiter der sieben Arbeitsgruppen der Plattform stellten bei ihrem Treffen am 08.01.2018 in Berlin intern die Schwerpunkte ihrer Arbeitsprogramme vor. weiterlesen…

Solaranlagen 2018 noch lukrativer

Preise sinken, Einspeisevergütung bleibt stabil – Solar Cluster: Anlagen nicht zu klein dimensionieren

Investieren Hauseigentümer 2018 in eine Photovoltaikanlage, rechnet sich das noch mehr. Sie profitieren zum einen von gesunkenen Preisen: Um 3 bis 5 Prozent sind handelsübliche Solaranlagen im Jahr 2017 günstiger geworden. Zum anderen ist die Vergütung für den in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom im Januar mit 12,20 Cent pro Kilowattstunde stabil geblieben – daran wird sich wohl auch nicht viel ändern. Und wer seinen Strom selbst verbraucht, der hat aufgrund der gesunkenen Investitionskosten und der teilweise gestiegenen Strompreise noch mehr Gewinn als im vorigen Jahr. Darauf wies die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg am 11.01.2018 hin. weiterlesen…

Alle verantwortlich für Netzschwankungen

„Gehüpft wie gesprungen!“ – Fluktuationen im Stromnetz hängen gleichermaßen von erneuerbaren Energiequellen und vom Stromhandel ab

Die Frequenz im deutschen Stromnetz schwankt alle 15 Minuten besonders stark – genau dann, wenn sich die Energiekonzerne im europäischen Strommarkt jeweils auf eine neue Produktions-Verteilung einigen, sich also ändert, wo wie viel Strom in das Netz eingespeist wird. Damit hat der Stromhandel in Europa einen wesentlichen Einfluss auf Netzfrequenz-Schwankungen – zeigt jetzt eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) aus Göttingen. weiterlesen…

Potenzial für grüne Wasserstoff-Wirtschaft

CEC: Erstmalige Charakterisierung einer sensorischen [FeFe]-Hydrogenase gelungen – wichtige Hinweise für angewandte Katalyse-Forschung entdeckt

Hydrogenasen sind Enzyme, die Wasserstoffgas (H2) aus Protonen im wässrigen Milieu erzeugen können. Bakterien mit diesen Enzymen produzieren H2 häufig als Abfallprodukt ihres zuckerbasierten Metabolismus in Abwesenheit von Sauerstoff. Andere Bakterien können den Wasserstoff als Energiequelle nutzen. Jetzt ist es einem Team von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für Chemische Ernergiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr und dem Institute of Low Temperature Science an der University of Hokkaido (Japan) ein entscheidende Fortschritt gelungen. Ein weiteres Team des CEC und der Ruhr-Universität Bochum analysierte kurz zuvor speziell die Rolle von Wasserstoffbrücken-Bindungen in bestimmten Enzymen aus Grünalgen, den Hydrogenasen. Denn das Zusammenspiel von Proteinhülle und aktivem Zentrum in Wasserstoff produzierenden Enzymen ist entscheidend für die Effizienz der Biokatalysatoren. (Grafik: Sensorische Hydrogenase HydS – © CEC) weiterlesen…

Bauernverband präsentiert sich planlos beim Klimaschutz

Klimastrategie des Bauernverbands enthält keine Vorschläge, mit denen Emissionen in der Landwirtschaft effektiv verringert werden könnten

Die Germanwatch übt scharfe Kritik an der am 10.01.2018 vorgestellten „Klimastrategie 2.0“ des Deutschen Bauernverbands (DBV). Die vom DBV vorgestellten Maßnahmen seien keine Grundlage, um die Treibhausgase in der Landwirtschaft effektiv zu verringern. weiterlesen…

PIK-Studie fordert Maßnahmen gegen Überschwemmungen

Klimawandel lässt Flüsse über die Ufer treten: Anpassung nötig

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat soeben eine umfangreiche Untersuchung vorgelegt, inwieweit Hochwasser durch den Klimawandel verstärkt werden – mit dem eindeutigen Ergebnis, dass „veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen“, so das PIK unter Berufung auf eine aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift Science Advances. weiterlesen…

NRW-Landesregierung korrigiert vorsichtigt

Windbranche begrüßt Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung

Mit einer Erhöhung der Ausschreibungsmenge um insgesamt 1.400 Megawatt im Jahr 2018 will die nordrhein-westfälische Landesregierung einem Ausbaueinbruch bei der Windenergie vorbeugen. Dies geht aus einer am 10.01.2018 veröffentlichten Bundesratsinitiative hervor. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) sieht darin einen zwingend notwendigen Schritt, um einen Strukturbruch in der Branche zu verhindern und den Ausbau der Windenergie zu sichern. weiterlesen…

Klimaforschung: Analyse von Wahrscheinlichkeiten

Abrupte Veränderungen entdecken – ob bei Ozeanwärme oder Finanzmärkten

Ein verlässlicher Nachweis abrupter Veränderungen wie eine Talfahrt von Aktienwerten oder die Erwärmung des Pazifiks während eines El Niño ist zwar wertvoll, aber die meisten Analysen berücksichtigen die Unsicherheiten in den Daten nicht. Plötzliche Veränderungen zu identifizieren und die zugrundeliegenden Unsicherheiten dabei zu erkennen, ist die Herausforderung. Auch wenn es eine Reihe von Methoden zur Erkennung von Wechselpunkten gibt, stellen Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) nun zum ersten Mal einen Ansatz vor, der die Unsicherheiten in Zeitreihen akkurat wiedergibt und somit eine robustere Analyse bietet. weiterlesen…

„Ist Trump ehrlicher als Merkel?“


Ein Kommentar von Franz Alt

Umwelt-Ikone Franz Alt platzt der Kragen: Die durchgestochene Info aus dem Sondierungs-Kreis, man wolle das 2020er Klimaziel verschieben, treibt ihn auf die verbale Barrikade. Beim Klimaschutz werde die noch gar nicht im Verhandlungsstatus befindliche alt-neue Konstellation „eine Heuchler-Koalition“.
weiterlesen…