Der europäische Emissionshandel EU-ETS


In der Theorie schön, in der Praxis ein Desaster

Gastkommentar von Patrick Graichen, Agora Energiewende
Im umweltökonomischen Lehrbuch ist die Sache mit dem Emissionshandel (englisch: Cap-and-Trade) ganz einfach: Die Gesellschaft definiert für einen Schadstoff, welches Verschmutzungsniveau für die Umwelt gerade noch verträglich ist (Cap), vergibt an die potenziellen Verschmutzer Zertifikate, die diesem Niveau entsprechen, und überlässt den Rest dann dem Markt (Trade). Es bildet sich dann ein Marktpreis heraus, der sich an den Kosten der jeweiligen Vermeidungstechnologien orientiert – und das Umweltziel wird zu den niedrigstmöglichen Kosten erreicht. Weitere Instrumente sind nicht nur überflüssig, sondern schaden dem Ziel eines kosteneffizienten Umweltschutzes. Soweit die Theorie. weiterlesen…

Lesehinweis: Mülheimer Forscher setzt auf grünen Sprit statt Batterie


Robert Schlögl gibt reinen Elektroautos keine Zukunft – statt dessen: synthetisches Benzin

„In Mülheim haben sie den grünen Sprit längst erfunden, in China wird er bereits im täglichen Leben eingesetzt“, schreibt Frank Meßing in der WAZ vom 19.09.2017. Es gehe um die so genannten Designer Fuels, die bei der Verbrennung kaum Abgase erzeugen. „In zwei bis drei Jahren“ sage Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim, laut WAZ, wolle er die neuartigen Treibstoffe zur Marktreife führen. Doch dazu brauche er eine Förderzusage der Bundesregierung in der Größenordnung von 100 Millionen Euro. weiterlesen…

Strukturbruch in NRW-Windkraftbranche befürchtet


Arbeitsplätze in Gefahr

„Nordrhein-Westfalens Energiewende stehen schwere Zeiten bevor“, schreibt Joschua Katz auf energiezukunft. Der im Mai veröffentlichte Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Landesregierung habe die ohnehin schon schwere Situation durch massive Einschränkungen des Windausbaus zusätzlich verschärft. Entsprechend warnen die NRW-Windbranche und der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) vor massiven Umsatzeinbrüchen und Arbeitsplatzverlusten. weiterlesen…

BEE: Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien erhalten


Nur damit sind die klimapolitischen Ziele auf europäischer Ebene zu erreichen

Auf der Agenda des informellen Treffens der europäischen Energieminister in Brüssel am 20.09.2017 standen u.a. Abregelungsreihenfolge und Kompensation der Erneuerbaren-Kraftwerke sowie der Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien. Für die grundsätzliche Beibehaltung des Einspeisevorrangs hätten sich – laut Bundesverband für Erneuerbare Energien e.V. – sowohl die Europäische Kommission als auch große Teile des Europäischen Parlaments ausgesprochen. weiterlesen…

DUH: „Umweltprämie“ = Verbrauchertäuschung

Deutsche Umwelthilfe fordert Ende für Fahrzeuge mit hohem CO2– bzw. Stickoxid-Ausstoß

Die Umtausch- bzw. „Umweltprämie“ belohnt besonders den Kauf großer Diesel-SUVs und spritschluckender Pkw. Einer DUH-Medienmitteilung vom 20.09.2017 zufolge zeigen Abgasmessungen an mit „Umweltprämien“ beworbenen Pkw-Modellen bis zu 13-fach höhere Stickoxid-Emissionen auf der Straße als im Prüflabor erlaubt. Kein einziger der aktuell mit Umtausch- bzw. „Umweltprämie“ beworbenen Diesel-Pkw erfülle die aktuelle Abgasnorm Euro 6d. weiterlesen…

CO2-Zertifikate zu billig


ETS „behindert“ EU-Klimapolitik

Während der von der estnischen Ratspräsidentschaft organisierten Konferenz zur Gestaltung des europäischen Elektrizitätsmarktes wurden erneut die Unzulänglichkeiten des eurpäischen Emissionshandelssystem (ETS) deutlich. Einige Teilnehmer bezeichneten das System als ein ernsthaftes Hindernis in der EU-Energie- und Klimapolitik. Die niedrigen Preise für CO2-Zertifikate würden Fortschritte auf den Energiemärkten „behindern“, wie Sam Morgen für Euractiv am 19.09.2017 aus Tallin berichtete. weiterlesen…

Wärmeenergie in Salz speichern

DLR weiht TESIS ein – Testanlage für Speichertechnologien

100 Tonnen flüssiges Salz zirkulieren in der Testanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Sie werden abwechselnd von 250 auf 560 Grad Celsius aufgeheizt und wieder abgekühlt. Mit der am 15.09.2017 eingeweihten Testanlage TESIS (Test Facility for Thermal Energy Storage in Molten Salt) können Flüssigsalzspeicher sowie einzelne Anlagenbauteile in einer weltweit einmaligen Form getestet werden. Energiespeicher spielen eine Schlüsselrolle bei der Transformation des Energiesystems. Vor allem Wärmespeicher haben das Potential, Energie effizient – mit sehr geringen Verlusten – und kostengünstig zwischenzulagern, heißt es in der DLR-Pressemitteilung vom selben Tag. weiterlesen…

Deutschland blamiert sich – Klimaziele stehen auf der Kippe

Aktualisierung der BEE-Prognose „Entwicklung der Erneuerbaren Energien bis 2020“

Das Ziel, bis zum Jahr 2020 den gesamten Endenergieverbrauch zu 18 Prozent mit Erneuerbaren Energien abzudecken, wird wohl verfehlt werden. Laut verpflichtendem EU-Ziel muss der Erneuerbare-Energien-Anteil am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 18 Prozent betragen – unter derzeitigen Bedingungen kann Deutschland lediglich 16 Prozent erreichen. Das ergeben neue Berechnungen des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). weiterlesen…

Modellstandort für regenerative Energieversorgung

Dachstrom selbst verbrauchen – welche Speichertechnologie ist die beste?

Im Zuge der Energiewende wird die Zahl konventioneller Kraftwerke deutlich schrumpfen. Besonders Nordrhein-Westfalen mit seinen energieintensiven Industrien und der hohen Bevölkerungsdichte wird das zu spüren bekommen. „Diese Entwicklung müssen wir kompensieren, indem wir alle an den wirtschaftlichen Chancen des regenerativen Energiesektors teilhaben lassen“, so Joachim Krassowski aus der Abteilung Energiesysteme bei Fraunhofer UMSICHT. Insbesondere die regionalen Versorger und Stadtwerke seien gefordert. Fraunhofer UMSICHT vergleicht im Projekt „Redox-Herne“ nachhaltige Energiekonzepte für Wohngebäude. Kernstück: die Redox-Flow-Batterie. weiterlesen…

Soll das Klima wirklich auf die lange Bank der EU geschoben werden?

Von Sam Morgan – EURACTIV.com

Sie würden sich schwer tun, jemanden in Brüssel oder in irgendeinem andern Teil Europas zu finden, der sich keine Sorgen um den Klimawandel macht. Warum ist die EU nicht in der Lage, diese massive Bedrohung zu bekämpfen? Eine neue Studie zeigt, dass 92% der Europäer glauben, der Klimawandel stelle ein ernstes Problem dar. Skeptiker sind auf dieser Seite des Atlantiks selten: so ist es verblüffend, dass ein internationaler Player wie die Europäische Union weiter trödelt. weiterlesen…