Lesehinweis: Wendungen der Klimakanzlerin

So oft änderte Angela Merkel ihre Klimapolitik

Vom „Berliner Mandat“ bis zum Klimakabinett: Die Kanzlerin hat ihre Umweltpolitik immer wieder angepasst. Und sich zu sehr am Machbaren orientiert. Eine Chronik von im Berliner Tagesspiegel.
Angela Merkel ist oft für den Satz belächelt worden. Da muss sie jetzt noch einmal dran denken. Die Bundeskanzlerin ist Anfang der Woche nach Bonn gereist, um die Laudatio für ihren Vorgänger im Bundesumweltministerium Klaus Töpfer (CDU) zu halten, der den Staatspreis 2019 des Landes Nordrhein-Westfalen erhält (siehe solarify.eu/uebersetzer-des-kategorischen-imperativs-im-umweltethischen-kontext). weiterlesen…

PV-Deckelung, Mieterstrom, Biogas und Wasserstoff

Klimaschutzinitiativen der Länder im Bundesrat

„Klimaschutz ist vor allem auch der Verantwortung für unseren Planeten geschuldet und bietet Chancen für die deutsche Wirtschaft, die mit Innovationen in grünen Technologien punkten kann.“ So begründe die Bayerische Staatsregierung ihre Solarenergie-Initiative in BR-Drucksache 432/19 , die am heutigen Freitag, 20.09.2019 im Bundesrat behandelt wird“, schreibt Heinz Wraneschitz im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Andere Bundesländer hätten ebenfalls Anträge zum Klimaschutz vorgelegt. weiterlesen…

7. Sektorgutachten Energie der Monopolkommission

Wettbewerb mit neuer Energie

In ihrem heute veröffentlichten 7. Sektorgutachten Energie macht die Monopolkommission auf Wettbewerbsprobleme aufmerksam, die mit der Energiewende verbunden sind. „Wir sehen sowohl bei den Ausschreibungen für Windenergie als auch beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge Wettbewerbsprobleme, die das Gelingen der Energiewende gefährden“, so der Vorsitzende der Monopolkommission Prof. Achim Wambach. Die Monopolkommission schlägt daher Maßnahmen vor, die einen funktionsfähigen „Wettbewerb mit neuer Energie“ sicherstellen. weiterlesen…

Gasversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energie ausrichten

Zwischenergebnisse des „Dialogprozess Gas 2030“: BMWi spricht Gas auch langfristig eine zentrale Rolle im deutschen Energiesystem zu.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt den Austausch zwischen der Bundesregierung, der Wirtschaft und weiteren Stakeholdern zur Diskussion um die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger im Rahmen der Energiewende sowie zur Ableitung konkreter politischer Handlungsempfehlungen. Der Dialogprozess Gas 2030 des BMWi setze dazu einen passenden Rahmen. Jetzt liegen Zwischenergebnisse vor. weiterlesen…

UN-Sondergipfel in New York – Auftakt für wichtige Verbesserung der Klimaziele

Deutschland muss internationale Partnerschaften für mehr Klimaschutz stärken

Weil die Klimaschutz-Zusagen der einzelnen Staaten bisher nicht stark genug sind, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, hat UN-Generalsekretär Guterres die internationale Staatengemeinschaft für Montag, 23.09.2019, nach New York eingeladen. Auf diesem UN-Sonderklimagipfel und bis spätestens nächstes Jahr sollen die Staaten ihre nationalen Klimaziele nachbessern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in New York erwartet und benötigt dafür ein strukturveränderndes eigenes Klimapaket im Gepäck, betont die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. weiterlesen…

Wie überzeugt man andere von der Notwendigkeit zu handeln?

Warum schauen wir dem “Meteoriteneinschlag in Zeitlupe” gebannt und untätig zu?

Am 22.07.2018 fragte Solarify (solarify.eu/klimawandel-einsicht-ist-nicht-gleich-handeln) schon einmal, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versuchte damals Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man “psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten” könne. Warum handelt die Menschheit nicht schneller und entschiedener, um die Erderhitzung in den Griff zu kriegen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall versucht seit Jahrzehnten, Menschen davon zu überzeugen, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen – er sagt in einem SPIEGEL-Interview mit Susanne Götze am 17.09.2019: „Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug“. weiterlesen…

Uneinigkeit Wirtschaft-Politik beim Wasserstoff

Autoboss: „…einfach Unsinn!“

VW-Boss Herbert Diess hat sich – so die Wirtschaftswoche am 17.09.2019 – auf den Elektromotor „eingeschossen – und zwar klipp und klar“. In einer Gesprächsrunde mit Journalisten im Rahmen der IAA äußerte er sich laut Wirtschaftswoche vom 17.09.2019 sehr kritisch zum konkurrierenden Wasserstoffantrieb: Er sei sich „sehr sicher“, dass Wasserstoff keine relevante Option für den Antrieb von Autos sei. Dass japanische Autohersteller Wasserstoff aus Braunkohle herstellen ließen, mit Tankern nach Japan transportierten und dort in Autos füllten, „das ist einfach Unsinn.“ Ganz anders die Politik – dort ist Wasserstoff im Rahmen der Klimadebatte zu einem wichtigen Thema geworden. weiterlesen…

Drei offene Briefe an Klimakabinett-Mitglieder

Kritik an Scheuer, Klöckner und Seehofer

Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Klimakabinetts am 20.09.2019 erhöhen Umweltverbände und Verbraucherschützer den Druck auf Bundeskanzlerin Merkel und ihre Minister; sie kritisieren vor allem die Pläne von Verkehrsminister Andreas Scheuer scharf. Neun Umweltverbände fordern in einem Offenen Brief wirksame Maßnahmen für mehr Klimaschutz. Ein weiterer Offener Brief von Nabu und Klima-Alianz fordert von Innenminister Seehofer, die nötigen Maßnahmen für die Energiewende und den Klimaschutz im Gebäudesektor endlich auf den Weg zu bringen. In einem dritten Offenen Brief verlangen Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und Grüne Jugend von Landwirtschaftsministerin Klöckner, den Weg für eine nachhaltige Agrarwende zu ebnen. weiterlesen…

Das Kind beim Namen nennen

‚Klimawandel‘ oder ‚Klimakrise‘ – was sind angemessene Begriffe bei der Klima-Berichterstattung?

Liegt es vielleicht an den verwendeten Begriffen, dass wir das Problem der Erderhitzung nicht in den Griff bekommen? Eine Reihe englischsprachiger Medien, etwa der britische Guardian, hat jüngst seine redaktionellen Sprachregeln im Themenfeld Klima überarbeitet. Wie ist der Stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz? klimafakten.de hat sich bei Journalisten und Verlagen umgehört und das Ergebnis der Recherche am 17.09.2019 veröffentlicht. weiterlesen…

„Übersetzer des Kategorischen Imperativs im umweltethischen Kontext“

Merkels Rede zur NRW-Staatspreis-Verleihung an Klaus Töpfer

Sie fühle sich „durch diese Preisverleihung angespornt“, dass das Klimakabinett, „wenn auch sicherlich nicht alle Probleme lösen, aber doch einen Schritt nach vorne machen“ könne, sagte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Laudatio im Rahmen der Verleihung des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen an Professor Klaus Töpfer am 16.09.2019. Wir hätten es schon jetzt „mit einer Reihe von bereits irreversiblen Veränderungen zu tun“. Merkel wünschte dem 81jährigen Töpfer im alten Bonner Bundestags-Plenarsaal, „dass du dich weiter so engagiert einsetzen kannst, dass du uns immer einmal auf die Zehen trittst und kritisierst – wir überleben das und sind ermutigt und nicht beleidigt – und dass wir alle davon lernen, an Morgen zu denken“. Solarify dokumentiert die Rede. (Foto: Armin Laschet, Klaus Töpfer, Angela Merkel bei Übergabe des NRW-Staatspreises 2019 – © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…