Energiewende bei Industrie angekommen

Industrie: Große Zustimmung zur Energiewende

Die deutsche Industrie unterstützt mit großer Mehrheit die Energiewende in Deutschland. Rund drei Viertel der Industrieunternehmen (74 Prozent) sind der Meinung, dass die Entscheidung der Bundesregierung richtig ist, die Energieversorgung bis 2050 vollkommen auf erneuerbare Energien umzustellen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 506 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, das am 25.04.2017 von Bitkom veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Bundesregierung setzt europäische Luftqualität aufs Spiel

Analyse zu Stickoxid-Höchstwerten: Nur drei Kraftwerke müssten nachrüsten

Im Streit um neue EU-Umweltstandards für Kohlekraftwerke zeigt eine aktuelle Analyse der Klima-Allianz Deutschland, dass nur drei Braunkohlekraftwerke nachrüsten müssten, um die derzeit verhandelten Vorgaben der EU für Stickoxide einzuhalten. Wie die Presseabteilung der Klima-Allianz Deutschland am 24.04.2017 mitteilte, torpediere die Bundesregierung den ohnehin schwachen EU-Kompromiss zu Umweltstandards und wolle den Höchstwert für Stickoxide von 175 auf 190 mg NOx/Nm³ anheben. Stimme die Bundesregierung bei der finalen EU-Abstimmung am 28.04.2017 nicht zu, drohe das Aus für bessere Luft in Europa, so die Klima-Allianz. weiterlesen…

Erneuerbare Energien halten Wachstumskurs

ZSW und BDEW zum EE-Anteil am Stromverbrauch im 1. Quartal 2017 – Windkraft Offshore (+ 36,7 %) und Photovoltaik (+ 29 %) legen zu

Wind und PV im deutschen Solar Valley - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20150418Im ersten Quartal 2017 lag der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen am Bruttostromverbrauch bei 32 %. Dies ergaben – laut gemeinsamer Presseerklärung vom 24.04.2017 – erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Anteil Erneuerbarer Energien um vier Prozent – von 48,1 auf 50,1 Mrd. kWh. weiterlesen…

G20: Vorsichtige Schritte zu grünen Finanzmärkten

G20-Finanzministertreffen: Germanwatch sieht positive Signale bei Gesprächen über Klimarisiken für Finanzmärkte – beim Gipfel müssen klare Vereinbarungen folgen

Germanwatch wertet es als positives Signal, dass beim Treffen der G20-Finanzminister am 21.04.2017 in Washington die Auswirkungen des Klimawandels auf die Weltwirtschaft diskutiert wurden. „Die große Mehrheit der Finanzminister der G20-Staaten ist sich einig, dass ungebremster Klimawandel die Stabilität der Finanzmärkte bedroht“, sagte Lutz Weischer, Teamleiter für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, wie die Presseabteilung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation am 21.04.2017 mitteilt. weiterlesen…

Fell: PV-Industrie längst schwerpunktmäßig in China

SNEC zeigt: Chinesen haben verstanden, dass PV Freiflächenanlagen keine Versiegelung der Landschaft ist

Am 21.04.2017 ist die SNEC 2017 eine der größten PV-Messen der Welt, in Shanghai erfolgreich zu Ende gegangen – schreibt Hans-Josef Fell in seinem jüngsten Newsletter. Auf etwa 180.000 Quadratmetern Fläche haben über 1.500 Solarfirmen die große Vielfalt der PV-Anwendungsmöglichkeiten und das überwältigende Industriepotential gezeigt. Über 220.000 Besucher drängten sich in den riesigen Hallen der Messe in Shanghai. weiterlesen…

Hendricks: „Deutschland muss ökologischen Fußabdruck auf verträgliches Maß reduzieren“

Internationale Konferenz berät über Konzept der planetaren Belastungsgrenzen

Trotz aller Reden und Bekenntnisse steigt der Druck auf die Umwelt weiter weltweit stark an – und das, obwohl den meisten längst klar ist, dass künftig innerhalb planetarer Belastungsgrenzen (Planetary Boundaries) gewirtschaftet werden muss. Zu diesem Ergebnis kam bereits 2009 eine internationale Forschergruppe um Prof. Johan Rockström. Im Rahmen der zweitägigen Konferenz „Making the planetary boundaries concept work“ von BMUB, UBA und DBU diskutieren 400 Interessierte, wie dieses Konzept in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Tat umgesetzt werden kann. weiterlesen…

Deutscher Erdüberlastungstag am 24.04.2017

„Ökologische Schulden“ beginnen zu laufen

Am 24.04.2017 hat die Bevölkerung in Deutschland die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr rechnerisch in diesem Jahr zur Verfügung stünde, wenn sie nur so viel nutzen würde, wie sich im selben Zeitraum regeneriert – teilte die Umweltorganisation Germanwatch mit. Der deutsche zeige, wie dringend ökologische Belastungsgrenzen und umfassende Nachhaltigkeitsaspekte in die deutsche Wirtschafts- und Rohstoffpolitik einbezogen werden müssten. Der Tag verdeutliche zudem, dass sich das Konsumverhalten der Menschen hierzulande ändern müsse. weiterlesen…

Kanada: Ethanol mit niedrigster Kohlenstoffintensität

Regierung von Britisch-Kolumbien bescheinigt Enerkem Rekordwert

Der kanadischen Enerkem Inc., einem der Weltmarktführer im Bereich Biokraftstoffe und Erneuerbare Chemikalien aus Abfällen, wurde nach eigenen Angaben vom Ministerium für Energie und Bergbau in Britisch-Kolumbien der niedrigste Kohlenstoffintensitätswert aller Zeiten für ihr jüngstes Ethanolprodukt bescheinigt. weiterlesen…

Mikroplastik schneller messen

BAM mit neuem Verfahren

Millionen Tonnen von Plastikabfällen treiben in den Weltmeeren. Dieser Plastikabfall wird durch Einwirkung von Sonne, Gezeiten oder Wind zerkleinert und wird zum echten Umweltproblem: Mikroplastik. Die Datenlage, wie viel Mikroplastik in der Umwelt ist, woher es stammt und wie genau es entsteht, hat Lücken. Im Rahmen der Hannover Messe vom 24. bis 28.04.2017 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ein neues Verfahren zum Messen winziger Plastikpartikel in der Umwelt. weiterlesen…

Weltweiter March for Science

Weltweiter Protest gegen alternative Fakten

Am 22.04.2017 (Earth Day) gingen in 22 deutschen und 500 Städten beim so genannten March for Science weltweit Menschen für die Wissenschaft und ihre Rolle in Politik und Gesellschaft auf die Straße. Bei den Kundgebungen wollte man gemeinsam für den „Wert von Wissenschaft, Fakten und Evidenzbasiertheit in Zeiten von alternativen Fakten“ eintreten, so die Initiatoren. In München hielt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann eine Ansprache. Die Hauptveranstaltung fand in Washington statt. In Berlin kamen geschätzt ca. 11.000 zum Marsch von der Humboldt-Universität zum Brandenburger Tor. weiterlesen…