Milliarden-Steuerausfall droht

Zusatzgewinne für Atomkonzerne – Brennelementesteuer läuft aus

Ende 2016 läuft die Brennelementesteuer aus. Wird sie nicht verlängert, entfallen bis 2022 Steuereinnahmen von zusammengenommen bis zu 5,8 Mrd. Euro für den Bundeshaushalt. Das ist das Ergebnis einer Kurzanalyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Öko-Energieversorgers NATURSTROM AG. Zugleich könnten sich die AKW-Betreiber über ein Milliardengeschenk freuen: Fiele die Steuer ab 2017 weg, könnten sie mit zusätzlichen Gewinnen in vergleichbarer Größenordnung rechnen – ohne jede Gegenleistung. weiterlesen…

Dieselgate: Abschaltung zum Motorschutz unnötig

Experten widersprechen Autoindustrie: Abgasreinigung müsste gar nicht abgeschaltet werden

Doppelauspuff, keinen Bagatell-CO2-Wert verheißend - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft 20140925Fachleute halten laut Handelsblatt (17.09.2016) die Abschaltung der Abgasreinigung aus Gründen des Motorschutzes für überflüssig: Denn man könne schon heute Motoren so her- und einstellen, dass sie ohne Schutzfunktion laufen könnten – und die Emissionsgrenzwerte erfüllten. Das haben  NDR, WDR und SZ allerdings schon am 26.08.2016 aus Gutachten veröffentlicht – siehe tagesschau.de/gutachten-untersuchungsausschuss-zur-abgasaffaere. Die Deutsche Welle sieht die Bundesregierung gar „unter Druck“. weiterlesen…

Neu: Passive Kühltechnologien

Neue Materialien für energieeffiziente und klimafreundliche Kühltechnologien – europäischer Forschungspreis für Bayreuther Nachwuchswissenschaftler

Ein neues Forschungsvorhaben der Universität Bayreuth namens VISIRday von Prof. Markus Retsch zielt auf energieeffiziente und klimafreundliche Kühlsysteme ab, die in Wohngebäuden oder Textilien eingesetzt werden könnten und bisherige Kühltechniken revolutionieren würden. Weil sie ohne externe Energiezufuhr funktionieren, werden sie auch als ‚passive Kühltechnologien‘ bezeichnet. weiterlesen…

O’zapft is: Maß und Meilen mit Biomasse

Zum Auftakt der Volksfeste: Nachhaltiger Konsum für Teller, Tank und Theke ist möglich

Der Herbst ist die Zeit der Volksfeste. Getreu dem Motto „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“, gehören Deftiges und Alkohol quasi zur deutschen Festkultur. Mehr als 7,5 Millionen Liter Bier wurden vergangenes Jahr auf dem Oktoberfest in München verkauft, das waren rund 1,3 Liter pro Besucher. Dieses Jahr wird es ähnlich sein. Hinzu kommt Hochprozentiges. Über den Durst trinken die Deutschen und ihre europäischen Nachbarn aber nicht nur, wenn es etwas zu feiern gibt. Vielmehr bewegt sich ihr Alkoholkonsum weit über dem gesundheitlich gut Verträglichen. In ihrer Pressemitteilung vom 16.09.2016 befasst sich die Agentur für Erneuerbare Energien mit dem evtl. Zusammenhang zwischen einem exzessiven Alkoholkonsum der Europäer und der Energiewende. weiterlesen…

Spatenstich für HGÜ-Leitung nach Norwegen

Zwei Milliarden für 623 Kilometer

In Schleswig-Holstein erfolgte der erste Spatenstich für die neue Seekabelverbindung „NordLink“ zwischen Norwegen und Deutschland: Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) und die norwegische Botschafterin Elisabeth Walaas gaben am 16.09.2016 in Wilster (Kreis Steinburg,) den Startschuss für den Bau der 623 Kilometer langen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragfungsleitung NordLink. Für rund zwei Milliarden Euro soll der Energieaustausch zwischen Deutschland und Norwegen möglich werden. weiterlesen…

Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

September-Minimum von 4,1 Millionen Quadratkilometer ist zweitkleinste Meereisfläche seit Beginn der Satellitenmessungen

In diesem September ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern abgeschmolzen – die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Das teilten das Alfred-Wegener-Institut und das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg, CEN in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Millionen Quadratkilometern. weiterlesen…

London genehmigt Hinkley Point C

Umstrittener Atommeiler erster AKW-Bau in EU seit Fukushima-GAU
-aus der Solarify-Reihe Brexit und die Folgen für Atom, Klima und Energie–

Die britische Regierung hat unter Bedingungen dem Bau des AKW Hinkley Point C (HPC) zugestimmt. Die französische EDF – sie will das AKW an der Westküste Englands zusammen mit dem chinesischen Atom-Konzern CGN bauen – darf ihre Anteile vor der Fertigstellung nicht ohne Londons Zustimmung verkaufen. Das britische Atomkraftwerk Hinkley Point soll 2015 ans Netz gehen, ist aber wegen der Kosten, der Technologie, der ungeklärten Endlagerung und der Teilnahme chinesischer Konzerne hoch umstritten. Zahlreiche Klagen gegen HPC laufen vor europäischen Gerichten. Mit Sizewell C in Suffolk und Bradwell B in Essex plant Großbritannien zwei weitere AKW. weiterlesen…

ver.di mit Gutachten zu sozialverträglichem Kohleausstieg

Aus ETS finanziertes Programm gefordert – Bsirske: „Jetzt muss Politik handeln!“

Mithilfe eines aus dem europäischen CO2-Zertifikatehandel finanzierten Programms könnte der Kohleausstieg ohne Probleme sozialverträglich finanziert werden, sagte Gewerkschaftschef Frank Bsirske am 15.09.2016 in Düsseldorf. Seine Gewerkschaft hat die geschätzten Kosten in einem Gutachtens der Berliner Energiewissenschaftler von enervis energy advisors berechnen lassen. Für die noch etwa 15.000 in deutschen Kohletagebauen und -kraftwerken Beschäftigten lägen sie laut Bsirske bei etwa 250 Millionen Euro jährlich. weiterlesen…

„22 Prozent weniger Energieaufwand pro Fahrgast“

Weltpremiere in Berlin: Der neue ICE 4

ice-4-premiere-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarifyDie Deutsche Bahn AG und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt haben am 14.09.2016 in Berlin den neuen Fernreisezug ICE 4 vorgestellt: WLAN in allen Reiseklassen, Platz für Fahrräder, bequemere Sitze – der neue ICE4 der Deutschen Bahn soll Reisenden mehr Komfort bieten und das Unternehmen bei seinem Konzept „Schiene Digital“ voranbringen. Bahn-Chef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt geben sich entzückt. Das neueste Modell der ICE-Reihe soll laut Grube das „Rückgrat des zukünftigen Fernverkehrskonzepts“ werden Bis 2030 werde die Bahn ihr Angebot im Fernverkehr um 25 Prozent ausbauen und mehr Städte und Regionen miteinander verbinden. Das neue „Flaggschiff“ ICE 4 werde die Zukunftsfähigkeit der Bahn „nachhaltig stärken“. weiterlesen…