EEG-Kostensenkungen ermöglichten COP21-Beschluss

Das EEG im Lichte von Paris – Kosten der Energiewende aus deutscher und internationaler Perspektive

Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris leiten eine neue Phase der internationalen Klimapolitik ein. Eine Stromerzeugung ohne klimaschädliche Treibhausgase steht erstmals auf der energie- und klimapolitischen Agenda aller Staaten. Das EEG kann dabei weltweit Vorbild für die Förderung Erneuerbarer Energien sein: Allein in Deutschland hat es in den vergangenen 15 Jahren zu einer massiven Ausweitung der regenerativen Stromerzeugung von etwa 10 Terawattstunden (Twh) auf etwa 136 TWh 2014 geführt. Dies zeigt eine kostenseitige Bilanz des Öko-Instituts im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums.
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Mobbing und Staranwalt

Reaktion von ExxonMobil auf Enthüllung seiner kriminellen Klimawandel-Vertuschung
von Rüdiger Haude

Seit Anfang November untersucht der Generalstaatsanwalt von New York, inwieweit der US-Ölkonzern ExxonMobil sich strafbar gemacht hat, weil er die Öffentlichkeit über die Ursachen und Folgen des Klimawandels belogen hat. Interne Studien des Konzerns hatten schon in den späten 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts nachgewiesen, dass die Verbrennung fossiler Rohstoffe zu einer katastrophalen Erderwärmung führen würde. In den frühen 80ern hatte Exxon einen großen Tanker mit CO2-Sensoren ausgestattet über die Meere geschickt und Ergebnisse erhalten, die diese theoretischen Einsichten stützten. weiterlesen…

E.ON-Aufsichtsrats-Boss: Politik drückt sich bei Atomausstieg

Werner Wenning: „Staat stiehlt sich davon – Energiewende Murks“

Deutschlands angeblich „mächtigster Aufsichtsrat“ Werner Wenning (E.ON) kritisierte am zweiten Weihnachtsfeiertag scharf die Energiepolitik der Bundesregierung als existenzbedrohenden „Murks“. Von den Energiewendezielen Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Klimaschutz sei „kein einziges erreicht“. Für den Atomausstieg nimmt er die Politik in die Pflicht. „Der Staat stiehlt sich davon, dabei war die Kernenergie von Anbeginn an auch ein politisches Projekt“, sagte der E.ON-Aufsichtsratsvorsitzende der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ in einem am 26.12.2015 vorab veröffentlichten und vielfach zitierten Interview. weiterlesen…

Klimaschutzbündnis der Regionen: ‚Under2MoU‘

„Spätestens seit Paris wegweisende internationale Marke“

„Eine starke Lobby für den Klimaschutz und ein hoffnungsvolles Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel,“ nannte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 15.12. 2015 in Stuttgart das von ihm und Umweltminister Franz Untersteller gemeinsam mit Kalifornien ins Leben gerufene Klimaschutzbündnis der Regionen ‚Under2MoU‘ mit mehr als 120 Regionen und Städten weltweit als Mitglieder, in denen über 700 Millionen Menschen wohnen und die ein Bruttoinlandsprodukt von 17,6 Billionen Euro repräsentieren. „Das ist zu einer internationalen Marke geworden“, so Kretschmann weiter. „Das gibt echten zusätzlichen Schub für den weltweiten Klimaschutz.“ weiterlesen…

Bürgerenergie – Appell gegen Ausschreibungen

Bündnis sammelt Unterschriften

Mit einem dringenden Appell wendet sich das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. an die  Bundesregierung. Ihre Sorge: Die neuerdings vorgeschriebenen Ausschreibungen bringen das wichtige Engagement Tausender pro Bürgerenergie in Gefahr. Denn sie können mit den Großen der Branche nicht mithalten. weiterlesen…

Industrie warnt vor Kohleausstieg

BDI-Grillo: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht vom Vorreiter zum Einsiedler werden“

Der BDI lehnt Ausstiegspläne aus der Kohle-Verstromung ab. BDI-Präsident Grillo sagte dpa, der Einsatz fossiler Energieträger werde ohnehin nach und nach zurückgehen. Dazu brauche man keine politischen Sonderpläne. Man könne nicht aus Deutschland heraus das Weltklima retten. Nach allem, was man heute wisse, würden auch im Jahr 2050 noch Kohle- und Gaskraftwerke benötigt. weiterlesen…

Pellworm macht Energiewende vor

SmartRegion Pellworm: Intelligentes Stromnetz für das Energiesystem der Zukunft

Eine kleine Nordseeinsel macht vor, wie die Energiewende erfolgreich funktionieren kann: Pellworms Anteil an Erneuerbaren Energiequellen im Gesamt-Energiemix entspricht bereits heute dem Energiekonzept 2050. Im Rahmen des Verbundprojekts SmartRegion Pellworm, an dem auch das Fraunhofer UMSICHT-Institut mitgewirkt hat, wurde für die Insel ein intelligentes Stromnetz entwickelt, das die Umverteilung und Speicherung überschüssiger Energie ermöglicht. Nun wurde das Projekt mit dem German Renewables Award ausgezeichnet. Zuvor war die Insel schon Preisträgerin des Wettbewerbs Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2014
und gewann den  Umweltpreis der Wirtschaft 2014. weiterlesen…

AEE: Strom gut, Ausbaubedarf bei Wärme und Verkehr

Energiewende in den Bundesländern

Der Klimaschutzvertrag von Paris und die Beschlüsse der G7 zur Dekarbonisierung der Wirtschaft bestätigen die deutsche Energiepolitik, die den Umstieg auf Erneuerbare Energien und eine entschiedene Reduktion der Treibhausgase zum Ziel hat. Insbesondere die Bundesländer sind mit teils ehrgeizigen Ausbauzielen Treiber des Umstiegs auf Sonne, Wind, Biomasse & Co. Eine Bestandsaufnahme des Online-Portals Föderal Erneuerbar der Agentur für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

EnBW-Eigner trennen sich – taktisch

Wegen drohender Milliardenrisiken aus Nachhaftungsgesetz canceln Land und OEW-Landkreise Zusammenarbeit

„Scheidung aus Angst vor dem Erbe“, nannte es die Schwäbische Zeitung am 23.12.2015: Das Land Baden-Württemberg in Form seiner Beteiligungsgesellschaft NECKARPRI und die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) „haben ihre Aktionärsvereinbarung, mit der sie bisher ihre Zusammenarbeit als gemeinsame Eigentümer der EnBW Energie Baden-Württemberg AG geregelt haben, in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.“ Als Grund nennt die Pressemitteilung auf baden-wuerttemberg.de vom 23.12.2015 das Atom-Nachhaftungsgesetz (siehe: solarify.eu/evu-sollen-sicher-fuer-akw-haften), mit dem der Bund die Haftung der Energieversorger für die Kosten des Ausstiegs aus der Kernenergie regelt, vor allem für den Abriss der AKW und die Lagerung des strahlenden Mülls. weiterlesen…

Hendricks kritisiert Stromexport-Rekord

Klimaschutz hat Nachsehen

Weil Deutschland 2015 so viel Strom exportiert wie nie zuvor (mehr als 83 Mrd. kWh gegenüber 33 Mrd. kWh Import), darunter vor allem schmutzigen Kohlestrom, geraten die Klimaschutzziele der Bundesregierung immer mehr in Gefahr. Umweltministerin Hendricks kritisiert denn auch den Export-Rekord scharf: „Unsere Klimaschutzfortschritte werden zunichte gemacht“, sagte sie in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE. weiterlesen…