Nachgehakt: Erneuerbare Energien

Was sind die Prognosen von damals wert?

Mit freundlicher Genehmigung von Eva Stegen

Die Einschätzung von Konzernexperten der gesamten Energiewirtschaft von 1993 rief  wenige Monate später im Bundesumweltministerium ein „bemerkenswertes Echo“ hervor.

Die Annonce ist in der Energie-Szene längst ein running gag. Unter der Überschrift „Wer kritisch fragt, ist noch längst kein Kernkraftgegner“ ließen die großen Stromversorger vier jugendliche Fotomodelle in Diskutier-Pose auf einem Mäuerchen im Grünen ablichten. „Viele junge Leute stellen kritische Fragen. Wir auch. Denn unsere schärfsten Kritiker sind wir selbst“, behaupteten sie im Fließtext und das stimmt vermutlich heute noch genauso wie damals.. weiterlesen…

BMUB fördert auch 2016 kommunale Klimaschutzprojekte

Bis zum 31.03.2016 Anträge einreichen

Kommunen können noch bis zum 31.03.2016 Anträge für Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen einreichen. Mit der Förderung im Rahmen der sogenannten Kommunalrichtlinie unterstützt das BMUB laut einer Pressemitteilung viele Klimaschutz-Instrumente. Diese Förderung sichert Ministerin Hendricks auch in Zukunft zu: „Die Kommunen sind für uns wichtige Partner, die den Klimaschutz konkret vor Ort voranbringen.“ weiterlesen…

Fell: Saudi-Öl boykottieren!

Hans-Josef Fell ruft zum Ölboykott Saudi Arabiens auf

Kommentare geben Meinung und Informationen der Kommentierenden wieder, nicht in jedem Fall die von Solarify.

Die Bundesregierung sollte nicht nur die Waffenverkäufe stoppen, sondern auch ein Importverbot für saudisches Erdöl erlassen – nur so können Zeichen gesetzt werden. Mit den brutalen Massenhinrichtungen goss das saudische Königshaus Öl ins Feuer der Kriegsregion des Nahen Ostens. Saudi Arabien gefährdet damit zusammen mit anderen Hardlinern den Weltfrieden in höchstem Maße. Es kann nicht mehr hingenommen werden, dass das saudische Königsregime mit Erdölgeld zig Tausenden Ölprinzen die Machtbasis finanziert, Frauen, Schiiten und Andersgläubige im eigenen Land aber unterdrückt. weiterlesen…

Morgenpost: Gabriels Strommarktreform verdampft

Statt großer Lösung weiter Probleme: Zu wenig Leitungen, zu viel CO2-Ausstoß, steigende Preise 

Als Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Ende 2013 die Energiepolitik in seinem Ministerium gebündelt habe, habe das als geschickter Schachzug gegolten – nicht nur, weil damit endlich die Energiewende zentral gesteuert werde, sondern auch, weil sich der SPD-Politiker Gabriel damit profilieren könne. „Doch die Bilanz nach zwei Jahren ist schlecht. Der Rückblick auf 2015 zeigt: Die Probleme laufen aus dem Ruder. Und 2016 wird wohl ein schwierigeres Jahr“ – schreibt Jakob Schlandt in einer lesenswerten kritischen Bestandsaufnahme in der Berliner Morgenpost. Nicht nur wegen anstehender fünf Landtagswahlen. weiterlesen…

Risse in belgischen AKW werden politisch

Anfrage der Grünen und BBU-Forderung

Nach den Rissen in den belgischen Atommeilern Doel 3 und Tihange 2 fragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7118). Gegenstand sind auch die Laufzeitverlängerungen von Doel 1 und Doel 2 bis 2025. Nach der automatischen Schnellabschaltung des Atomreaktors Doel 1 (Solarify berichtete) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut die sofortige und endgültige Stilllegung aller belgischen Atomkraftwerke gefordert. Doel wird zudem seit 2014 von der Lingener Brennelementefabrik mit Brennstäben versorgt; bis Januar 2017 sind weitere fünf Transporte genehmigt. weiterlesen…

Welt: Vier Gründe, warum die Autobauer vor 2016 zittern

Von Dieselgate-Ausschuss über neue Testverfahren bis zu CO2-Grenzwerten

Die Autobauer bangen um Milliardengewinne – und im neuen Jahr zudem um den gewohnten Schutz durch die Bundeskanzlerin. Skandalfolgen – seitdem der Volkswagen-Konzern habe einräumen müssen, bei den Diesel-Schadstofftests betrogen zu haben. Eine lesenswerte Auflistung der Welt.

Die Industrie selbst wisse, dass sie nach dem Fall Volkswagen in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition sei. „Die Glaubwürdigkeit der Autoindustrie in Brüssel ist verschwunden“, sagte Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Duisburger Center Automotive Research (CAR). „Die Geduld der Politik ist vorbei.“ Die Welt nennt vier Herausforderungen:

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Sieben Tonnen Quecksilber aus deutschen Kohleschloten

Bedenklicher Ausstoß deutscher Kraftwerke

Wenn es nach einer Studie des Instituts für Ökologie und Politik (Ökopol) im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion geht, können die deutschen Kohlekraftwerke nur wegen zu lockerer Quecksilber-Grenzwerte weiter dampfen – und müssten eigentlich bis auf ein einziges (das mittlerweile stillgelegte Kraftwerk Datteln) vom Netz genommen werden. Vor allem die Braunkohlemeiler stoßen viel zu viel Schwermetall aus. weiterlesen…

Klimaskeptiker verklagten Obama-Berater

Lesehinweis auf FAZ: „Wetter-Chaos vor Gericht – Polarwirbel hält nicht, was er verspricht“

Konservative versuchen in den USA mit allen Mitteln, die Klimapolitik von Präsident Obama auszuhebeln. Als ein Beispiel dafür beschreibt , in der FAZ zuständig für Natur und Wissenschaft, die Klage von Obama-Gegnern gegen Präsidenten-Berater John Holdren von 2014. Sie wollen gemeinsam mit anderen Obamas (beim Pariser Klimagipfel COP21 verteidigte) restriktivere US-Klimapolitik auf nationaler Ebene unterminieren. weiterlesen…

2015: Erfolgsjahr für Erneuerbare

Aus dem Jahresrückblick der Badischen Zeitung
Stromerzeugung aus Kohle und Gas sinkt im Mai auf Tiefpunkt – Erneuerbare Energien boomen

Mit freundlicher Genehmigung von Bernward Janzing

Eigentlich ist das ja unmöglich, was gerade im Zuge der Energiewende passiert – zumindest, wenn man jenen Glauben schenkt, die es nach landläufiger Meinung wissen müssen: den Stromkonzernen. Schließlich hatte uns doch 1993 die geballte Kompetenz von Badenwerk, RWE & Co. in ganzseitigen Anzeigen aufgeklärt: „Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs decken.“ Merkwürdig nun, dass die Erneuerbaren im Jahr 2015 satte 32 Prozent des hiesigen Strombedarfs gedeckt haben, was nach Adam Riese bekanntlich deutlich mehr ist als vier. weiterlesen…