Zehn Milliarden Menschen sollen in Wohlstand leben können

Interview mit Franz Josef Radermacher über seine Vision

„Wir wollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass es eine Welt mit zehn Milliarden Menschen gibt, die in Wohlstand leben können, und das in Frieden mit der Natur und mit viel Freiheit, wie wir es heute in Europa gewohnt sind.“ Das ist die Vision von Prof. Franz Josef Radermacher, Gründer des Global Energy Solutions e. V.. Radermachers Vision in Kurzform: Energie soll „bezahlbar sein, und nicht die Umwelt und das Klimasystem zerstören“. weiterlesen…

Neue Einsichten ins Design von Batterieelektroden

Kohlenstoff-Nanoröhrchen geben Batterien Auftrieb

US-Wissenschaftler untersuchten verschiedene leitfähige Füllmaterialien in Lithium-Ionen-Batterie-Elektroden. Ergebnis: Einwandige Kohlenstoff-Nanoröhren führen bei einer Nickel-Kobalt-Mangan-Kathode zu einer besseren elektrischen Leitfähigkeit und einer höheren Ratenfähigkeit der gesamten Batterie. Das könnte nach Ansicht der Forschungsgruppe neue Einsichten in das Design von Batterieelektroden mit hoher Leistung und hohem Energiegehalt liefern. Ein Artikel in pv magazine international von Mark Hutchins. weiterlesen…

Klimawandel erhöht Korrosionsraten an Betonbauten

EU-Studie empfiehlt feuerverzinkte Bewehrung als klima-resiliente Lösung

Der Klimawandel wird zu einer deutlich erhöhten Bewehrungskorrosion an Betonbauten führen, zeigt eine Untersuchung des Joint Research Centers (JRC) der Europäischen Union. Die Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU mit dem Titel „Expected implications of climate change on the corrosion of structures“ geht davon aus, dass der bereits jetzt schon spürbare Klimawandel die Dauerhaftigkeit von Stahlbetonkonstruktionen in negativer Weise beeinflussen wird. Als wesentliche Treiber hierfür werden Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie die Erhöhung des CO2-Gehalts identifiziert. Eindringende Schadstoffe aus der Umwelt wie Chloride und Kohlendioxid (Karbonatisierung) führen zu einer verstärkten Bewehrungskorrosion. Ein Anstieg der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit erhöht die Infiltrationsrate dieser Substanzen und forciert die Korrosion des Bewehrungsstahls. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff für die Industrie

BP und Ørsted wollen grünen Wasserstoff im Industrie-Maßstab produzieren

Der Ölkonzern BP und der dänische Energieerzeuger Ørsted (bis November 2017 Dong Energy) haben Großes vor: Gemeinsam wollen sie die Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab aufbauen. Dafür ist in einer ersten Phase im Nordwesten Deutschlands, auf dem Gelände der BP Raffinerie in Lingen (Emsland, s.u.), der Bau einer 50 Megawatt Elektrolyse-Anlage geplant. Den Betrieb soll sie im Jahr 2024 aufnehmen und fortan Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zersetzen. Mehr dazu von Joschua Katz am 13.11.2020 in energiezukunft. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff kann große Lücken bei Erneuerbaren füllen

CO2-freie Ergänzung zu Wind und Sonne

„Bei der Verbrennung von Wasserstoff fällt als einziges Nebenprodukt Wasser an – deshalb ist Wasserstoff seit Jahrzehnten eine verlockende kohlenstofffreie Energiequelle. Doch das traditionelle Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff, bei dem fossile Brennstoffe Wasserdampf ausgesetzt werden, ist noch nicht einmal annähernd kohlenstofffrei“, schreibt Jeff Carbeck*) am 10.11.2020 auf Scientific American. Und weiter: „Der auf diese Weise erzeugte Wasserstoff wird als grauer Wasserstoff bezeichnet; wird das CO2 abgetrennt und gespeichert, spricht man von blauem Wasserstoff. weiterlesen…

„Fatal für Wirtschaftsstandort Deutschland und Klimaschutz“

Koalitionspartner geht Gesetzentwurf nicht weit genug

Umweltministerin Svenja Schulze will zwar mehr Klimaschutz im Verkehr erreichen. Die Koalitionspartner von CDU und CSU sind aber alles andere als begeistert. Benedikt Becker, Redakteur der Wirtschaftswoche, befragte dazu am 12.11.2020 Christoph Ploß, Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags und Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für alternative Antriebe und Kraftstoffe. Seit einigen Monaten ist er zudem Vorsitzender der CDU in Hamburg. weiterlesen…

EEG-Entwurf: Bundesregierung lässt Bundesrat abblitzen

Werteunion fordert Einfrieren des EEG

Die Bundesregierung hat in ihrer Gegendarstellung auf die Ausschussempfehlungen des Bundesrats zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reagiert. In ihrer Gegenäußerung hat sie viele der konkreten Forderungen aus den Ländern abgelehnt. Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) fordert , der Bundestag solle der Ausschussempfehlung des Bundesrates folgen. Die konservative Basisbewegung Werteunion indes plädiert für eine Abschaffung des EEG und mehr Marktwirtschaft bei der Energiewende. Sandra Enkhardt erklärte am 12.11.2020 für das pv magazine die unterschiedlichen Positionen. weiterlesen…

Deutsch-britisches Symposium auf dem Weg zur Klimaneutralität

Energiewende in Deutschland und Großbritannien gestalten

Die zwei größten Volkswirtschaften Europas befinden sich auf dem Weg zur Klimaneutralität und stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Transformation der nationalen Energiesysteme. Wie Energiespeichertechnologien schnell und in großem Maßstab eingesetzt werden können und wie sich die Öffentlichkeit für die Energiewende gewinnen lässt, diskutierten einer Medienmitteilung vom 13.11.2020 zufolge rund 60 deutsche und britische Experten im Rahmen des virtuellen UK-DE Energy Systems Symposiums vom 19. bis 23.10.2020 der Deutschen Akademie der Technikwissenschan (acatech) in Kooperation mit der Royal Academy of Engineering (RAEng). weiterlesen…

Fraunhofer ISE jetzt mit HT-NAP-XPS

„Hochtemperatur-Nah-Umgebungsdruck-Röntgenphotoelektronen-Spektroskopie“

Was für ein Wort-Ungetüm! Selbst der berühmte (sogar in Wikipedia „verewigte“) „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän“ muss sich vor der70-Buchstaben-Schlange ducken – die am Fraunhofer ISE neu eingeführte „Hochtemperatur-Nah-Umgebungsdruck-Röntgenphotoelektronen-Spektroskopie“(HT-NAP-XPS) ermöglicht Untersuchungen des chemischen Zustands nahezu aller Oberflächen unter realitätsnahen Bedingungen. weiterlesen…

Amprion erteilt Zuschlag für RWE-Gaskraftwerk in Biblis

„Besonderes netztechnisches Betriebsmittel“ hält Reserve-Leistung von 300 MW bereit – Oktober 2022 am Netz

RWE Generation, der fossile Arm von RWE, hat Medienmitteilungen vom 13.11.2020 zufolge bei der Ausschreibung „besonderer netztechnischer Betriebsmittel“ (bnBm nach §11 Abs. 3 EnWG) vom Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Amprion den Zuschlag für den Bau und den Betrieb eines Gaskraftwerks am Standort Biblis erhalten. Die sogenannte Netzstabilitätsanlage wird südlich des derzeitigen Kernkraftwerksgeländes gebaut. weiterlesen…