Klimawandel könnte die Treibhausgasemissionen aus Süßwasserökosystemen verdoppeln

Chemische und mikrobielle Vielfalt in Süßwasser verändern Funktion von Ökosystemen

Jeder Tropfen Süßwasser enthält Tausende verschiedener organischer Moleküle, die bisher unbemerkt geblieben sind, wie die University of Cambridge am 18.112.2019 mitteilte. Durch die Messung der Vielfalt dieser Moleküle und ihrer Wechselwirkung mit der Umwelt sei eine unsichtbare Welt entdeckt worden, die das Funktionieren von Süßwasserökosystemen beeinflusse und zur Emission von Treibhausgasen beitragen könne. weiterlesen…

Albers: „Etablierte Richtlinien zur Berechnung von Abständen zu Windenergieanlagen sichern Umsetzung der Energiewende“

BWE: „Keine pauschalen Abstandsregelungen unter dem Deckmantel der Akzeptanzförderung einführen!“

Die Diskussion rund um die Abstandsregelung für Windenergieanlagen an Land im Referentenentwurf des Kohleausstiegsgesetzes geht weiter. Während der Bundeswirtschaftsminister die Regelung am 19.11.2019 erneut verteidigte, verweist Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, auf das Vorhandensein etablierter Regelungen, wie der BWE am 20.11.2019 mitteilte. Problematisch sei vor allem, dass die geplante Regelung auch auf sogenannte Repowering-Projekte angewendet würde. Dann seinen viele gut akzeptierte Flächen betroffen. weiterlesen…

KIT will flüssig-applizierte keramische Solarzellen entwickeln

Die besten Eigenschaften bündeln

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein auf sechs Jahre angelegtes millionenschweres Projekt namens „Neuartige flüssig-applizierte keramische Solarzellen“ (Kerasolar) gestartet. Es soll laut einer Medienmitteilung vom 18.11.2019 ein völlig neues Materialkonzept für Solarzellen entwickeln. Für das bisher einzigartige Materialkonzept werden keramische Funktionsmaterialien mit verschiedenen Solarzellenkonzepten verbunden, um die Vorteile verschiedener Solarzellentechnologien zu bündeln: Die Druckbarkeit organischer und die Langzeitstabilität kristalliner Solarzellen sowie die Ferroelektrizität des Bleihalogenid-Perowskits. (Foto: Die Forscher wollen Photovoltaik mit keramischen Funktionsmaterialien verbinden und damit ein neuartiges Solarzellen-Konzept entwickeln – © Markus Breig, KIT) weiterlesen…

Künstliches Blatt produziert erfolgreich reines Gas

Syngas auf nachhaltige und einfache Weise direkt produziert

Ein weit verbreitetes Gas, das derzeit aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird, kann stattdessen mit einem „künstlichen Blatt“ hergestellt werden, das nur Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser verwendet und schließlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Alternative zu flüssigem Kraftstoff verwendet werden könnte. Die klimaneutrale Vorrichtung setzt neue Maßstäbe im Bereich der Solarkraftstoffe, nachdem Forscher der University of Cambridge gezeigt haben, dass es das Gas – Syngas genannt – auf nachhaltige und einfache Weise direkt produziert werden kann. weiterlesen…

Erneuerbare reduzieren Umwelt- und Gesundheitsschäden deutlich

Vor- und Nachteile der Energiewende

Die Stromerzeugung verursacht weltweit die meisten klimaschädlichen Treibhausgase. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten, muss daher der Energiesektor CO2-neutral werden. Mehrere Wege führen zu diesem Ziel, und jede Entscheidung hat ihre Umweltauswirkungen – etwa Luft- und Wasserverschmutzung, veränderte Landnutzung oder Wasserbedarf. Erstmals hat jetzt ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) durch die Kombination mehrerer Systeme von Computersimulationen die Vor- und Nachteile der drei wichtigsten Wege zur Dekarbonisierung analysiert. weiterlesen…

Bundesumweltministerin startet Dialogprozess zum Thema PtX

Schulze: „PtX wird wichtige Technologie für Klimaschutz und Wirtschaftsstandort Deutschland“

Das Bundesumweltministerium startet einen umfassenden Dialogprozess, um die Entwicklung von Brenn- und Treibstoffen aus erneuerbaren Energien voranzutreiben und zugleich in ökologische Bahnen zu lenken. Den Auftakt bildet eine Konferenz am 19.11.2019 im BMU in Berlin, an der rund zweihundertfünfzig Experten aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften über den zukünftigen Einsatz von „Power-to-X“, kurz PtX, diskutieren. Im Mittelpunkt der Konferenz, die das BMU erstmalig ausrichtet, stehen ökologische Aspekte, die globale Dimension von PtX und die Perspektiven, die die neue Technologie für deutsche Unternehmen auf dem Weltmarkt bietet. weiterlesen…

Neues Batteriewechselsystem

Tausch in drei bis vier Minuten

Am selben Tag, an dem das Bundeskabinett auf Schloss Meseberg die milliardenschwere Ausweitung der Förderung für die E-Mobilität und den “Masterplan Ladeinfrastruktur” beschloss, stellte die deutsch-chinesische Infrawind in Berlin ein Batteriewechselsystem (BWS) vor, das für E-Flotten schnelle Akkuwechsel in etwa drei bis vier Minuten ermöglichen und dezentral Batterie-Speicherdienste für das Smart Grid bereitstellen kann. weiterlesen…

BMWi: Umweltbonus wird erhöht und bis 2025 verlängert – mehr Ladestationen

Förderung für 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge

Am 18.11.2019 hat die Bundesregierung einer Medienmitteilung zufolge die bestehende Förderrichtlinie (Umweltbonus für Elektro-Autos) bis Ende 2025 verlängert und die Einzelförderung beim Erwerb von Elektrofahrzeugen erhöht. Zuvor hatte das Kabinett auf Schloss Meseberg den Bericht des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, über die Änderung der Richtlinie zur Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge behandelt. Die Kaufprämie wird bei Fahrzeugen bis 40.000 Euro Nettolistenpreis um 50 Prozent und darüber hinaus bis zu einer Grenze von 65.000 Euro Nettolistenpreis um 25 Prozent steigen. Damit wird ermöglicht, weitere rund 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge zu fördern. Die Industrie wird sich weiterhin paritätisch daran beteiligen. weiterlesen…

Sir David Attenborough: „Unser Planet steht auf dem Spiel“.

„Wir haben unseren Planeten mit Verachtung behandelt“

Der britische Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough, weltberühmt durch seine für die BBC produzierten, preisgekrönten Naturdokumentationen, wandte sich am 18.11.2019 auf der Internetseite der Universität von Cambridge in einem Appell an die Weltöffentlichkeit – der 93jährige sprach über die Klimakrise und seine Hoffnungen auf die Zukunft: „Wälder brennen, Gletscher schmelzen und eine Million Arten stirbt. Können wir Menschen den Planeten vor uns selbst retten?“ Attenborough: „Die Machthaber können den Wandel beeinflussen. Und wer über Wissen und Innovationsfähigkeit verfügt, kann eine Vielzahl von Problemen lösen.“ weiterlesen…

Ein Molekül kann das Klima verändern

Bisher völlig unbekannter Prozess: Pyridinium-Ionen befördern Wolkenbildung

Pyridinium-Ionen fördern Keimbildungsprozesse in den frühen Phasen der atmosphärischen Aerosol- und Wolkenbildung und damit die Entstehung von Wolken. Wolken entstehen aus Wassertröpfchen, die sich um Aerosolpartikel in der Atmosphäre bilden. Luftschadstoffe tragen zur Entstehung dieser Aerosole wesentlich bei. Nun haben laut einer Veröffentlichung der Universität Innsbruck (s.a. PNAS 116/45) Wissenschaftler aus Frankreich, Japan und Österreich im Labor einen bisher völlig unbekannten Prozess entdeckt: Die Aerosol-Bildung wird durch Pyridinium-Ionen, die auch im Tabakrauch enthalten sind, verstärkt. weiterlesen…