„Eine gigantische Katastrophe“ – und eine Lösung?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung: Waldbrände in den USA

„Dass der Klimawandel das Hauptproblem für die vielen Feuer im Westen der USA ist, mag US-Präsident Trump nicht erkennen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien war schon immer Ziel seiner Verachtung“, schreibt USA-Korrespondent Hubert Wetzel am 11.09.2020 in der SZ. Bereits im November 2019 berichtete Michaela Haas ebenfalls in der SZ über ein „ein ebenso einfaches wie geniales Brandschutzmittel“, neues Gel, das die Natur gegen Waldbrände „impfen“ könne. weiterlesen…

Altmaier will Klima- und Wohlstands-Allianz gründen

„Wir wissen seit mehr als drei Jahrzehnten, dass wir mit fortschreitendem Klimawandel einer globalen ökologischen Katastrophe entgegengehen“

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will das Klima schützen und die Wirtschaft für den Wandel rüsten. Dazu hat er am 11.09.2020 unter dem Titel „Klima schützen und Wirtschaft stärken“ eine Allianz von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat für Klimaneutralität und Wohlstand vorgestellt. Darin macht er 20 Vorschläge zur Stärkung von Klimaschutz und Wirtschaftskraft. Deutschland müsse „jetzt die Chance nutzen, den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft bis spätestens 2050 unumkehrbar zu machen“. Der Vorschlag beginnt mit dem bemerkenswerten Satz: „Wir wissen seit mehr als drei Jahrzehnten, dass wir mit fortschreitendem Klimawandel einer globalen ökologischen Katastrophe entgegengehen.“ weiterlesen…

DUH verklagt Bundesregierung…

…auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehrsbereich

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehr. Die Klageschrift wurde am 11.09.2020 beim zuständigen Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Im Klimaschutzgesetz habe die Bundesregierung Ende 2019 jährliche Höchstmengen für Treibhausgase festgelegt. Die bislang vorgesehenen Maßnahmen reichten jedoch „bei Weitem nicht aus, um diese Höchstmengen im Verkehrssektor einzuhalten“. Dies belegten „unabhängige Studien des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums“ – so die DUH in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Geringere CO2-Bindung und schlechtere Ernten

GFZ: Folgen der Dürre in Europa

Das Netzwerk zur Beobachtung von Treibhausgasen ICOS (Integrated Carbon Observation System) zeigt, wie Natur und Ernte in Europa auf die extrem trockenen Bedingungen in den letzten drei Sommern 2018 bis 2020 reagiert haben. Die Ergebnisse, die jetzt im Fachjournal „Philosophical Transactions B“ veröffentlicht worden sind, zeigen, dass 2018 die Kohlenstoffsenken um 18 Prozent zurückgegangen sind und es die niedrigsten Ernteerträge seit Jahrzehnten gab. Die Fachleute erwarten, dass extrem heiße und trockene Sommer aufgrund des Klimawandels in Zukunft viel häufiger auftreten werden. Dies ist bereits jetzt sichtbar, denn der vergangene Sommer ist der dritte extrem heiße Sommer in Folge. Auch die von Dürreperioden betroffenen Anbauflächen werden wahrscheinlich erheblich zunehmen, wenn die Kohlendioxid-Werte weiter ansteigen. weiterlesen…

Bund nimmt 2021 etwa 7,4 Mrd. Euro für Verschmutzungsrechte ein

Emissionszertifikate und EEG-Umlage

Die Bundesregierung schätzt, dass der Verkauf von Emissionszertifikaten etwa 7,4 Milliarden Euro an Gesamterlösen einbringen wird. Für das Folgejahr rechne man mit etwa € 8,9 Mrd., erklärt die Regierung in ihrer Antwort (19/22013) auf eine Kleine Anfrage (19/21715) der FDP-Bundestagsfraktion. Weiter strebt die Bundesregierung eine Senkung der EEG-Umlage aus den Einnahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes und aus Mitteln des Konjunkturpaketes an, und zwar 2021 auf 6,5 Ct/kWh und 6,0 Ct/kW 2022. In diesem Jahr beträgt die Umlage 6,756 Ct/kW. (hib/PEZ) weiterlesen…

COVID19 hat Klimawandel nicht aufgehalten

WMO et al.: Pandemie hält Krise kaum auf

Die Corona-Pandemie hat den Klimawandel einem Bericht mehrerer UN-Organisationen (u.a. WMO) zufolge nicht entscheidend gebremst. Zwar seien die weltweiten CO2-Emissionen im April angesichts der Corona-Beschränkungen um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, hieß es in einem am 09.09.2020 in New York veröffentlichten Bericht United in Science 2020. Schon Anfang Juni hätten die täglichen CO2-Emissionen aber nur noch rund fünf Prozent unter denen von 2019 gelegen. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Autoren des Berichts eine Minderung von lediglich vier bis sieben Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. weiterlesen…

Chancen von Climate-Engineering vielfach übertrieben

Climate Engineering: Klimamodelle oft einseitig

Der Klimawandel gewinnt für Politik und Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung. Viele ambitionierte Klimapläne verlassen sich jedoch auf gezielte Eingriffe ins Klimageschehen, deren Risiken nur unzureichend verstanden werden. In einer am 07.09.2020 in Risk Analysis veröffentlichten neuen Publikation (vom 28.07.2020) beschreiben die IASS-Forscher Sean Low und Matthias Honegger, wie Klimamodelle zu „Best-Case-Szenarien“ tendieren. Sie warnen davor, dass eine verzerrte Wahrnehmung der Chancen von Climate-Engineering-Technologien (siehe: solarify.eu/climate-auch-geo-engineering) die Trägheit von Politik und Industrie beim Klimaschutz verstärken könnte. Um diesem Trend entgegenzuwirken, empfehlen sie eine stärkere Einbindung von Interessengruppen und eine klarere Kommunikation der Voraussetzungen und Grenzen von Klimamodellen. weiterlesen…

Climate (auch Geo-)Engineering

Geoengineering umfasst bewusste und zielgerichtete – meist in großem Maßstab durchgeführte – Eingriffe in das Klimasystem mit dem Ziel, die vom Menschen gemachte (anthropogene) Klimaerwärmung zu mildern (siehe Umweltbundesamt, 16.10.2019). Statt die Ursache – die anthropogenen Treibhausgasemissionen – des Klimawandels zu bekämpfen, könnte Geoengineering vielmehr nur die Auswirkungen beeinflussen und mindern. weiterlesen…

Methan kein Dekarbonisierungstreiber

Ausstieg aus fossilem Erdgas

In einem Diskussionspapier ziehen Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Fabian Praeger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) das Narrativ in Zweifel, Methan könne die Dekarbonisierung vorantreiben, und fossiles Erdgas sei ein idealer Übergangsbrennstoff im Defossilisierungsprozess. Stattdessen entwickeln sie eine alternative Erzählung namens „Ausstieg aus fossilem Erdgas“, als logische Folge eines wirklich kohlenstofffreien Energiesystems. Wenn man die Herausforderung der Dekarbonisierung ernst nehme, sei Erdgas keine Lösung mehr, sondern werde zu einem Hauptproblem. Allerdings werde es innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte aus dem Brennstoffmix verschwinden. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus dem 52seitigen Papier. weiterlesen…

Der Weg zum global vergleichbaren Nachhaltigkeitsbericht

Analyse der bestehenden Rahmenwerke zur Entwicklung eines einheitlichen gesetzlich verpflichtenden Rahmenwerks

Für Kunden, Anleger, Verbraucher kann es jeweils etwas anderes bedeuten, ob ein Unternehmen nachhaltig wirtschaftet und sich an ethische als auch ökologische Standards hält. Damit Unternehmen dies glaubwürdig und kontrollierbar belegen können, sind standardisierte und überprüfbare Berichte erforderlich. Solche Berichtsstandards sollen Unternehmensbeiträge zur nachhaltigen Entwicklung vergleichbar abbilden und universell für Unternehmen jeder Größe und Art anwendbar sein. weiterlesen…