Klimagrenzen: UBA fordert höhere Spritpreise und Tempolimit

Studie schon vor Regierungspaket abgeschlossen

E-Mobilität und Fahrrad - umweltfreundliche Verkehrsmittel - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyUm die in Paris bei COP21 beschlossenen (aber gefährdeten) Klimagrenzen doch noch einzuhalten, fordert eine (bis Anfang Dezember 2019) interne Studie des Umweltbundesamts (UBA) unter dem Titel „Kein Grund zur Lücke“ drastische Veränderungen, vor allem im Verkehr: Privilegien etwa für Dienstwagen müssten gestrichen werden, Diesel müsse deutlich mehr kosten (70 ct mehr Steuern bis 2030) und auf Autobahnen ein Tempolimit (120 kmh) eingeführt, auch die Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden – schreibt Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung. Die Bundesregierung war offenbar schon seit Sommer in Besitz und Kenntnis der Studie – vor Verabschiedung des Klimapakets. Die Maßnahmen gehen weit über das Klimapaket der Regierung hinaus. weiterlesen…

Klimawandel bedroht ein Drittel des Wohlstands indischer Subsistenzbauern

Neue MCC-Studie beziffert absehbare Auswirkungen in Indien, Haushalte oberhalb der Armutsgrenze können im Gegenteil sogar profitieren

Sonne - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyRund 1,4 Milliarden Menschen leben derzeit in Indien, davon 270 Millionen unterhalb der Armutsgrenze – überwiegend in ländlichen, landwirtschaftlich geprägten Gegenden. Wenn der globale Klimawandel nicht durch ambitionierte Politik begrenzt wird, könnte er vor allem den Wohlstand von armen, im Agrarsektor beschäftigten Indern schmälern und sie gegen Ende dieses Jahrhunderts ein Drittel ihres Konsums kosten. Das ist das Ergebnis einer aufwendigen statistischen Analyse unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Economics of Disasters and Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Bis 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Erfolg für Materialforschung am KIT – Wichtige Erkenntnis auf dem Weg zur Hochenergie-Batterie

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z). weiterlesen…

COP25: Freifahreranreize vermeiden

Experten: In COP21 vereinbarte dynamische Anreize wirken kontraproduktiv

1,5-Grad-Grenze - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyEin zentrales Thema des Klimagipfels in Madrid COP25 ist es, ehrgeizigere Klima-Verpflichtungen möglichst vieler Staaten zu erreichen, damit die 2015 bei COP21 in Paris vereinbarte Begrenzung der Erderwärmung auf „gut unter“ (well below) zwei Grad eingehalten werden kann. Damals war ein dynamisches Anreizsystem, das sogenannte „Ratcheting“, beschlossen worden. An dessen Wirksamkeit sind allerdings Zweifel angebracht. Ein Laborexperiment von Wissenschaftlern des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim sowie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) zeigt, dass dieses Anreizsystem sogar kontraproduktiv sein kann.
weiterlesen…

Passender Energiemix für kleinere Gemeinden

Neues Fraunhofer-Tool für kommunale Energiewende

Solarenergie, Erdwärme oder Photovoltaik – welche Form der Energieversorgung eignet sich am besten für die Gemeinde? Vertreter kleinerer Gemeinden sehen sich einer Unmenge an Informationen gegenüber, die die bestehende Unsicherheit vielfach noch vergrößert. Ein neuartiges Online-Tool von Fraunhofer (Institutsteil Angewandte Systemtechnik AST des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB) bringt nun Licht in diesen Dschungel und ermittelt den individuell optimalen Energiemix samt Fördermöglichkeiten. weiterlesen…

2018: Deutschland unter den am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit

Klima-Risiko-Index: Deutschland liegt nach Hitzewellen und Rekorddürre im Jahr 2018 auf Rang 3 hinter Japan und den Philippinen

Dürre in Duisburg - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyZum ersten Mal in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index gehört Deutschland zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit. Wie der am 04.12.2019 beim Klimagipfel vorgestellte Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt, forderten die Hitzewellen im Jahr 2018 mehr als 1.200 Todesopfer und verursachten in Kombination mit der Rekorddürre Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1,2 Mrd. Euro) in Kaufkraftparitäten – die Gesamtschäden durch Wetterextreme in Deutschland beliefen sich auf rund 4,5 Mrd. Euro. weiterlesen…

Energy Charts: EE erstmals ganzes Jahr vor Fossilen

2019 werden Erneuerbare erstmals fossile Stromerzeugung übertreffen

Windgeneratoren vor Wohnhäusern in Berge - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBis Ende November haben Photovoltaik-, Windkraft- und andere Erneuerbare-Anlagen nach Auswertung der Wissenschaftler des Fraunhofer-ISE rund 24 Terawattstunden mehr Strom produziert als Kohle- und Gaskraftwerke. Damit wird 2019 zum ersten Jahr, in dem die Erneuerbaren vor den fossilen Energieträgern liegen – allerdings fallen die Atomkraftwerke bei der Betrachtung heraus, so Sandra Enkhardt am 02.12.2019 auf pv magazine.
weiterlesen…

Schulze: Natur liefert häufig beste Lösungen im Kampf gegen Klimawandel

Weltklimakonferenz: BMU fördert neue Programme zum kombinierten Klima- und Naturschutz mit 60 Millionen Euro

Gefährdetes Paradies, Korallenriff - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDas Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt die Anpassung an den Klimawandel durch Projekte, die zugleich dem Menschen nützen und Ökosysteme stärken. So schützt die Wiederherstellung von Mangroven und Korallenriffen die Küstenzonen vor stärker werdenden Stürmen und den Folgen des Meeresspiegelanstiegs. Die Bepflanzung von Berghängen schützt vor Erosion und Überschwemmung bei Regenfällen. Im Rahmen der Weltklimakonferenz in Madrid COP 25 erhöht das BMU seine Finanzzusagen im Bereich der sogenannten ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem-based Adaptation, EbA) um rund 60 Millionen Euro. weiterlesen…

Jobmotor Solarstrom

50.000 neue Jobs durch Photovoltaik und Speicher bis 2030

PV-Dächer in Berlin-Köpenick - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyUm eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs zu vermeiden, müssten Photovoltaik- und Speicherkapazitäten deutlich stärker ausgebaut werden, mahnt der Bundesverband Solarwirtschaft in seiner Pressemeldung vom 05.12.2019. Bis zum Jahr 2030 könnten so über 50.000 neue Jobs in Deutschland entstehen, heißt es dort. Dies gehe aus einer aktuellen Studie des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research hervor.
weiterlesen…

Riesige Ökostromlücke droht

Regierung erwartet bis 2030 sinkenden Stromverbrauch – eine fatale Annahme, so der BEE

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Bundesregierung unterschätze systematisch die Sektorenkopplung warnt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), bei einem Fachdialog des BEE am 29.11.2019. Doch für den Klimaschutz ist die Sektorenkopplung unausweichlich. Verkehr und Wärme müssen unabhängig von fossilen Brennstoffen und mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Zwar geht die Bundesregierung 2030 von einer stärkeren Sektorenkopplung aus, im gleichen Zuge aber auch von einem sinkenden Stromverbrauch. Von 593 Terrawattstunden (TWh) würde der Stromverbrauch durch Energieeffizienzmaßnahmen 2030 auf 572 TWh sinken, wie Manuel Först am 03.12.2019 für energiezukunft schrieb.
weiterlesen…