Worum geht es im IPCC-Bericht über Ozean und Kryosphäre?

Hintergründe aus der Klimaforschung

Im Vorfeld des neuen Sonderberichts des Weltklimarats IPCC erklärten Experten am 28.08.2019 beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten mit Blick auf den aktuellen Forschungsstand dar, wie deutlich sich der Klimawandel bereits im Ozean und der Kryosphäre zeigt und welch elementare Rolle diese Veränderungen in Zukunft für Menschen auf der ganzen Welt spielen werden. weiterlesen…

Auf dem Trockenen

WWF-Report: Dürrerisiko für Europas Energieversorgung und Landwirtschaft wächst

Mit der Klimakrise kommt die Dürrekrise. Davor warnt der WWF Deutschland in einem neuen Report, der am 22.08.2019 in Berlin vorgestellt wurde. Demnach hat die Dürrekrise weltweit Fahrt aufgenommen. In Europa würden diese Wetterextreme durch die Erderhitzung immer wahrscheinlicher und gefährdeten zunehmend die Energieversorgung oder den Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Weizen und Mais, heißt es in der Pressemitteilung des WWF vom selben Tag. weiterlesen…

Steigender Meeresspiegel treibt 280 Millionen in die Flucht

Ab 2050 – bei 2 Grad Erwärmung

Der IPCC rechnet in seinem Bericht mit einer Erderwärmung von zwei Grad Celsius. Aber auch wenn die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad gelingt, wie im Pariser Abkommen beschlossen („well under two degrees“) befürchten die Experten immer noch 250 Millionen Klimaflüchtlinge. Neben Küstenregionen in den USA sind vor allem an Meeren liegende Metropolen in Ostasien und Inselstaaten im Pazifik bedroht. Sie müssten jedes Jahr infolge von Wirbelstürmen auftretende Überschwemmungen befürchten. Selbst wenn die Zahl der durch den Meeresspiegel-Anstieg Vertriebenen bis 2100 „bei 100 Millionen oder 50 Millionen liegt, ist das noch immer eine bedeutende Störung und viel menschliches Leid“, sagte der Geschäftsführer der US-Organisation Climate Central, Ben Strauss. weiterlesen…

Verkehr produziert gigantische Folgekosten

Studie schafft Transparenz: 149 Milliarden in Deutschland, 95 Prozent von Straße

Der Verkehr belastet die Allgemeinheit in Deutschland mit Folgekosten von 149 Milliarden Euro pro Jahr. Von diesen externen Kosten etwa durch Klimabelastung, Unfälle, Lärm oder Luftverschmutzung verursacht allein der Straßenverkehr fast 95 Prozent. Dies zeigt eine Studie des Züricher Infras-Instituts im Auftrag des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren liegen damit aktuelle Zahlen über die gesamten Folgekosten des Verkehrs in Deutschland vor. weiterlesen…

Hochwasser vom Klimawandel bestimmt

An neue Realitäten anpassen

Allerdings wirke sich der Klimawandel nicht überall gleich auf das Hochwasser aus: In Nordwesteuropa würden die Hochwasserereignisse immer schwerer, in Südeuropa und in Osteuropa nehme das Ausmaß der Hochwässer eher ab, wobei es in kleinen Gebieten aber auch zu einer Zunahme kommen könne. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal „Nature“ publiziert. weiterlesen…

Erneut Kritik an ÖVP-Wasserstoff-Initiative

TU-Wien-Forscher: „Mit Wasserstoffautos sind die Klimaziele nicht zu erreichen“

Elektro-Elektroautos scheinen zwar momentan im Fokus der Bemühungen, doch viele Autobauer arbeiten weiter an Wasserstoff-Fahrzeugen. Manfred Schrödl vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien sprach sich am im Industrie-Magazin factory.at gegen den Aufbau einer flächendeckenden Tank-Infrastruktur für Wasserstoff aus, wie sie Exkanzler Kurz vor kurzem favorisiert hatte und auf scharfe Kritik gestoßen war (siehe „Alpenrepublik will Europas Wasserstoff-Land Nummer Eins werden – Scharfe Kritik“). Batterie-Elektroautos sind seinen Kalkulationen nach effizienter. weiterlesen…

Jänschwalde-Stopp rückt näher

Deutsche Umwelthilfe und Grüne Liga begrüßen gerichtliche Entscheidung

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 28.08.2019 die Einwände der Deutschen Umwelthilfe und Grünen Liga gegen den Tagebau Jänschwalde bestätigt. Der Tagebau darf voraussichtlich ab dem 01.09.2019 nur noch im Sicherheitsbetrieb laufen. Der Antrag auf Fristverlängerung der Betreibergesellschaft LEAG beim Verwaltungsgericht Cottbus ist laut einer DUH-Medienmitteilung ein „Offenbarungseid für katastrophale Planung“, so die Antragssteller. Der BEE erkennt „erhöhten Handlungsdruck für Energiewende“. weiterlesen…

Small is beautiful

Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte Klima-Emissionen senken helfen

Milliarden Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. weiterlesen…

Energetische Sanierung: Verpflichtende individuelle Sanierungsfahrpläne gefordert

DUH: Auch kleine Maßnahmen im Gebäudebestand haben große Wirkung für Klimaschutz

Eigentümer können bereits mit kleinen Sanierungsmaßnahmen wichtige Beiträge für Klimaschutz und Wohnqualität leisten. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind nämlich höhere Sanierungsraten im Bestand nötig. Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verpflichtende Sanierungsfahrpläne bei Neukauf und Vermietung von Bestandsgebäuden; dazu seien steuerliche Förderungen von energetischen Sanierungsmaßnahmen überfällig. Die Bundesregierung muss auch finanzielle Anreize bei Einzelmaßnahmen setzen. weiterlesen…

Woidkes wundersamer Wandel vor der Wahl

Vom Kohle-Gläubigen zum Erneuerbaren-Vorreiter

Den Wandel des Dietmar Woidke (SPD) vom Fossil zum Klimapolitiker beschreibt Jens Anker am 27.08.2019 in der Berliner Morgenpost: Kaum ein Thema beschäftige Brandenburg vor der Wahl mehr als der anstehende Wandel im Lausitzer Braunkohlerevier. Dessen Landesvater habe viel zu lange auf die Kohle gesetzt: Bis weit in die 40er-Jahre sei die Kohleförderung noch notwendig – schon allein wegen der fehlenden Speichermöglichkeiten für Erneuerbare Energien. Doch dann einigte sich die Kohlekommission des Bundes nach zähen Verhandlungen auf den Kohleausstieg bis spätestens 2038, wenn’s geht, gar früher. Jetzt „hat das Brandenburger Kohlerevier Gewissheit – und Woidke muss umdenken“. weiterlesen…