Hans-Josef Fell vermisst politikfähige Konzepte – ein Appell

Die Weltgemeinschaft braucht dringend vollkommen neue Strategien, um die Pariser Klimaziele einhalten zu können – Ein Apell von Hans-Josef Fell

Selbst mit einer sofortigen weltweiten Null-Emissions-Wirtschaft ist das Pariser Klimaziel, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad, am besten auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, nicht mehr zu schaffen. Das zeigen die neuesten weltweiten Forschungsergebnisse, zusammengestellt im australischen Informationsdienst Renew Economy von Anfang Februar 2018. Dabei muss selbst eine globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad angesichts der heute schon vorhandenen Katastrophen als inakzeptable Katastrophe für die gesamte Menschheit bezeichnet werden. Das sehen wir schon jetzt bei über 20 Millionen Klimaflüchtlingen auf der Erde, die aus weitgehend vernichteten Lebensräumen infolge der bereits erreichten Erwärmung von etwa 1,1 Grad kommen. weiterlesen…

Keine Gletscher, kein Wasser?


Sitzt die Weltbevölkrung ohne „ewiges Eis“ bald auf dem Trockenen?

Die größten Flüsse der Erde entspringen vergletscherten Gebirgsregionen. Viele Gletscher könnten mit dem Klimawandel verschwinden. Wird das Wasser knapp? Weltweit gibt es rund 200 000 Gletscher. Vor allem in mittleren und tiefen Breiten erfüllen Gletscher eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf, indem sie Abflussschwankungen ausgleichen. In einer Studie für alle Gebirge der Erde und die Einzugsgebiete ihrer großen Flüsse sind Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) dieser Frage nachgegangen, wie Matthias Huss am 09.02.2018 im „Zukunftsblog“ der ETH Zürich beschrieb. weiterlesen…

Bundesrat skeptisch bei Sauberauto-Quote

Länder fürchten finanzielle Folgen für Kommunen

Der Bundesrat hat Vorbehalte gegen die Pläne der EU-Kommission, bei der öffentlichen Beschaffung eine Quote für saubere Fahrzeuge einzuführen. Zwar unterstützt er grundsätzlich das Ziel, den Verkehrssektor bei der CO2-Minderung stärker in die Verantwortung zu nehmen. In seiner Stellungnahme vom 02.02.2018 zu dem Richtlinienvorschlag warnte er jedoch vor den finanziellen Folgen, die solche verbindlichen Vorgaben insbesondere für die kommunalen Haushalte haben. weiterlesen…

Klimaschutz auf Kosten der Wälder?

Aus Bäumen wird Strom und Wärme produziert

Das Umweltbundesamt warnte am 09.01.2018 davor, Bioenergie in der EU mit der Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie zunehmend weiter zu nutzen, denn der Klimaschutz profitiere davon nur minimal oder werde sogar negativ beeinflusst. Hintergrund sind die zu schwachen Klimaschutzkriterien für Energie aus Biomasse, die dazu führen könnten, dass Klimaschutz nur auf dem Papier betrieben wird. weiterlesen…

Stadtstaaten gut bestückt mit Stromtankstellen

Hamburg verfügt über das dichteste Ladenetz

Der Verkehr ist bislang eines der großen Problemfelder bei Energiewende und Klimaschutz. Der Einsatz Erneuerbarer Energien auf Straße und Schiene kommt kaum voran, die aus unseren Mobilitätsbedürfnissen resultierenden Treibhausgasemissionen stagnieren nicht nur, sondern haben sich sogar erhöht. Für eine Verbesserung dieser Bilanzen setzen viele auf Elektromobilität, da batteriebetriebene Autos nicht nur lokal emissionsfrei sind, sondern beim Betrieb mit Ökostrom auch insgesamt kaum Klimagase verursachen, wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt. weiterlesen…

Goodbye Heimat

Bis zu 16 % der Tier- und Pflanzenarten sind potentielle Auswanderer

Der Senckenberg-Wissenschaftler vom Forschungszentrum Biodiversiät und Klima – Hanno Seebens – hat gemeinsam mit einem internationalen Team herausgefunden, dass 16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten das Potential haben, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden. Momentan sind 28 Prozent solcher regional neu beobachteten, nicht-einheimischen Arten – global gesehen – sogenannte neue Neobiota. Neue Neobiota sind Arten, die zum ersten Mal außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auftauchen. Die Kontrolle nicht-einheimischer Arten, die erhebliche Risiken bergen, erfordert daher höhere Anstrengungen als bisher, schreibt das Team aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“. weiterlesen…

Rekordjahr für Windenergie am Meer

Wegen hoher Unsicherheiten 60 Prozent Investitionseinbruch zu befürchten

2017 konnte der Ausbau der Windkraft am Meer in Europa um 50 Prozent gesteigert werden. Auch wenn die Branche den Ausbaurekord begrüße, zeige ein genauerer Blick große Unsicherheiten für die Zukunft. Durch die Änderung von Fördersystemen versuchten viele Betreiber ihre Projekte noch schnell in bestehenden Systemen zu errichten. Die um 60% eingebrochenen Investitionen zeigten ebenfalls die große Verunsicherung der Windbranche, verlautbart der österreichische Verband IG WINDKRAFT am 07.02.2018 in seiner Pressemitteilung. „Europa muss möglichst rasch zu stabilen Rahmenbedingungen zurückkehren“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. weiterlesen…

dena startet Studie zur urbanen Energiewende

Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen. weiterlesen…

Planetare Grenzen auf Länder heruntergebrochen

Beziehung von Ressourcennutzung und menschlichem Wohlergehen: Grundlegender Wandel nötig

Kein Land der Welt schafft es derzeit, die Grundbedürfnisse seiner Bürger zu erfüllen und dabei den Ressourcenverbrauch auf einem nachhaltigen Niveau zu halten. Das ist das Ergebnis neuester Forschungen unter Beteiligung des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Die von der University of Leeds geleitete Studie „A good life for all within planetary boundaries“ hat die nationale Ressourcennutzung in insgesamt 151 Ländern bestimmt und wurde nun im renommierten Fachmagazin Nature Sustainability veröffentlicht. weiterlesen…

Wenn Wasser zur Mangelware wird

In Kapstadt rückt der „Day Zero” immer näher – bis 2050 werden mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung starkem Wasserstress ausgesetzt sein

Die Probleme von Großstädten wie Kapstadt und São Paulo verdeutlichen, dass Wasser bei Diskussionen über den Klimawandel mehr Berücksichtigung finden muss, schreibt Joschua Katz am 06.02.2018 für energiezukunft.

– Mit freundlicher Genehmigung –

Seit dem 01.02.2018 müssen die Einwohner in Kapstadt mit noch weniger Wasser auskommen als es bisher der Fall war. Schon im Januar hatte die Stadtverwaltung aufgrund des drohenden „Day Zero“ Alarmstufe 6 ausgerufen und den Konsum von Wasser auf maximal 10.500 Liter pro Monat und Haushalt rationiert. weiterlesen…