Untergang der Kohle zu früh ausgerufen

Ottmar Edenhofer: „Koalition von Pionieren müsste Kohleausstieg wagen“

Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht. weiterlesen…

Homann fordert mehr Unterstützung für Netzausbau

Netzagentur-Präsident: „Politik muss stehen“

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, hat von der Politik stärkere Unterstützung für den Ausbau der deutschen Stromnetze eingefordert. Denn der hänge entscheidend davon ab, ob die Politik bei Protesten gegen neue Leitungen stehe und nicht falle. Der Ausbau der Netze bleibt die Achillesferse der Energiewende, betonte er beim „Führungstreffen Energie“ im Vorlauf der „E-world 2018“ in Essen. weiterlesen…

Deutsch-französische Zusammenarbeit in der Energieforschung

ZSW und IPVF starten Kooperation zur CIGS-Dünnschichtphotovoltaik

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Institut Photovoltaïque d’Ile de France (IPVF) werden künftig in der Energieforschung eng zusammenarbeiten. Ziel des deutsch-französischen Austauschs ist die Entwicklung der nächsten Generation von CIGS-Dünnschicht-Solarzellen, einer speziellen Variante der Photovoltaik mit einem Halbleiter aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen. (Foto: Vom IPVF abgeschiedene flexible CIGS-Solarzelle auf Polyimid mit einer Zelleffizienz von 18,8 Prozent – © IPVF) weiterlesen…

Klimaziele „krachend verfehlen“

Ehrgeizige Ziele, keine Maßnahmen

Die Ziele der künftigen Großen Koalition in Sachen Energie und Klimaschutz könnten „krachend verfehlt“ werden, sagte Christoph Bals, der politische Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch im Deutschlandfunk-Interview mit Jule Reimer am 05.02.2018. Es passe nicht zusammen, dass man die für die ehrgeizigen Ziele notwendigen Maßnahmen erst im kommenden Jahr beschließen wolle. Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) widersprach Bals in Sachen CO2-Preis. weiterlesen…

„Dann könnte man auch sagen, die Erde ist eine Scheibe“

MCC-Direktor Ottmar Edenhofer spricht im Interview mit der TU Berlin über Populismus in der Klimadebatte und die wissenschaftliche Suche nach der Wahrheit

Das Erstarken der Populisten, etwa durch die Wahl von US-Präsident Donald Trump oder den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag, wirke sich auch vermehrt auf die öffentliche Klimadebatte aus. Populistische Kritik an der Klimawissenschaft sei allerdings kein neues Phänomen, sagt Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) im Interview mit der Technischen Universität Berlin. „Wir müssen der Öffentlichkeit kommunizieren, dass es einen Erkenntnisfortschritt gibt“, sagt Edenhofer. weiterlesen…

Reflektierende Oberflächen dämpfen Hitzewellen

Ungepflügte Felder und aufgehellte Städte könnten dazu beitragen, extreme Temperaturen bei Hitzperioden spürbar zu senken

Hitzewellen werden mit dem Klimawandel häufiger. Davon betroffen sind vor allem kontinentale Landstriche und urbane Regionen, die sich im Sommer stark aufheizen. ETH-Forschende beschreiben nun zusammen mit australischen und US-amerikanischen Kollegen einen praktikablen Ansatz, mit dem man extreme Sommerhitze regional durch clevere Landnutzung und städtisches Strahlungsmanagement abkühlen könnte. Ihre Studie ist jetzt im Fachmagazin Nature Geoscience erschienen, wie Michael Keller von der ETH-Zürich am 29.01.2018 schreibt. weiterlesen…

Erneuerbare Energien nutzen, statt abschalten

BEE-Studie: Sektorenkopplung benötigt verbesserte Rahmenbedingungen

Die Sektorenkopplung ist der Garant für die Integration Erneuerbarer Energie in Wärme, Industrie und Mobilität. Und sie ist der Schlüssel für eine volkswirtschaftlich sinnvolle und ressourceneffiziente Transformation des Energiesystems hin zu einer Erneuerbaren und treibhausgasarmen Versorgung. Eine Studie von Fraunhofer IEE und E4Tech im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) zeigt nun, welche Hindernisse überwunden werden müssen, damit die Sektorenkopplung ihr volles Potenzial für den Klimaschutz und für die Modernisierung der Energiewirtschaft entfalten kann. weiterlesen…

Ein Feld, doppelte Nutzung

Agro-PV: Auswirkungen von Solaranlagen auf Bodenflächen

agroAm Campus Pillnitz der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wird erforscht, wie sich Agrarflächen sowohl für den Anbau von Nahrungsmitteln, als auch zur Energieerzeugung nutzen lassen. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Einfluss von Solaranlagen auf das System Pflanze – Wasser – Boden“ wird untersucht, wie sich Photovoltaikanlagen auf die genutzte Fläche und deren Umgebung auswirken. weiterlesen…

Hilfestellung für Wohnungswirtschaft und Hauseigentümer

BSW-Solar veröffentlicht neuen Leitfaden Mieterstrom in der Praxis

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat am 01.02.2018 den neuen Leitfaden „Mieterstrom in der Praxis“ vorgestellt. Damit sollen Akteure der Wohnungswirtschaft und Hauseigentümer nützliche rechtliche Hilfestellung erhalten, um die vorhandenen rechtlichen Hürden zu überwinden. Weil die staatliche Förderung die Wirtschaftlichkeit für solaren Mieterstrom erhöht hat, steigen immer mehr Vermieter und Versorger in diesen Zukunftsmarkt ein. weiterlesen…

Bundesrat zu EE – Bundestag rechnet mit Fehlentwicklungen

Ausbau der Windenergie

Der Bundesrat hat am 02.02.2018 einen Antrag Niedersachsens zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten und in die Fachausschüsse überwiesen. Um Fehlentwicklungen beim Ausbau der Onshore-Windenergie zu verhindern, hat die Länderkammer zudem beschlossen, einen Gesetzentwurf – auf Antrag Nordrhein-Westfalens, TOP 2b – Drs. 3/18(B) – zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in den Deutschen Bundestag einzubringen. Dieser sieht vor, die Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften bei sämtlichen Ausschreibungen im Jahr 2018 und im ersten Halbjahr 2019 auszusetzen und das Fördervolumen vorübergehend schrittweise zu erhöhen. weiterlesen…